| Arbeit von Rike [ Engelseite] | |
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| Der Engel der sieben Sünden Als ich eines schönen Tages durch die Straßen wanderte, sah ich ein kleines Mädchen, das auf der Straße saß und mit Steinen spielte. Als ich an ihm vorbei kam, fragte es mich:
"Wer bist du?" "Ich bin Rike, und du?" "Das geht dich nichts an!" sagte es barsch und mit einer unnatürlich, männlichen Stimme. "Du musst bis morgen gestorben sein." "Wie bitte?" Ich war entsetzt. "Meine Güte, ist das so schwer? Bis morgen musst du tot sein. Beeil dich! Ich habe noch andere Termine." grummelte das Mädchen (oder war es ein Mann?). "Pah, wieso sollte ich? Wer bist du überhaupt? Sage es mir, oder ich werde gar nichts machen!" trozig verschrenkte ich meine Arme vor meiner Brust. "Ich bin dein Vater." "Häh?" Das Mädchen verdrehte die Augen und aus ihr schwebte eine milchig schimmerne Gestalt. Die Gestalt eines Mannes. Auf einmal wurde mir klar, dass ich GOTT gegenüber zickig gewesen war und ihm wiedersprochen hatte. Ich fiel auf die Knie und verbeugte mich so tief, dass meine Stirn, den Boden zu seine Füßen, berührte. "Steh auf." sagte Gott genervt. Ich erhob mich, bemüht dies elegant zu tun. "Du, Rike, bist auserwählt worden, um einer meiner treusten Diener zu werden. Doch musst du dafür tot sein, wie alle anderen Engel auch. Aber kein Selbstmord! Ein unfall vieleicht..." "Natürlich. Doch erlaubet mir eine Frage." "Sprich nicht so geschwollen und frag! Aber beeil dich!!" "Ja, also... Warum ich? Ich meine man muss doch etwas besonderes dafür getan haben..." "Meine Tochter," sagte er auf einmal sehr liebevoll."Du hast schon so viele wundersame Dinge vollbracht. Wie z.B. als du zwischen den zwei Völkern verhandelt hast, die sich so sehr hassten, dass sie Jahunderte lang Krieg geführt haben. Oder als du es geschafft hast, eine ganze Nation zum Arbeiten zu bringen, die nur faul waren. Aber hauptsächlig, wegen der Geschichte vor 5 Jahren..." Es war im Jahre 1700 v.Chr. Damals lebte ich in einem Zelt. Zusammen mit meiner Mutter, meinem Vater und meinen 11 Geschwistern. Wir waren Sklaven, wie die 300 anderen Menschen, in unserem Lager, auch. Wir schuffteten in einem Bergwerk. Tag und Nacht. Die Menschen dort gehörten alle dem Adel. Meine Familie und ich waren Besitz des Hauses "van Horten". Alle Unterdrückten nahmen ihr Schicksal mit Demut hin, aber ich nicht! Ich wollte reiheit. Nicht nur für die Sklaven an unserem Bergwerk, sondern für das ganze Land, wo es überall versklavte Menschen gab. Eines Abends, als alle ihre 4 Stunden Pause zum Schlafen nutzten, packte ich meine Sachen und ging. Es war gefährlich, doch mit etwas Glück schaffte ich es. Ich wusste auch wohin ich musste. Auf die Burg "Großstein". Dort war das Herz der Habgier, das ich bekämpfen wollte.Schließlich brauchte doch kein Mensch 30000kg Gold im Leben. Nach drei Tagesreisen kam ich an. Erschöpft. Müde. Hungrig. Als ich mich noch fragte , wie ich durch das bewachte Tor kommen sollte, kam mir ein wirklich guter Zufall zur Hilfe. Ich sprang unbemerkt auf den Pferdewagen, der gerade die Wache passierteund gelangte so in den Hof. Ich hüpfte wieder runter und versteckte mich. Als es Abend wurde (und ich ausgeschlafen hatte), betrat ich eine der vielen Türen.Dieser folgte ein langer Flur und ich ging ihn entlang, bis ich zwei Wachen vor einer iesenhaften Tür erblickte. Ich überlegte. Dann hatte ich eine Idee. Ich trat so in das Licht, das die beiden Männer nur meinen Schatten sahen, der, wenn ich die Brust rausstreckte, wie der eines Offiziers aussah. "Ab ihr beiden! Ich suche euch schon seit Stunden! In den Hof, aber ein bisschen dalli!" rief ich mit einem tiefen Brustton. Die Wächter sahen sich verdutzt an und gingen durch eine viel kleinere Tür, neben der riesengroßen, einen anderen Weg als ich gekommen bin. Ich lächelte und betrat, durch das Tor, den Trohnsaal. Ich sah die Königin dort sitzen. Ehrfürchtig verbeugte ich mich. Ich war zwar gegen ihre Gesetze, doch keines Wegs unhöflich. "Wer ist da?" hörte ich es krächzen. Das wunderte mich. Diese Stimme war ganz anders, als die, die ich mir immer vorgestellt hatte. Ich sah auf und- erstarrte. Diese, mit verlaub, alte Oma sollte die geführchtete Tyrannin sein? "Ist da wer?" krächtzte es erneut. "Ähm... Ja, ich..." antwortete ich zaghaft. "Wer ist "ich" ?"wurde ich streng gefragt. "Rike. Rike aus dem Bergwerk."sagte ich mutig. Sonst hätte sich niemand aus einem Bergwerk auf 500m der Königin genähert. "Bergwerk? Was ist das?" fragte die allmächtige(?!) Herrscherin. "Darin arbeiten wir. Wir Sklaven holen Gold aus ihnen." "Wer ist "wir" ?" "Wir. Meine Familie. Unser Lager. Das ganze unterdrückte Land." "Davon habe ich noch nie gehört. Und außerdem glaube ich dir nicht! In MEINEM Land gibt es keine Sklaven." Jetzt sprach sie etwas lauter. Aber auch gefährlicher, eindringlicher. "Oh doch!" "Nein! Niemals! Geh! VERSCHWINDE!" schrie sie und musste erst wieder zu Luft kommen. Diese Verschnaufpause nutzte ich. "Es tut mir leid es Euch sagen zu müssen, meine Königin, aber ich lüge nicht." sagte ich ruhig. Die alte Frau sah mich mit großen Augen an. "Siehst du die Kugel da hinten? Bring sie mir!" befahl sie mir nach etwa 100 Atemzüge des stillen Grübelns. Nachdem ich ihr die faustgroße Glaskugel in die Hand gedrückt hatte, fing sie an in sie hinein zu starren. Nach weiteren 200 Atemzügen des Starrens, lehnte sich die Herrscherin erschöpft in ihren Thron zurück, schloss die augen und sagte: "Du hattest Recht. Danke! Ich werde es sofort ändern!" Das glaubte ich dieser schwachen Person nicht. Doch ich ging und hoffte. Ging wieder zurück. Noch immer hungrig und erschöpft. Doch als ich nach 5 Tagen in unser Lager kam, kam mir meine Mutter entgegen und rief: "Meine Kleine da bist du ja! Es gibt GROßARTIGE Neuigkeiten! WIR SIND FREI!!!!" Der letzte Satz wurde durch ein Johlen und Grölen unserer Nachbarn unterstüzt! Ich war frei |