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Wie so oft streifte ich mal wieder durch das Krankenhaus, von dem ich euch bereits erzählte. Ich blieb stehen und schaute mich um. Da stand sie .. ein Mädchen von 5 Jahren. Der Gang war relativ voll und doch schien es, als ob mich das Mädchen direkt anschauen würde. Am Anfang hielt ich es für Einbildung, schließlich war ich für die Menschen nicht sichtbar. Plötzlich drehte sie sich weg und verschwand in ihrem Zimmer. Neugierig lief ich hinterher. Die Kleine lag bereits wieder in ihrem Bett und schaute starr aus dem Fenster. Nach einem kurzen Blick durch den Raum, setzte ich mich zu ihr ans Bett und wartete. Ich wollte ihren Blick bereits als Einbildung abstempeln, als sie sich auch schon zu mir wendet und traurig lächelt. „Hallo …. bist du ein Engel?“ Ich nickte leicht „Ja.“ Sie senkte leicht den Blick „Heißt das, dass ich bald sterben werde? Ich habe mal gehört, dass man Engel sieht, wenn es soweit ist.“ Ich schüttelte sachte den Kopf „Nein. Für den letzten Weg sind Andere zuständig. Ich bin nur hier um dir etwas Gesellschaft zu leisten. Man sollte nicht allein sein, wenn man im Krankenhaus liegt. Man nennt mich Teddy und du bist …. hmm Alice?“ Verwundert schaute das Mädchen auf. „Ja! Aber woher weißt du das? Keiner besucht mich, also hast du ihn nicht gehört und auf das Blatt ...“ sie deutete auf das Fußende ihres Bettes „... hast du auch nicht geschaut.“ Die Überraschung wich erneut der Traurigkeit „Keiner besucht mich .. meine Tante hat keine Zeit und meine Eltern sind … im Himmel.“ Schüchtern stahl sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen „Kennst du meine Mama und meinen Papa?“ Ich musterte sie einen Moment und lächelte „Du bist ein schlaues Mädchen. Ja ich kenne die Beiden. Sie beobachten dich oft vom Himmel aus. Deshalb bin ich nun auch hier. Sie wollten nicht, dass du alleine bist.“ Beinahe flehend fragte sie „Können sie mich nicht besuchen?“ Ich tätschelte ihr die Hand und nickte „G ewiss können sie das .. ich werde sehen, was sich machen lässt. Aber nun schlaf erstmal. Denn wer gesund werden will, muss ausgeruht sein.“ Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten ehe sie wirklich einschlief. Kurz darauf verschwand ich wieder, um mein Versprechen einzulösen.
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