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Kelly: Zwei neue Seelen sind eingetroffen. Eine reine und eine unreine. Zwei junge Mädchen sind es. Beide bei einem schrecklichen Unfall umgekommen. Was soll ich mit ihnen machen?
Gott: Du meinst ob wir sie zu Engel machen sollen? Also sofort aufnehmen?
Kelly: Genau. Die reine Seele war eine junge Nonne, die bei dem besagten Unfall grausamer weise enthauptet wurde. Sie war immer freundlich und lebte fromm und ohne Sünden. Die andere Seele war ein Partygirl die nichts von den 10 Geboten hielt. Sie stahl Geld von ihren Eltern und belog sie nacher. Sie betrank sich und hatte Affären mit irgentwelchen Verbrechern. Sie beneidete ihre beste Freundin um den Freund. Und spannte ihn ihr dann aus. Sie war nie zuhause, immer in der Gosse und vergnügte sich bis ins unermessliche ohne pflicht und moral.
Gott: Diese Seele sollte eine Lektion erteilt bekommen und für einen Tag ein gefallener Engel sein, erst dann darf sie aufsteigen.
Kelly: Warte, da ist noch was. Das Partygirl verlor mit 12 Jahren ihre zwei jüngeren Schwestern und hatte seit dem psychische Probleme, weil sie es nie verkraftet hat. Sie war sehr verletzt und traurig, außerdem lebte sie in sehr armen verhätnissen. Das andere Mädchen hatte ein ruhiges, schöneres Leben und wurde im Kloster gut versorgt.
Gott: Die Gerechtigkeit soll siegen. Die seele des Partygirls ist nicht rein aber sehr verletzt und das war strafe genug. Sie wird keine Strafe bekommen, im Gegenteil, sie soll besondere betreuung bekommen. Wir nehmen sie beide sofort ein den Himmel auf. Weise sie bitte ein! und zeig ihnen alles
Kelly: Mach ich!

  Von VanaVanille  Von VanaVanille
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Lis-chen spazierte fröhlich auf der Erde umher. Sie hatte bisher nichts zu tun an diesem Tag und genoss das schöne Wetter. Plötzlich hörte sie laute Schreie aus einem Haus, die sich stark wie ein Streit klangen. Sie galt als eine der besten Streitschlichterin und entschied sich einmal hineinzuschauen. Dort musste sie nicht lange nach der Quelle suchen, denn ein älterer Mann gestikulierte mit seinen Händen und stand mitten in einem riesigen Raum. Vor ihm saß ein junger Bursche, der nach dem Gespräch zu urteilen sein Sohn war, und schüttelte leicht den Kopf während er sich mit den Händen die Schläfen massierte.
Oh, ein typischer Vater-Sohn-Konflikt, dachte sich Lis-chen und hörte genauer hin.
„Du kannst nicht einfach tun was du willst!“, schrie der Vater, wobei sein Kopf rot anlief. „Eine Familientradition kann man nicht einfach so brechen. Arzt? Wieso verdammt willst du Arzt werden? Vor dir liegt eine Karriere als Firmenchef unsrer Fabrik!“
Der junge Mann schüttelte immer heftiger den Kopf und schaute nun seinen Vater dabei finster an: „Ich möchte Menschen helfen und ihnen keine Autoteile verkaufen.“ Seine Stimme blieb ruhig, aber es war ein eindeutiges Zittern darin zu erkennen.
„Helfen, helfen! Denk doch mal an deine Familie! Du würdest all das, was unsere Großväter aufgebaut haben einfach so ruinieren.“
Lis-chen schüttelte synchron mit dem Sohn den Kopf. Es gab einfach Menschen, die sich nicht in andere mit einfühlen konnten und sie hatte es eindeutig mit einem zu tun. Er musste die Sache nur lockerer sehen.
Ein klarer Job für mich!, überlegte sie sich. Und sie wusste auch schon, wie sie es anstellen sollte. Ein richtiger Zauber, an der richtigen Stelle, konnte alles regeln. Dabei sorgte der Zauberspruch nicht dafür, dass der Mann plötzlich anders dachte, sondern Erinnerungen in seinem Kopf wurden erweckt, die er jetzt im Augenblick nicht bedacht hatte.
Man konnte sehen, wie der ältere Mann plötzlich still wurde, wie seine Augen sich entspannten. Er dachte an seine Mutter, die starb, weil kein Arzt in der Nähe war. Er dachte an seine Frau, der nur durch eine gefährliche Operation das Leben gerettet werden konnte. Er dachte an seinen besten Freund, der immer noch im Krankenhaus lag und auf seine Behandlung wartete. Und all das sorgte dafür, dass er den Plan seines Sohns plötzlich verstand. Wieso er Arzt werden und Menschen helfen wollte.
Ein liebesvolles Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Seine Augen füllten sich mit Tränen und sein Sohn war sprachlos.
„Vater, ist alles in Ordnung mit dir?“
„Es tut mir so leid mein Sohn. Ich habe nicht bedacht, was du doch alles durchmachen musstest. Wir werden schon eine Lösung für all das finden. Bitte werde Arzt!“ dabei umarmte der Vater seinen geliebten Sohn, der ganz perplex zuerst nicht wusste was er tun sollte, dann aber in die Umarmung mit einstimmte.
Ich habs‘ mal wieder geschafft, dachte sich Lis-chen und flog hinaus.

  Von Shia  Von Shia
~Abschied von Johann Wolfgang von Goethe~

"Allein, verzeih dem Freund, der sich nun von dir wendet und still in sich zurücke kehrt.", endete Melany und seufzte erleichtert. Sie hatte noch nie ein Gedicht vorgetragen. Es klappte zwar jedes Mal, jedoch nur, wenn sie alleine war. Sie hatte schon ein paar Mal versucht, es ihrer Mutter vorzutragem, doch jedes mal war sie gescheitert. Vor Nervositaet vergass sie einfach die Woerter, sie starrte auf ihre Mutter und in deren erwartungsvolle Augen, was ihre Gedanken entweder ganz und gar vom Gedicht abbrachte oder aber sie zum Denken geleitete "Ich muss es schaffen! Es muss mir jetzt einfallen!". und wie jeder sicher weiss, gerade dann faellt es einem nicht ein...
Melany liess sich auf ihr Bett fallen. Erneut zitierte sie ihr Gedicht, sorgsam und aussagekraeftig. Warum klappte es bloss nicht so vor Publikum? Sie wollte es noch einmal vor ihrer Mutter versuchen und machte sich auf in die Kueche. Ihre Mutter schaute von dem Buch auf, welches sie gerade las. "Okay", Melany atmete tief ein. "Mutti, ich mag es noch einmal versuchen." "Okay", laechelte ihre Mutter und Melany begann:
" Abschied
Johann Wolfgang von Goethe

Zu lieblich ist's, ein Wort zu brechen,
Zu schwer die wohlerkannte Pflicht,
Und leider kann man nichts versprechen,
Was unserm Herzen widerspricht.
Du übst die alten Zauberlieder,
Du lockst ihn, der kaum ruhig war,
... " Melany stockte. Zwanghaft versuchte sie sich an die naechste Zeile zu erinnern doch es wollte ihr einfach nicht in den Sinne kommen. "Du musst entspannt bleiben, Melany", meinte ihre Mutter liebenswuerdig, "bleib locker." "Wie kann ich denn, wenn ich mich vor ueber 100 Menschen blamieren werde?"

Lis-chen schaute auf. Lamella war gerade in die Wolkenwohnung eingeflogen und hielt einen Brief in ihrer Hand. "Eine neue Aufgabe!", rief sie begeistert. Seufzend nahm Lis-chen den Brief entgegen. Sie musste wirklich fuer ihre Thronepruefungen lernen, aber andauernd kamen neue Aufgaben fuer sie eingeflogen, dass sich das als nicht zu einfach erwies.
Lis-chen las ihn sich schnell durch. Lamella schaute ueber ihre Schulter. "Melany, 17, kann vor Nervositat keine zwei Strophen rezitieren...", las sie laut. Lis-chen erhob sich. "Na gut, ich werd mir die Sache mal anschauen", meinte sie und flog kurz darauf zur Tuer hinaus.

"Melany! Wach auf! Heute ist dein grosser tag!", ihre Mutter stuermte ins Zimmer und sog die Vorhaenge zurueck. Melany ruehrte sich nicht. "geht es dir nicht gut, mein Schatz?", fragte ihre Mutter und sah sie besorgt an. "Ich fuehle mich nicht gut", hustete Melany. "Was ist denn los?", fragte ihre Mutter und Melany erwiderte: "Mein Hals kratzt und ich habe schreckliche Bauchschmerzen." Ihre Mutter setzte sich an ihr Bett udn fuehlte ihre Stirn. "Vielleicht solltest du heute einfach Zuhause bleiben... Es tut mir so Leid, mein Schatz, da hast du so lange geuebt und nun aknnst du es nicht vortragen! ich werde die Schule anrufen", mit diesen Worten erhob sie sich.
Nachdem sie das Zimmer verlassen hatte, seufzte Melany erleichtert. So kam sie um das Gedicht herum. Fast waere sie wieder eingeschlafen, als sie auf einmal jemand am Fussende ihres Bettes wahrnahm. Sie blickte auf und sah eine junge Frau in einer gruenen Hose und einem enganliegenden schwarzeb Top. "was machen Sie denn hier?", fragte Melany erschrocken. Die Frau laechelte. Melany traute ihren Augen kaum. Waren das Fluegel dort hinter ihrem Ruecken? "Melany, das ist nicht der richtige Weg", meinte sie und trat naeher an das Bett heran. "Ich weiss, dass du es kannst. Du hast bloss Angst davor, zu versagen. Sei nicht so angespannt. Niemand wird dich auslachen! Sei locker, schau auf dein Publikum herab und bring deine ganze Leidenschaft mit diesem Geidhct hervor! Ich weiss, dass du es kannst! Ich werde da sein und auf deinen Auftritt warten." Damit war sie schon wieder verschwunden und Melany starrte noch immer auf den Fleck, wo sie gerade noch gestanden hatte. "Muttiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!"

Melany rannte durch den Flur und kam gerade noch rechzeitig in das Vorbereitungszimmer. "Hey, du bist ja dich hier!", meinte Alexa, ihre beste Freundin. "Ja", Melany schluckte. Sie fuehlte, dass sie wieder nervoes wurde, doch Alexa lachelte sie bloss an und sagte: "Du wirst grossartig sein!"
Etwas spaeter wurde sie auf die Buehne gerufen. Alles Gefluester verstummte. Melany atmete tief ein. Dann begann sie:
"Abschied
Johann Wolfgang von Goethe

Zu lieblich ist's, ein Wort zu brechen,
Zu schwer die wohlerkannte Pflicht,
Und leider kann man nichts versprechen,
Was unserm Herzen widerspricht.
Du übst die alten Zauberlieder,
Du lockst ihn, der kaum ruhig war,
..."
Fuer einen Moment verstummte sie. Dann erblickte sie den Engel, der ihr zulaechelte. Sie fuehlte sich entspannt und wie aus dem Nichts kamen ihr die Worte wieder in den Sinn.
"Zum Schaukelkahn der süßen Torheit wieder,
Erneust, verdoppeltst die Gefahr.
Was suchst du mir dich zu verstecken!" Melany wurde lauter, schrie das Publikum fast an. Sie hatte sich ganz im Gedicht verloren. Der Engel, Lis-chen, laechelte zufrieden.
"Sei offen, flieh nicht meinem Blick!
Früh oder spät mußt' ich's entdecken,
Und hier hast du dein Wort zurück.
Was ich gesollt, hab' ich vollendet;
Durch mich sei dir von nun an nichts verwehrt;
Allein, verzeih dem Freund, der sich nun von dir wendet
Und still in sich zurücke kehrt."
Der Raum barst fast vor Applause und Melany strahlte. Sie hatte es geschafft! Vor ueber 100 Menschen hatte sie ein Gedicht mit ihrem ganzen Herzen vorgetragen. Sie blickte auf. Der Engel war verschwunden. Sie verneigte sich, als sie einen Luftzug spuerte. "Gut gemacht", hoerte sie die Engelsstimme fluestern. "Ich danke dir", fluesterte sie zurueck und verliess die Buehne mit dem groessten Laecheln auf ihrem Gesicht, wie je jemand sie hat laecheln sehen.

<p align=right>Shia</p>