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  Geschichte
~| Engel der erwachenden Gefühle |~
So, da war ich nun also auf der Erde. Ich hatte den Auftrag bekommen, die Gefühle einer Frau zu wecken, weil sie sie in sich versteckt hatte. Erst einmal musste ich sie ausfindig machen. Ich schlenderte die Straßen entlang, flog ab und zu auch, und verbrachte ungefähr eine Woche damit, etwas über sie in Erfahrung zu bringen. Schließlich war es mir in so fern gelungen, dass ich wusste, dass sie Lehrerin war. Ich beschloß, mich als Austauschschülerin getarnt in ihre Klasse zu schmuggeln.
Und das tat ich dann auch. Zwei Wochen hatte die \"Engländerin\" jetzt also Zeit, die Gefühle ihrer Lehrerin zu wecken, na, das wird ich schon schaffen =)

Ein paar mal redete ich mit ihr. Aus mir sprudelt immer alles heraus, aber sie fragt nicht nach. Sie erzählt auch nichts von sich aus. Andere Methode.
Am Mittwoch hatte sie Aufsicht. Mit Tränen in den Augen bin ich an ihr vorbei. Sie drehte sich bloß um, sagte aber weiter nichts. Auch fehlgeschlagen!
Dann saß ich mit ihr bei der Schulspeisung am Essenstisch, aber sie sagte nicht ein Wort. Ein paar Mal habe ich sie angesprochen, aber nichts kam dabei heraus. Das gibt’s doch nicht!

Eine Woche ist vorbei. Warum ist sie äußerlich nur so kalt? Liegt das vielleicht an mir? Ich sehne mich zurück in den Himmel, aber ich darf nicht gehen, ohne meinen Auftrag erfüllt zu haben. Damit macht sie einen so netten Eindruck... man sollte als Engel ja immer neutral an Aufträge heran gehen, vielleicht liegt es daran.

Aber so sehr ich mich auch anstrengte, es wollte mir einfach nicht gelingen. Statt dessen machte ich mir selbst nur noch mehr Vorwürfe. Den Freitag dann, sollte ich ja \"wieder zurück nach England fahren\". Ich bat darum, mich nochmal von ihr verabschieden zu dürfen, weil sie sich so gut um mich gesorgt hatte. Ich Tränen in meinen Augen sahen sie als Abschiedstränen, soll ja bei den Menschen öfters so sein, dass sie zum Abschied weinen.
Sie kam auch. Ich übergab ihr ein Geschenk und sagte zu ihr: \"Als Dank für alles, was Sie für mich getan haben. Aber machen sie es erst auf, wenn ich gefahren bin, ja?\" Sie bejahte.

Am Abend schaute ich aus meiner Himmelswolke. Noch keiner hatte sich bei mir gemeldet, aber sie waren bestimmt sehr böse auf mich. Ich schaute hinunter, aus meinem Wolkenfenster,... und rieb mir die Augen. Nein, nein, das war doch nicht wahr! Mein Geschenk hatte sie vor sich zu liegen, und den Brief, den ich geschrieben hatte. Und sie weinte! Sie weinte! Na, wenn das keine Gefühlsregung ist. Glückselig flog ich noch einmal unsichtbar auf die Erde, um mir das aus der Nähe anzusehen. \"Und ich habe es einfach nicht gemerkt!\", hörte ich sie schluchzen und die Tinte des Satzes \"Tut mir leid, wenn ich Sie nervte, aber ich habe Sie einfach nur gemocht.\" verschwomm.

  Geschichte
Engelsgedanken
Es gibt Dinge, die kann noch nicht einmal ein Engel. Zum Beispiel den Tod einer Person verhindern, die man so sehr liebt. Oder einen intelligent machen. Oder Charaktereigenschaften ändern... da fragt man sich doch, was kann man als Engel überhaupt? Vor allem, wenn man selber leidet. Dieser Schmerz auf der Seele wird immer unerträglicher. Ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll.
Wind kommt auf. Ich mag das, das erleichtert das Denken. Ich schwinge mich in die Lüfte, in der Hoffnung, diese ganzen Gedanken zurückzulassen. Fehlanzeige. Sie verfolgen mich. Ich schüttele heftig meinen Kopf, in der Hoffnung, sie zu verlieren, aber es funktioniert nicht. Was kann ich tun, außer versuchen zu fehlen und wenn es fehlschlägt, nur zuschauen? Diese Hilflosigkeit, wenn Fehler begangen wurden. Als Engel bin ich nur eine Botin, eine Übermittlerin. Ich kann nur versuchen, zu helfen. Ich kann es nur versuchen, mehr nicht. Und wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht. So denken viele. Ja, aber ich hab alles persönlich genommen. Ich habe mit jedem gelitten, dem ich nicht helfen konnte. Das Mädchen letzte Woche, sie hatte Krebs. Konnte ich ihr helfen? Nein. Mut konnte ich ihr machen, das war\'s. Was hat es ihr gebracht? Nichts. Gestorben ist sie. Gestorben, wie unzählige andere auch. Kriege werden geführt. Was kann ich machen? Nichts. Unzählige Menschen sind mit ihrem Leben nicht zufrieden. Was kann ich machen? Im Grunde nichts. Nur versuchen, zu helfen, indem ich sage: Ändert euer Leben, sonst kommt ihr in die Hölle. Das kann doch nicht mein Zweck, der Zweck eines Engels sein... oder doch?

  Gedicht
Engelsschmerz
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Wenn Kummer auf der Seele ruht
Und man den Grund nicht kennt
Ist\'s egal, was man auch tut
Oder wie man es auch nennt

Wenn eine Träne sich verliert
Auf blassen, zarten Wangen
Wenn die Angst das Gesicht verziert
Unmöglich, sie zu fangen

Eisiger Schauer überkommt mich dann
Sehne mich zu dir
Doch alles ist so unwirklich
Sag, wie stehst du zu mir?

  Jobgames
 Jobgames
 Jobgames
 Jobgames
 Jobgames

  Gedicht  Gedicht
Engelstrauer

Wenn Kummer auf der Seele ruht
und man den Grund nicht kennt
ist\'s egal, was man auch tut
oder wie auch immer man es nennt

Wenn die Träne sich verliert
auf blassen, weißen Wangen,
wenn die Angst das Gesicht verziert
ist der Schutzengel gefangen

Wenn die Trauer sich frisst
mitten hinein ins verletzte Herz
und wenn man langsam alles vergisst
und nichts fühlt außer diesem grausigen Schmerz

Eisiger Schauer überkommet dann mich,
sehne mich zu dir,
doch alles ist so unwirklich,
sag, wie stehst du zu mir?

  Gedicht  Gedicht
Frühlingsmorgen

Zarter Schleier der nacht
Tau auf den Wiesen
Ich spür es jetzt schon sacht
Es gibt keinen schöneren Morgen als diesen

Blassgoldener Schimmer
Langsam weicht die nacht
Am Himmel ein Geflimmer
Die Sonne sit erwacht

Tanz mit mir i Frühlngswind
Lass uns zusammen lachen
Lass uns merken, dass wir unsterblich sind
Die Naturwird über uns wachen

  Gedicht  Gedicht
Meine Freiheit

ich bin wie der Wind:
Ungebunden an einen Ort
Wenn Unglück und Krankheit dort sind
Ist er schon längst wieder fort

Ich bin wie eine Taube:
Kann ausbreiten meine Schwingen
Auf dass nichts die Freiheit mir raube
Ich kann entfliehen vor diesen Dingen