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 Mein Haustier
 Gottes Macht
 Abgemaltes Bild
 Im Wald

  Engel der Liebe  Engel der Liebe
Wesen des Glücks

Ich wandelte in Dunkeln
ohne Ziel und voller Angst,
doch nach und nach
gesellten sich Lichtwesen zu mir
und geleiteten mich auf meinem Weg.

Das erste Wesen
schimmerte grau
und sehr vertraulich,
ich wahr froh
nicht mehr allein zu sein.

Zu Zweit wandelten wir weiter
der Ungewissheit entgegen,
doch nun mit Zuversicht.
Wenig später wurde es heller
auf dem langen Pfad.

Das zweite Wesen
erleuchtete in einem sonnenblumengelb,
dies brachte erstmals Leben
und große Gefühlsregungen
in das tiefe Schwarz.

Zu dritt wandelten wir
nun in einem matten Licht,
welches die Hoffnung schürte,
uns trug, uns verband
und bald schon Ziele zeigte.

Der einst so tritste Weg
hatte endlich einen Sinn.

Das dritte Wesen,
bracht himmelsgleiche Gefühle in mir auf,
es umspielte mich mit wärme.
Für mich mehr wert als für die Anderen,
doch fröhlich stimmend für alle.

Zu viert wandelten wir
mitten im Leben.
Durch die Dunkelheit, aber auch
durch flutendes Licht.
Egal was war, wir hatten uns, das reichte!

Durch das Leben frohen Gemüts
erhob sich ein Schatten uns zurück zu drängen.
Aus meinem grauen Wesen
wurde ein Schwarzes, kaum wiederzuerkennen,
doch blieb es trotzdem an meiner Seite.

Alles war zu verkraften,
auch wenn mein Himmelslicht
kurz verschwand,
wir sind doch alle noch beisammen
und wandeln der Zukunft entgegen.

Danke ihr Wesen des Lichts,
danke für mein Leben
und das Glück,
was nur durch euch kam.
Ich werde euch ewig dankbar sein !

  Heldentat  Heldentat
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GeDAnKenVerLoREn

Die Sonne tauchte meinen Heimatwald und das nahe liegende Meer in ein mattes Licht. Es war nicht zu warm und auch nicht schwül, also der perfekte Tag um mal wieder meine beste Freundin zu besuchen. Nichts ahnend flog ich mang den Bäumen entlang. Alles schien wie immer, schön friedlich und harmonisch. Doch schon nach einer Weile merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Normalerweise begegnete ich unterwegs den Wesen des Waldes, anderen Engeln, oder einigen Waldgeistern. Doch heute war dem nicht so. Ich hörte zwar die Vögel zwitschern, doch flogen sie nicht fröhlich umher. Gar niemand schein sich zu bewegen. Erst einmal machte ich mir keine weiteren Gedanken. Als ich bei meiner Freundin ankam war auch alles wie immer. Ihr Garten wirkte, wie schon immer, verschlafen und ihr nettes kleines Häuschen lud sehr zum erholen ein. Ich öffnete die Tür und rief: „Post ist da!“
Doch mir antwortete niemand, also rief ich noch mal. „PI, PI ??? Wo bist du?“ Ich lief durch ihr Haus und suchte sie. Schließlich fand ich sie. Sie saß mit einem Lächeln auf den Sofa. „Hey PI? Warum antwortest du nicht?“ Wieder reagierte sie nicht. Sie schien total gedankenverloren. Und nach und nach merkte ich, dass sie das wohl sein schien. Ich wusste nicht genau was los war, doch ich wollte es herausfinden. Erst einmal ging ich in den Garten um nachzudenken. Dort fiel mir wieder auf, dass die Vögel sich nicht bewegten und auch die Kate vom Nachbarn saß wie betäubt da. Es schienen alle, wie PI, die Gedanken verloren zu haben. „Wie um alles in der Welt kann so etwa passieren?“, flüsterte ich. Dann plötzlich flog ein Vogel an mir vorbei. Ich blickte sofort auf. Dieser Vogel schien nicht betroffen und vielleicht wusste er sogar, was mit den anderen passiert war. Gerade als ich ansetze um ihm hinterher zu fliegen huschte noch etwas an mir vorbei. Dieser Schatten, oder was immer es war, folgte den Vogel und einige Sekunden später… der Vogel hockte sich auf einen Stein und erstarrte, wie alle anderen. Was auch immer dieser Schatten war, er hatte etwas mit meine Freunden angestellt, dass ich nicht gutheißen konnte. Ich erhob mich in die Lüfte. Auch noch über den Baumkronen konnte ich den Schatten erkennen und ihm leicht folgen, da er mich nicht bemerkte. Nach einem kurzen Flug durch den Wald in Richtung Gebirge verschwand der Schatten in einer Höhle. Ich landete in der Nähe, so dass ich den Eingang sehen konnte. „Mein braves Wocky, diese wertvollen Gedanken... Meine Sammlung wir immer bunter.“ Diese Worte kamen von einer Gestalt mit Mantel. Er hatte die Gedanken der Anderen gebannt. So etwas nennt man schwarze Magie. Langsam wurde ich wütend. Mit einem kräftigen Flügelschlag setzte ich vor und landete vor der Höhle. „Was auch immer du gemacht hast, du machst es rückgängig!“, schrie ich schon fast. Die Gestallt streifte ihr Mütze ab und lächelte mich schämig an. Das Gesicht unter dem Mantel kannte ich nur all zu gut. „Zyber… was hast du nun schon wieder angestellt. Kann man dich nicht einmal alleine lassen?“ „Wieso alleine lassen. Ich stehe nicht unter deiner Obhut. Du hast mir gar nichts zu sagen!“, blaffte er mich an. „Du gehörst trotzdem nicht hier her!“, versuchte ich ihm klar zu machen, „du bist ein Geschöpf der Unterwelt, das wandeln auf Erden ist euch zwar gestattet, dennoch dürft ihr euch nicht einmischen!“… Ich merkte, dass es keinen Sinn hatte ihm dies alles zu erklären. Innerhalb weniger Sekunden griff ich nach meine Kreuz und dem Schattenschlüssel. Ein kleinen Gebet, eine Beschwörung und Zyber landete in einem Lichtkäfig. „Hey das ich nicht fair. Wieso darf ich nicht spielen?“, jammerte er. „Weil du anderen damit schadest, dass hast du doch wohl schon mal gelernt. Wie oft soll ich dich denn noch zurück in die Arrestzelle stecken.“, ich schüttelte den Kopf und steckte ihn im meinen Rucksack. Nun wendete ich mich dem Wocky zu. „Hey Kleiner, zeigst du mir, wie ich die Gedanken wiederbekomme? Bitte!“ Der kleine überlegte ein wenig und schaute mich dabei mit Kulleraugen an. Danach brachte er mich zu einem kleinen Schrank, öffnete ihn und ließ die Gedanken so frei. Es war ein farbenfrohes Lichtspiel. „Dankeschön!“, sagte ich zu dem Wocky und machte mich auf den Weg zurück zu meiner Freundin. Dort angekommen, stelle ich fest, dass sie gar nichts davon mitbekommen hatte. Sie war eben tatsächlich total GeDAnKenVerLoREn.

  Luzifer  Luzifer
Leuchtend klar mein Glanz,
jeden neuen Morgen beschwöre ich herauf,
doch habe ich Neider,
der Anzahl vieler.
Gott, ich soll dich verehren,
wofür?
Heroisch blickst du herab,
genießt deine Schöpfung,
doch siehst nicht,
wie's wirklich um sie steht.
Stattdessen siehst du nur mich
und beneidest mich um meinen Glanz,
um mein Wohlwollen bei den Menschen.
Voll Frevels stößt du mich ins Feuer.
Schreibst neue Wörter,
verbreitest Lügen,
bannst mir alle Sünden auf.
Doch wage ich mich zu währen.
Den Kampf nehme ich auf,
finde Verbündete
und schlage zu.
Doch verflucht seien deine Jünger,
mit aller Macht und deinen Trickserei.
All meine Mühen um sonst.
Auf Ewig werde ich hier brennen
in feurigem Pfuhl und Schwefel.

  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
Nicht allein

Einen Engel direkt habe ich noch nie gesehen, aber die Anwesenheit von einem reinen Wesen habe ich gespürt. Ich könnte mir denken, dass die Wesen ein Engel war.
Es war ein Freitag, nach der Schule ging ich mit meiner Familie zum Friseur (zu meiner Tante). Danach stand ein Besuch bei meinem Opi im Krankenhaus an, er hatte eine Lebertransplantation hinter sich und lag zwischendurch auch im Koma. Meine Mutter, mein Bruder und meine Omi hatten ihn schon öfter besucht. Ich hingegen hatte mich diesem Besuch bis jetzt widerstrebt. Ich wollte ihn einfach nicht sehen, nicht so. Als wir auf der Station angekommen waren, da erhaschte ich erst einmal nur einen kurzen Blick in das Zimmer, da sie Schwester uns wieder rausschickte. All meine Muskeln krampften sich zusammen. Nach einigen Augenblicken, bat die Schwester die ersten beiden Besucher herein, zu denen ich auch zählte. Ich wollte nicht, doch meine Mutter motzte mich regelrecht zu, dass ich mich doch nicht so haben solle. So ging ich hinein und setzte mich vor meinen Opi. Ich konnte ihn kaum anschauen. Und schließlich begann ich einfach nur zu heulen. Ich hielt es nicht aus, mein Herz schien zu zerspringen. Ich schaute nur auf den Boden und weinte. In meinem Kopf spielten sich die schrecklichsten Szenen ab. Ich sah den Tod meines Opi's und noch schlimmeres. Nach einer Weile verschwanden plötzlich all diese Gedanken und ich hatte plötzlich Kraft. Ich schaute auf und meinem Opi direkt in die Augen. Er weinte auch, doch er war glücklich. In diesem Moment, als all meine schrecklichen Gedanken verschwanden und ich Kraft schöpfte, da spürte ich, dass ich nicht allein war. Durch diese Anwesenheit, des Unbekannten, konnte ich den Rest des Besuches überstehen. Ich brachte zwar kein Wort heraus, doch ich konnte mich überwinden und meinen Opi so glücklich machen. Als der Besuch vorbei war, da verließ mich diesen Wesen auch schon wieder. Meine Gedanken kamen wieder und ich musste wieder weinen. Doch ich war dankbar, dass ich für meinen Opi die Kraft dieses Wesens leihen konnte.
Ob dies nun ein Engel war oder nicht, dass weiß ich nicht, doch möglich ist es, oder?

  Parabel des Elements  Parabel des Elements
-Es ist, was du daraus machst-

Nauralass war eines von den Kindern, die es nicht leicht hatten. Kurz nach ihrer Geburt starb ihre Mutter an Krebs und als sie etwa 8 war starb ihr Vater in einem Krieg. Da die staatliche Organisation in ihrem Land nicht besonders gut war kam sie nicht in ein Heim, sondern verbrachte ihr Leben grĂ¶ĂŸtenteils auf der Straße. Sie musste schon frĂŒh lernen, dass das Leben kein Wunschkonzert ist. Anfang spielte sie Tag fĂŒr Tag in einem Park und genoss ihre kindliche NaivitĂ€t. Sie hatte noch ein wenig essen von zu hause, doch die hielt nicht lange. Und so lernte sie schon frĂŒh, wie man unauffĂ€llig ohne Geld einkauft. Sie wusste es ja nicht besser. Nach und nach gewöhnte sie sich an dieses Leben. Doch zufrieden war sie nie. Mit etwa 14 kam die erste grĂ¶ĂŸere Straftat in Form einer Körperverletzung gegenĂŒber eines Marktstandbesitzers, der sie beim klauen erwischt hatte. Der Mann erlitt eine GehirnerschĂŒtterung und da in der Hektik keine brauchbaren Zeugenaussagen zustande kamen, konnte ihr diese Tat nicht angerechnet werden. Ihr Leben ging immer nur gerade so voran, doch meist bergab. Und dieses Leben endete nun schon im zarten alter von 18 Jahren.
Und um mich endlich mal in diese Story mit rein zubringen. Meine Aufgabe war es nun, Nauralass nach ihrem Tot zu begleiten. Außerdem musste ich ihr die Mitteilung ĂŒberbringen, dass sie fĂŒr die Hölle eingeschrieben war. Ich konnte mir denken, dass sie nicht begeistert sein wĂŒrde. „Wie jetzt? Ich musste mein ganzen Leben leiden. Ich hatte nie eine Chance! Und nun soll ich auch noch in der Hölle schmoren? Nein das ist wohl nicht dein Ernst!?“, schrie sie mich regelrecht an. „Ja also, so ist das nun wieder auch nicht. Und die Hölle ist auch nicht so schlimm.“, startete ich einen ErklĂ€rungsversuch. Allerdings unterbrach Nauralass mich sofort wieder: „Ne, so lĂ€uft das nicht. Ich denke nach dem Tot soll es besser werdenïżœâ€œ Und wĂ€hrend sie mir immer neue Argumente und Schimpfwörter entgegenprasseln ließ, brachte ich sie auf direktem Weg zu den Pforten der Hölle. Sie schwebte neben mir in einem aus Energie geformten Schutzschild. Ich bracht sie sanft zu Landung. Genau in dem Moment verstummte sie. Die Pforten schienen ihr Angst zu machen. „Keine Argumente mehr?“, fragte ich vorsichtig? „Muss ich wirklich, gibt es gar keinen Ausweg?“, entgegnete sie mir. „Da du nun scheinbar eher wortkarg bist, dann höre mir einfach mal zu! Ob Himmel oder Hölle ist egal. Es geht darum, wie du es siehst. Du hast in deinem Leben viel falsch gemacht, vielleicht auch weil du es nicht besser wusstest. Aber auch so, waren es Fehler und wegen diesen Fehlern wurde die Hölle fĂŒr dich ausgesucht. Doch ich finde Angst ist hier nicht angebracht. Die Hölle mag alleine schon komisch sein und durch diese zwielichtige Art auch gefĂ€hrlich scheinen. Doch der Himmel ist genauso zwielichtig. Es gibt Streit wie auf der Erde. Es gibt viele Regel an die man sich halten muss und in der Hölle ist das nicht anders. Also wenn man es genau betrachtet, dann sind Himmel und Hölle genau wie die Erde, bloß, dass es eben eine andere Umgebung ist.“ Ich nahm sie an die Hand und fĂŒhrte sie durch die Pforten. Die dunklen HöhlengĂ€nge der Hölle sahen nicht gerade einladend aus, doch man musste nur wissen, wo man suchen musste, dann war alles halb so schlimm. Also brachte ich sie zu meinem Stiefbruder. Marcel war hier unten geboren und kannte jeden Winkel. Ich bat ihn, ein Auge auf Nauralass zu haben. So dass sie die Richtigen DĂ€monen als Freunde bekam und nicht wie zu ihrem Erdenleben auf die schiefe Bahn geriet. So ließ ich das MĂ€dchen in der Hölle zurĂŒck. Und was soll ich euch sagen, heute, etwa 4 Monate spĂ€ter, möchte sie dort gar nicht mehr raus. Auch wenn sie als einfache Tote nichts zu sagen hat und nichts bewegen kann. Sie hat begriffen, dass der Ort, wo du lebst und die Situation immer das ist, was du daraus machst. Und dass egal wie verschieden etwas scheint. Es doch immer Gemeinsamkeiten gibt.

  Krieg der Engel  Krieg der Engel
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~Krieg~

Stolzen Hauptes
geht ihr in die Welt,
das Schwert fest in der Hand zum Kampf bereit,
das Schild zum Schutz dabei.

Ihr seid fĂŒr alles bereit,
trotzt jeder Gefahr,
schwankende GefĂŒhle schwĂ€chen euch,
alles zehrt und begrÀbt den Mut...

Das Schild scheint geschwÀcht,
der Wille gebeugt,
doch das Schwert wird erneut erhoben,
der Sieg scheint greifbar nah.

Auf dem Feld herrscht Stille
eure Hoffnung hat die Freude geschĂŒrt.
Wiegt euch in Sicherheit,
doch aus dem Hinterhalt...

... er trifft,
das Schild zerbarst.
Du siehst sie fallen
und es bricht dein Herz.

Der Morgenstern er lacht,
zum Sieg, so scheint’s
ist er gemacht

voller Kraft erhoben zum letzten Schlag.

Gefallene Engel, DĂ€monen

Auf ewig sollen sie herrschen?
Niemals kann dein geschundenes Herz,
solch Pein, solch Schmach ertragen.

Der letzte Kampf,
nur du und er
 auf Teufelsklinge,
gewiss wÀr dies nur ein Sieg auf Zeit,
doch ein Sieg, welcher geschichtstrÀchtig wÀre.

So zögert man

So hofft man

So bangt man

Um des Verlaufes der himmlischen Schlacht.

  Freundschaft mit einem Engel  Freundschaft mit einem Engel
Viel Arbeit

Eigentlich war es ein ganz normaler Tag. Ich saß in meinem Garten und genoss die Sonne, doch plötzlich wurde es stock dunkel und das mitten am Tag. Im selben Moment vernahm ich die Stimmen vieler neuer Seelen. Das hieß dann wohl nix da mit ausruhen, auf zur Arbeit. Als ich am Schleusentor ankam staunte ich nicht schlecht. So viele Seelen hatte ich lange nicht mehr an einem Tag. Doch irgendetwas schien merkwĂŒrdig. Es waren ĂŒberwiegend alte Leute und ich konnte niemanden auf meiner Liste finden. Es musste auf der Erde irgendetwas Unvorhergesehenes passiert sein. Doch das sollte mich nicht interessieren, meine Aufgabe war es nun diese Seelen an ihren bestimmten Platz zu bringen. Also ging ich meiner Arbeit nach und musste feststellen, dass es heute besonders anstrengend war. Nun gut, es war immer anstrengend wenn Menschen starben ohne genau zu wissen warum. Jeden einzeln zu erklĂ€ren, dass er doch schon ziemlich alt sei, stieß dabei nicht auf Zuspruch. Abends fiel ich hundemĂŒde ins Bett. Hoffentlich kommt das jetzt nicht allzu oft vor, dachte ich. Am nĂ€chsten Morgen schien alles wieder normal. Ich holte die Post und setzte mich zum FrĂŒhstĂŒck. Ein Brief von der Obrigkeit? Ich war verwundert und hoffte, dass ich Gestern nicht eine Seele ĂŒbersehen hatte, das gĂ€be Ärger. RĂŒcksendeauftrag! Bitte? Ich sollte alle Seelen von Gestern zurĂŒck zur Erde bringen, die gestrigen Ereignisse, welche mit der neuen schwarzen Sonne zu tun hatten wurden ins Zeitgeschehen aufgenommen und deshalb wĂ€ren die Seelen zurĂŒck zu senden. Wer zum Donnerwetter noch eins hatte den bitte eine schwarze Sonne erfunden? Und wieso musste ich darunter leiden
 Alles Zaudern half ja doch nichts, also machte ich mich wieder auf den Weg zum Tor. Dort angekommen holte ich meine Liste von gestern und begann die Seelen wieder einzusammeln. Bei jedem einzeln musste ich einen Zauber sprechen, damit er/sie/es sich an nichts erinnerte und einfach weiter leben konnte und am Ende hatte ich noch das GlĂŒck das sich einige Seelen in der Zeitschleife verfangen hatten. Das kam dann vor, wenn die Engel etwas in der Zeit geĂ€ndert hatten. Nachdem auch dieser Tag zu Ende war flog ich auf dem Heimweg in der Stadt vorbei, ich wollte doch zu gerne wissen, wem ich die ganze Arbeit zu verdanken hatte. In der Stadt bekam ich mit, dass sie Merve hieß und einer unserer Neulinge war. Wegen so einem Tollpatsch hatte ich so viel Arbeit? Ich war wĂŒtend und machte mich auf den Weg zu ihr, um ihr mal ein paar Worte zu sagen. Bei Merve angekommen musste ich nicht einmal klingeln, denn sie war im Garten zu Gange. „Bist du die schwarze Sonne?“, fragte ich etwas zickig. „Ja ^^. Und du bist?“ entgegnete sie mir locker. „Ist eigentlich egal, wollte nur mal hören wie du zu der Ehre gekommen bist, dass sie wegen dir die ganze Zeit geĂ€ndert haben.“, fuhr ich barsch zurĂŒck. Merve fing freudestrahlend an zu erzĂ€hlen. Desto mehr sie erzĂ€hlte, desto weniger konnte ich sauer auf sie sein. Ich hatte schließlich auch einen eher schlechten Start hier und ich glaube in ihrer Situation wĂ€re es mir Ă€hnlich ergangen. Als sie fertig war mit erzĂ€hlen seufzte ich: „Nagut, pass aber in Zukunft ein bisschen besser auf, ja! Denn Änderungen in der Zeit machen Engeln wie mir das Leben echt schwer.“ Ich wollte gerade wegfliegen, da entschuldigte sie sich so ausgiebig bei mir, dass ich anfing zu lachen. Also entschuldigen musste sie sich nun echt nicht, passiert war passiert, konnte ich mit leben. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte blickte ich in ein verwirrtes Gesicht. „Darf ich einen Tee haben?“, fragte ich. Merve nickte und rannte in die KĂŒche um gleich darauf mit Tee und Kuchen wieder in den Garten zu kommen. Wir setzten uns und ich erzĂ€hlte ihr ein wenig von mir. Unser GesprĂ€ch dauerte fast bis zum nĂ€chsten Morgen. Sie ist eine nette Person, ein wenig unbeholfen, aber nett ^^ Seit dem treffen wir uns öfter und sind schon recht gute Freunde geworden.

  Vergangenheit  Vergangenheit
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ErblĂŒhen

Wie fast jeden Tag war ich Skaten und powerte mich so vollkommen aus. Im Internat liefen gerade die Vorbereitungen fĂŒr den Abschlussball. Ich war nun schon 14 Jahre auf dieser Schule, doch nie gab es so viel Aufwand um diesen Tag wie in diesem Jahr. Als kleines MĂ€dchen habe ich die OberschĂŒler immer bewundert, sie sahen aus wie Prinzessinnen und Prinzen. Da ich im Kindergarten eher ein einsames Kind war, wollte ich irgendwann genau wie sie sein. Doch nach und nach verlor ich das Interesse daran, denn auch wenn ich nun Freunde hatte, ich hatte immer noch niemanden, der stolz auf mich war, keine Familie
 niemanden der mich bewundern konnte, wenn ich dort stand und mein Zeugnis bekam. Bis hin zum Abschlusszeugnis hatte ich noch ein paar Jahre, doch meine Freundinnen machten seit ein oder zwei Jahren solch einen Aufriss um diesen Abend, dass ich es niemals vergessen konnte. Wir jĂŒngeren durften stets mit auf den Ball, wir saßen am Katzentisch, doch die meisten nutzten diesen Abend um auf sich aufmerksam zu machen. „Schließlich muss man den Jungs schon frĂŒh zeigen, wer am meisten zu bieten hat!“, sagte Miri immer. Sie war meine beste Freundin soweit man das sagen konnte, denn wir waren urverschieden. In diesem Moment machte sie wahrscheinlich eine Gesichtsmaske und irgendwelchen anderen Schönheitskram. Nach einer kurzen Pause wollte ich mich gerade wieder aufs Brett schwingen, als ich beim aufstehen jemanden um schupste. Ich hatte mal wieder meine Gedanken ĂŒberall, die Ohren voller Musik und die Augen auf den Boden gerichtet. Ich war echt ein Tollpatsch und zu sehr vertrĂ€umt. „Hast du dir was getan? Das tut mir voll leid!“, bekundete ich. Als ich meinem “Opfer“ die Hand reichte bemerkte ich erst, dass es __ war, er ging in meinen Jahrgang, war allerdings ein Jahr Ă€lter als ich. „Nix passiert! Nur ein paar blaue Flecken, aber das ist hier ja normal!“, sagte er mit einem LĂ€cheln und tĂ€tschelte sich den Hinterkopf. Als er aufblickte schaute er ein wenig verwundert. „Was machst du denn hier? Ich dachte alle MĂ€dchen wĂ€re um diese Zeit mit Haare machen oder Ă€hnlichem beschĂ€ftigt!“, dieses Mal lachte er sogar. Ich glaube er wusste nicht einmal wer ich bin. Ich bin und bleibe eben doch ein MauerblĂŒmchen, dachte ich. „Nein, das ist nicht so ganz mein Ding.“, antwortete ich verlegen. Er grinste nur uns hielt mir seinen ausgestreckten Arm mit einer Faust hin. Diese Geste kannte ich nur zu gut, es war eine Aufforderung zum „SKATE“, ein netter kleiner Wettkampf unter Skatern ^^ einer macht einen Trick vor und der Andere macht ihn nach, wenn man einen Fehler macht, kassiert man einen Buchstaben, wenn das Wort voll ist, dann hat man verloren. Wir spielten eine ganze Weile gegen einander, er war echt nicht schlecht, eigentlich nicht besser als ich, doch irgendwie konnte ich mich nicht konzentrieren. Er sah so elegant auf dem Brett aus. Nachdem ich dann endlich verloren hatte, fielen wir beide auf die Wiese. „Du bist gut! HĂ€tte ich nicht gedacht, so fĂŒr
“, er stockte. „FĂŒr ein MĂ€dchen, wolltest du sagen.“, ergĂ€nzte ich ihn mit einem LĂ€cheln. „Weißt du, den Spruch kenne ich ^^ aber wenn man sich nicht so viel um MĂ€dchenkram kĂŒmmert, dann hat man halt Zeit fĂŒr andere Dinge.“ Wir lagen eine Weile da und dann traute ich meinen Ohren nicht. „Sage mal, gehst du heut Abend auch auf diesen Ball. Ist ja eigentlich ne lĂ€cherliche Veranstaltung, aber
 naja“, er grinste, „
 mit dir wĂ€re es sicher lustig!“ Ich wusste echt nicht, was ich sagen sollte, ich fĂŒhlte wie die Farbe aus meinem Gesicht wich und mein Magen sich umdrehte. Damit er nicht merkte, dass ich augenscheinlich nervös war (warum ich, sowas lĂ€sst mich doch sonst auch kalt!), legte ich meinen Arm ĂŒber das Gesicht, als wĂŒrde ich mich vor der Sonne schĂŒtzen wollen. „Soll das eine Einladung werden? Wenn ja, dann war das nicht sehr elegant!“, entgegnete ich. Dann stand ___ auf und ging in Richtung Jungstrackt. „Dann also bis heute Abend, so um sieben an der Haupttreppe!“ Das sagte er so einfach und ließ mich sitzen. Ich konnte es nicht fassen. Sollte das so etwas wie ein Date werden
 Mit einem Mal sprang ich auf. Die anderen MĂ€dchen waren seit Wochen damit beschĂ€ftigt sich auf diesen Tag vorzubereiten, wie zum Himmel sollte ich diese Vorbereitung innerhalb von Stunden aufholen. Hektisch rannte ich zurĂŒck auf mein Zimmer. Wie erwartet war Miri gerade dabei die letzte Schönheitsbehandlung abzuschließen. Völlig außer Atem stand ich im TĂŒrrahmen. Miri schaute mich nur verwundert an. „Ich, __, er, Ball,
.“, stotterte ich. „Jetzt beruhig dich doch mal, was hat ___ getan, dass du so verwirrt bist?“, sagte sie wĂ€hrend sie mir bedeutete mich zu setzten. Ich erzĂ€hlte ihr, was in der letzten Stunde so passiert war. Kaum das ich fertig war, sprang sie vom Bett auf und quietschte. „OMG, er hat dich aufgefordert. Der Schwarm aller MĂ€dchen, möchte ausgerechnet mit dir zum
Ball gehen. Weißt du eigentlich, was das fĂŒr eine Ehre ist. Was willst du ĂŒberhaupt anziehen und hast du dich mal angeschaut, deine Haare, diese blauen Flecken, das geht gar nicht
.“ Miri plapperte und plapperte. Es war beinahe so als wĂ€re sie in meiner Situation und deshalb so aufgeregt. „Ich dachte ich kann so gehen, oder zumindest so Ă€hnlich.“, antwortete ich achselzuckend. Ihr Blick sagte mir, dass das genau die falsche Antwort gewesen war. Sie fing an zu Grinsen und ich wusste, dass sie dafĂŒr sorgen wĂŒrde, dass ich “ordentlich“ aussehen wĂŒrde. So war es dann auch. Zum ersten Mal in meinem Leben durchlief ich die gesamte Prozedur des MĂ€dchendaseins. Augenbrauen, Haare, Gesichtsmaske, etc.. WĂ€hrend ich so da saß und diese Wundermittel auf mich wirken ließ, kramte Miri in ihrem Schrank rum. Nach gefĂŒhlten 12 Stunden, waren wir fertig. Ich stand vor Miri‘s großem Spiegel und konnte meinen Augen nicht trauen. Meine Haare sahen aus wie aus einem Magazin, total locker und weich, Miri hatte sie ein wenig durch gestuft, wie sie mir erklĂ€rte. Meine blauen Flecken hatte sie so gut es geht mit Makeup ĂŒberdeckt und auch im Gesicht hatte ich mehr Farbe als sonst. Doch das ungewöhnlichste fĂŒr mich, was das Kleid, welches sie aus den Tiefen ihres Schrankes gekramt hatte. Es war im Nacken zusammen gebunden und bis kurz unter die Brust schwarz. Unter der Brust hatte es ein ebenfalls schwarzes Band, weiterhin fiel es locker herab in einem leuchtenden Blau Ton. Miri erklĂ€rte mir, dass es ein Babydollkleid sei. Eigentlich interessierte mich das nicht wirklich. Ich wollte eigentlich nur wissen, was dieser ganze Aufwand bringen sollte, schließlich war ich neu auf dem Gebiet der Weibersachen. Zehn Minuten nach Sieben kam ich dann die Haupttreppe hinunter. Miri meinte, eine echte Dame kommt immer zu spĂ€t. Irgendwie fand ich das albern, doch __ hatte es verdient, dafĂŒr dass er mich vorhin so hatte sitzen lassen. Er stand am Fuße der Treppe, als er mich bemerkte drehte er sich herum und schien wie erstarrt. Auch er hatte sich in Schale geworfen, mit Hemd und so
 „Du siehst bezaubernd aus!“, empfing er mich. „Danke!“, entgegnete ich mit einem schĂŒchternen LĂ€cheln. Wir gingen gemeinsam in Richtung des großen Saals in dem der Ball stattfand. Der gesamte Abend war traumhaft. Ich hatte noch nie erlebt, wie angenehm es doch ist, ab und an ein echtes MĂ€dchen zu sein. Dass ich nach einer Weile locker wurde fiel auch den anderen auf und seit dem nahmen mich alle anderen irgendwie anders wahr.
Nach dem Ball traf ich mich öfter mit __ zum Skaten. Er erzĂ€hlte mir irgendwann, dass er es total toll mit mir fand auf dem Ball, doch ich sei ihm auch als Kumpel sehr recht. Wer hĂ€tte gedacht, dass ich beides sein könnte, das sture, eigensinnige MĂ€dchen, welches sich gerne zurĂŒck zieht und ein typisches MĂ€dchen ^^

  Engel des Hasses  Engel des Hasses
Hass auf Ewigkeit

Altes Wesen mit tiefem Groll,
was bewog dich,
was hat dein Herz vereist?
Bringst den Menschen Leid,
lehrst sie das FĂŒrchten vor sich selbst.
In deiner Gegenwart
verstummen die Vögel,
erlischt das Licht und
jede Hoffnung.
Was brachte dich dazu?
Wieso verschmĂ€hst du jedes gute GefĂŒhl.
Verbreitest deinen Groll,
zeigst jedem, dass Hass dich erfĂŒllt.
Ist es nur Schicksal,
was dich in diese Ketten zwÀngt?
Sitzt tief der Schmerz,
aus vergangenen Zeiten?
Kann nicht glauben,
dass es ein Wesen geben soll,
welches nur aus Hass besteht
und nur des Hasses wegen lebt.
Versuche dich zu finden,
versuche dich zu erreichen,
versuche zu zeigen,
dass selbst wenn das Schicksal,
dir den Hass bestimmt,
so ist es an dir,
daraus zu entfliehen!

  Das Gespräch  Das Gespräch
Gotteshilfe

So erhöre meine Stimme,
du der gnÀdige Vater,
habe dir ewige Treue geschworen,
werde mein Wort nie brechen,
doch erbitte ich hier und da
deine göttliche grenzenlose Hilfe.

Mein Werk tÀglich gelingt,
doch in Zeiten wie diesen,
der Krieg auf Erden,
verderben der menschlichen Seel,
erschwert sich mein Weg.
Möchte leiten die Seelen,
doch bin ich eingeschrÀnkt
in dieser Triade,
in meinem Schaffen beklemmt.
Meine Macht nicht genĂŒgt,
in Zeiten wie diesen.

So gestatte mir,
ein Teil deiner Kraft,
einen Engel zur Seite,
was eurer Gnaden meine genĂŒgt,
zu leihen, zu verstÀrken,
dass mein Werk gelinge


In eurer Hand,
liegt das gelingen,
liegt werden der Seelen.