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| Engel der Liebe |
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Niemand will einsam sein
Jeder sehnt sich nach Liebe. Niemand will einsam sein Jeder braucht die Liebe Niemand will einsam sein Wer kann leben, ohne die Liebe? Niemand will einsam sein Wer kann sie brauchen, die Liebe? Niemand will einsam sein Deshalb braucht sie jeder, die Liebe. Niemand will einsam sein Wer kann sie geben, die Liebe? Niemand will einsam sein Jeder gibt Liebe, denn jeder bekommt Liebe Von wem? Von Mir, denn ich bin der Engel der Liebe |
| Heldentat |
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Sie war ein ganz junger Engel. Ihr Name war Hi, das bedeutete Feuer. Aber von allen wurde sie nur Flämmchen genannt, denn Hi war nicht stark genug, um ihre Kraft, die Kraft des Feuers, einzusetzen. Hi war einsam und traurig und beschloss eines Tages, den Himmel und die Engel, die sie hänselten, zu verlassen.
„Gott, ich möchte nicht mehr hier im Himmel bleiben. Die anderen Engel mögen mich nicht und ich möchte so gerne Freunde haben“, sagte sie. Gott war einverstanden und Hi durfte auf die Erde, die anderen Engel tadelte er und wies sie zurecht. Aber Hi war nun auf der Erde und versuchte den Engeln, die auch auf der Erde wanderten, aus dem Weg zu gehen. Sie war traurig und glaubte selbst hier, unter den Menschen, die selbst nicht perfekt waren, könnte sie keine Freunde finden. Aber dann traf sie auf Esperanza. Ein Mädchen, das für ihr Alter zu zierlich und klein wirkte, sie wurde bald 18. Ihre Klassenkameraden und anderen Bekannten nannten sie Nesthäkchen, weil sie so zierlich war. Auch Esperanza war traurig, doch da fasste sich Hi ein Herz und ging auf Esperanza zu. Die beiden unterhielten sich und Hi vertraute Esperanza so stark, dass sie ihr sogar ihr größtes Geheimnis verraten wollte, denn Esperanza hatte Hi wieder Hoffnung gegeben, wie ihr Name sagte. „Weißt du Hi, ich wollte den anderen schon immer beweisen, dass ich kein Nesthäkchen bin und dass ich nicht so schwach bin. Ich will ihnen zeigen, dass ich auch stark sein kann“, sagte Esperanza. Hi verstand sie nur zu gut und dann wagte sie es wirklich: „Esperanza, ich bin ein Engel. Nur ein kleiner, aber ich bin ein Engel“. Hi dachte, dass ihre Freundin lachen würde, doch sie umarmte Hi und dankte ihr für das Vertrauen. Nur eine Woche später fand ein Abi-Ball an Esperanzas Schule statt und sie ging mit Hi dorthin. Hi spürte, dass etwas nicht stimmte, sie spürte einen Dämon und bekam Angst. Sie flüsterte es ihrer Freundin zu und beide waren den Abend über wachsam. Plötzlich brach ein Feuer aus und Schüler und Lehrer stürmten zu den Ausgängen, doch der Haupteingang und auch die Notausgänge waren versperrt. Panik breitete sich aus, nur Hi und Esperanza bleiben ruhig. Esperanza rannte durch das Feuer und kletterte an einem Seil bis zur Decke hinauf, um durch ein Dachfenster aus der Turnhalle zu gelangen. Alle Schüler, wurden ruhig und sahen, wie sich das zierliche Mädchen Zug um Zug zur Decke hinaufhangelte, selbst als das Seil Feuer gefangen hatte. Niemand achtete auf Hi. Aber als Esperanza an der Dachluke war, konnte sie sie nicht öffnen, auch die Luke war verschlossen. Hi sah hilflos zu, das brennende Seil würde nicht mehr lange halten und nun loderten schon Flammen am Kleid ihrer Freundin. Esperanza schrie nicht. Hi konzentrierte sich auf ihre Freundin und in diesem Augenblick war ihr nichts wichtiger, als Esperanza. Das Heiße Seil verbrannte Esperanzas Hände, doch noch immer schrie sie nicht. Plötzlich entfesselte sich die ganze Kraft von Hi und ein Feuerstrahl ging von ihrer Aura aus, und durch His Flammen wurde die Dachluke aufgesprengt. Da sie das Feuer nun kontrollieren konnte, löschte sie auch das Feuer am Seil und am Kleid von Esperanza. Mit letzter Kraft zog diese sich hoch und rannte übers Dach. So schnell wie möglich öffnete sie die Notausgänge und alle waren ihr Dankbar. Aber Esperanza sah Hi nicht. Hi war noch in der Turnhalle und stand dem Dämon gegenüber, der das Feuer gelegt hatte. Esperanza stand in der Tür und sah die beiden in den Flammen stehen. Wieder entfesselte Hi ihre Kraft und vernichtete den Dämon, der sonst sie vernichtet hätte und durch ihr magisches Feuer reinigte Hi die Seele des Dämons. Dann löschte sie die restlichen Flammen, noch ehe die Feuerwehr auftauchte. Arm in Arm gingen die Beiden! Heldinnen aus der Turnhalle und wurden bejubelt. Beide hatten bewiesen, dass sie stärker waren, als es den Anschein hatte. Esperanza wurde ins Krankenhaus gebracht, damit ihre Verbrennungen versorgt werden konnten und Hi stieg auf in den Himmel und trat vor Gott, der sie lobte. Und auch die anderen Engel lobten die kleine, starke Hi. Esperanza und Hi blieben Freunde, bis nach Esperanzas Tod und noch viel länger, denn ihre Seele lebte Ewig. Hi war ihrer Freundin endlos dankbar. Nun waren sie Beide Heldinnen. Hi hatte es geschafft, ganz allein. | |
| Luzifer |
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Ich bin der Engel, der fiel.
Mein Herz wurde zu Stein. Es wurde zu Stein, als ich dich vor mir sah, ich kann nicht ohne dich sein. Ich stand an den Klippen, dacht ich seh dein Gesicht, sehnte mich nach deinen Lippen, die meinen Namen flüstern. Ich dachte, ich hörte deine Stimme, doch du warst es nicht. Du bist der Engel der Gebete, sprichst sie für jedes Wesen. Spare dein letztes Gebet für den Gefallenen, dem du einst dein Herz versprachst. Ich dachte, unsere Liebe sei unsterblich, wie wir. Alles, was mir noch bleibt, sind Tränen Und die Erinnerung an dich. Sprich ein letztes Gebet, für den Gefallenen, dem du einst dein Herz versprachst. Ich bin der Engel, der fiel, mein Herz gehört dir. Sprich ein letztes Gebet, für mich, dem du einst dein Herz versprachst. Denn ich bin Lucifer, der Engel, der fiel |
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| Begegnung mit einem Engel |
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Ich war grade auf dem Weg von der Schule nach Hause, als ich so ein komisches Gefühl hatte. Anstatt in meine Straße einzubiegen, ging ich einfach weiter in Richtung Park. Es war kein sonderlich schöner Park, aber ab und zu setzte ich mich dort auf eine der Schaukeln und ließ die Zeit an mir vorüberziehen. Aber an diesem Tag hatte ich eigentlich sehr viel zu tun,, weshalb ich nicht recht verstand, warum ich zum Park ging. Die Sonne versank langsam hinter den Bäumen, da es schon spät war und es war auch schon ziemlich kalt, aber das störte mich nicht, obwohl ich eigentlich immer friere...
Aber was ich dann bei dem großen Teich sah, ließ mich erstarren. Das Wasser schien zu brennen und in den Flammen tanzten Mädchen. Diese Mädchen sahen recht hübsch aus, aber sie hatten finstere Gesichter, die alles andere als Freundlich wirkten.. Und sie trugen keine Kleider, sondern das Feuer legte sich um ihre Körper. Dazu sangen sie Lieder mit grausigen Stimmen, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. Ich wusste nicht, was ich tun soll und dann hielten sie plötzlich inne. Sie hatten mich bemerkt und ihre feurigen Blicke fesselten mich auf der Stelle. Ich konnte mich nicht mehr bewegen und ich wusste nicht mehr ein noch aus. Die Feuergestalten kamen auf mich zu, dämonische Formeln wispernd. Ich wollte schreien, aber ich konnte es nicht, wollte weglaufen, bewegte mich aber nicht. Panik ergriff mich , doch ich war völlig hilflos. Sie kamen immer näher und ihre vermeintlich hübschen Gesichter wurden zu Fratzen. Langsam begann ich die Worte zu verstehen, obwohl es eine völlig fremde Sprache war: „Dein Leben... Kein Engel... Du wirst Sterben... Die Hölle dein Heim“. Und das waren noch die harmlosesten Wendungen, die sie gebrauchten. Mir wurde übel und ich wusste, dass mich jetzt nichts mehr retten kann. Doch dann rief eine Stimme: HALT!!!“. Die Feuerdämonen wichen zurück und ich dachte, ich sei gerettet, doch aus der Dunkelheit tauchte eine noch bedrohlicher wirkende Gestalt auf. Ein Mann, aber sein Schwarz-rotes Gesicht, von Narben durchzogen, war nicht freundlich. Und seine Augen, schwarz und ohne Glanz. Sein Blick war kalt und unbarmherzig. „Was tut ihr nur, ihr Feuerkinder?“ fragte er ironisch und warf den Mädchen tadelnde Blicke zu. Aber das interessierte sie nicht. Sie begannen wieder zu singen und zu tanzen und von Zeit zu Zeit wurde das Gesicht des Mannes vom Schein ihrer Körper erhellt. Aber seine Augen waren wie schwarze Löcher, denn sie verschlangen alles Licht. Er berührte meine Wange und ein unsäglicher Schmerz durchfuhr mich, ein Brennen, kälter als Eis und heißer als Feuer. Ich verlor mein Bewusstsein und als ich wieder aufwachte, lag ich zuhause in meinem Bett, als sei alles nur ein Traum gewesen. Ich sprang auf und rannte zum Spiegel.. Nicht, keine Brandnarbe, keine Verletzung. Es war absolut nichts zu sehen, aber als ich die Stelle berührte, die der Mann berührt hatte, fühlte ich wieder den Schmerz. Erst jetzt fiel mir auf, dass ich mich verändert hatte. Meine sonst smaragdgrünen Augen waren matt geworden, als hätte sich ein grauer Schleier davor gelegt und meine Haare waren dunkler und der Rotstich war intensiver geworden. Ich konnte mir das nicht erklären und weil ich mir nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen wollte, ging ich duschen. Kam es mir nur so vor, oder war ich dünner geworden? Ich war nie wirklich dick, aber so dürr war ich auch noch nie. Als das warme Wasser meinen Körper hinab lief, fühlte ich mich gleich Besser und ich vergaß die Geschehnisse. Ich ging wie jeden Tag zur Schule, doch auf dem Rückweg packte mich wieder dieses Gefühlt, das ich nach dem gestrigen Tag verdrängt hatte. Ich wollte nicht nachgeben, doch aus einem unbestimmten Grund konnte ich nicht widerstehen. Ich ging wieder in Richtung Park, doch bevor ich den Teich erreichte, wurde ich von jemandem angesprochen: „Du lernst es wohl nie“, sagte jemand und ich erschrak fürchterlich und für einen Moment ließ der Drang nach zum Teich zu gehen. „Wer bist du?“ fragte ich verwundert, weil ich niemanden sah. Und da trat er aus dem Schatten heraus. Ein junger Mann mit pechschwarzem Haar und dunkelblauen Augen. Solche Augen hatte ich noch niemals gesehen. Er kam auf mich zu und streichelte sanft meine Wange. Ich wusste nicht, ob es mir gefallen sollte, oder nicht. „Was willst du von mir?“ fragte ich weiter. „Ich will dich nur davor bewahren noch mehr Schmerzen zu erleiden“, sagte er. Seine Stimme war so angenehm! Erst da realisierte ich, dass ich imstande war das gleiche zu erleben, wie am Vortag. „Was ist da gestern passiert? Warum kann ich mich an nichts mehr erinnern?“ „Deine Schmerzen waren zu groß. Ein Wunder, dass du es so lange ausgehalten hast. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Mensch so lange bei Bewusstsein blieb.“ Ich traute meinen Ohren nicht. „Ein Mensch? Was bitte bist dann du?“ „Ich bin ein Engel. Dein Schutzengel, um genau zu sein. Ich dachte immer, dass ich als Engel des Eises mit dir den völlig falschen Griff gemacht habe, da du ein Feuersternzeichen hast. Aber gestern habe ich gesehen, dass das Eis doch von Vorteil sein konnte.“ Ich bat ihn mir zu erzählen, was geschehen war: Die Dämonen machen sich alle 100 Jahre für Drei Tage auf um neue Seelen zu fangen, die irgendwann einmal Engel werden könnten. Es war nicht sicher, dass ich ein Engel werden würde, aber meine Seele entsprach dem Muster. Deshalb riefen mich diese Feuerdämonen und ihr Herr wollte mich mit in sein Reich nehmen, doch dann kam Daniel, mein Engel. Er hat sie mit seinem Eis besiegt und mich nach Hause gebracht. Ich fragte ihn, ob wir uns noch öfter wieder sehen könnten, aber er sagte, dass sich Schutzengel nur sehr selten zeigen und dass es nicht wahrscheinlich sei. Aber nun, da ich selbst ein Engel bin, sehen wir uns sehr oft und sind gute Freunde geworden... |
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| Parabel des Elements |
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Ein ganz normaler Tag im Leben eines Engels. Erzengel, nein, inzwischen war sie ein Engelfürst. Sie würde sich nie daran gewöhnen. Und schon gar nicht an ihre Aufgabe. Sie zählte klar zu den kämpfenden Engeln, sie musste stetig für ihre Aufgabe kämpfen. Die Seelen der Menschen verteidigen und beschützen, die den Tod gefunden hatten. Das Paradies ist ein wundervoller Ort, doch kaum jemand erkennt, dass sie, Arinarn, diesen Ort verteidigt. Selbst einige der anderen Engel wissen es nicht.
Manche Engel trugen ihre Schwerter nur zur Zierde oder gar nicht. Arinarn hatte jedoch schon manchen Kampf damit ausgestanden. Und heute würde wieder ein solcher Tag werden, sie spüre es. Ein Prüfender Blick die Klinge entlang, dann trat sie aus ihrem Haus heraus. Chiara und Darien sahen ihr besorgt nach. Arinarn breitete ihre Arme, wie ihre Flügel aus und ließ sich fallen. Grade erlosch das Lebenslicht eines kleinen Kindes. Arinarn war zur Stelle. Noch bevor die verführerischen Stimmen der Dämonen das Kind einlullen konnten. Eure Gefilde sind nicht geeignet für ein Kind, ertönte ihre sanfte und doch bestimmte Stimme und in der Dunkelheit, die den Tod umfing, erstrahlte ihr Licht. Tausend Verwünschungen ausstoßend verschwanden die Dämonen, ohne Kampf. Diesmal. Wer bist du? fragte das Kind. Neugierde und Unverständnis zeichneten sich in dem zierlichen Gesicht ab. Ich bin nur ein Engel, der dich ins Paradies führt. Lautete die Antwort Arinarns. Bin ich tot? Mochte es noch so schwer sein, einem Verwandten den Tod eines lieben Menschen beizubringen, so war es doch noch schwerer, dies dem Menschen selbst zu sagen. Es wurde nicht leichter. Vor allem nicht bei Kindern. Ja. Du bist gestorben. Aber ich führe dich ins Paradies. Dort wird es dir gut gehen, du wirst nicht mehr leiden und du wirst viele Freunde finden. So schmerzvoll es für Arinarn war, so warmherzig klang ihre Stimme. Und die Dämonen kommen mich nicht holen? Jetzt lächelte Arinarn. Das war eine Sache, die sie mit Sicherheit beantworten konnte. Nein, sie werden dich nicht holen. Das können sie gar nicht, denn ich bin immer da, um dich zu beschützen. Dich und all die anderen. Hab keine Angst. Du wirst auch deine Eltern bald wiedersehen. Hier vergeht die Zeit anders. Und wie lange dauert es? Ich weiß es nicht. Für dich mögen es Tage, vielleicht nur Minuten sein. Ich werde immer da sein. Immer? Ja, bis in die Unendlichkeit. Bis in die Unendlichkeit. Das war ihre Aufgabe und ist es noch. Die Aufgabe des Engelfürsten der Unendlichkeit. |
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| Krieg der Engel |
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Wer gleicht Gott oder kann ihm gleichen?
Sein Ebenbild sind wir, Engel, wie Menschen Doch wer ist wie Gott? Niemandes Herz so groß, dass es dem Schöpfer gleicht. Niemandes Güte so groß, dass es dem Schöpfer gleicht. Lucifer, wonach strebt dein Geist? War dein Herz nicht einst rein? Dein Herz verlangt zu viel, Neid fraß dich auf. Menschen nahmen dir das Liebste. Blind vor Liebe und vor Hass willst du zerstören. zerstören, was dich liebt. Die Treue euch geschworen für immer verloren. Niemals zusammen, trotzdem niemals allein. Dein Bruder riss dir deine Flügel aus kein erbarmen für Verräter. Welch grausame Welt, im Himmel, wie auf Erden. Dein Neues Reich- Hölle - in Ewigkeit dein. Wer kann verzeihen, wenn selbst Gott es nicht kann? Wie kannst du glauben, Gottesgleich zu sein, wenn Güte dein Herz verließ? Du wirst niemals sein, wie der Schöpfer. | |
| Freundschaft mit einem Engel |
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Ein ganz normaler Tag. Eigentlich. Mir war ziemlich langweilig. Ich sollte nichts anstellen, lautete mein Auftrag. Ich hatte quasi Stubenarrest von Gott bekommen. Ich glaube, er wusste nicht so recht mit meiner Art umzugehen. Wie auch? Ich war einfach anders.
Nach meinem letzen Ausflug auf die Erde war der Himmel ganz schön in Aufruhr. Und auch meine Widerworte gegen Gott und seine Regeln haben mich bei den anderen Engeln in Ungnade fallen lassen. Aber um ehrlich zu sein, sie waren mir ziemlich egal. Der Stubenarrest war mir auch egal. Mehr oder wenige. Ich hatte versprochen nichts anzustellen und daran wollte ich mich ausnahmsweise halten. Aber die Langeweile ließ sich nicht vertreiben, also nahm ich mir vor die Erde zu besuchen. Vielleicht hätte ich das nicht tun sollen, aber so hab ich immerhin Jacky kennen gelernt. Ich wollte die Menschen meiden, das brachte nur Ärger. Also zog ich mich in ein unbewohntes Gebiet zurück. Na ja, Menschen waren da weit und breit keine. Aber Wölfe. Und Dämonen, wie sich später heraus stellte. Aber erst mal zu den Wölfen. Es waren Weiße Wölfe, die wirklich schön aussahen. Und sie waren ganz zutraulich. Als wäre es nicht selten, dass sie Engeln begegnen. Ich muss gestehen, dass ich mich nie ganz mit allen Engeln auseinander gesetzt habe. Von vielen hab ich zwar schon gehört, aber die Meisten haben mit meiner Arbeit nichts zu tun, deshalb habe ich mich nicht wirklich um sie gekümmert. Heute sollte sich das ändern. Ich beobachtete die Wölfe eine ganze Weile. Bei einem fiel mir auf, dass er sich komisch verhielt. Sehr komisch sogar. Er sonderte sich von den anderen ab, als würde er von etwas angelockt, was nur er hören oder riechen konnte. Er weckte mein Interesse und ich folgte ihm. Er wirkte apathisch. Ich wurde richtig neugierig und obwohl ich von Wölfen keine Ahnung hatte, regte sich in mir der Wunsch, ihm zu helfen. Wenn er überhaupt Hilfe brauchte. Nach einer Kurve um einen riesigen Fels, sah ich, was ihn angelockt hatte. Ein großes, schwarzes Loch, das zwischendurch von farbigen Blitzen erhellt wurde. Ich hatte solche Tore schon oft gesehen. Das war ein Zugang zur Unterwelt. Oh wie ich diese Zeitverschiebungen hasste. Ich wusste, dass irgendwo Dämonen in der nähe sein mussten. Ich zog mein Schwert und überlegte einen Moment, was wohl Gott dazu sagen würde. Ich sollte nichts anstellen. Ich zuckte mit den Schultern und trat vor. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass die Dämonen mich längst bemerkt hatten und sämtliche Wölfe der Gegen unter ihrer Kontrolle hatten. Nur wenige Sekunden dauerte es, bis ich völlig umringt von ziemlich bissigen Wölfen war. Ein Unding diese wunderschönen Tiere zu missbrauchen, um Engel zu fressen!!! Ich wollte sie nicht verletzen. Also kämpfte ich mit bloßen Händen, um mich gegen die Tiere zu wehren. Aber je mehr Wölfe ich bewusstlos geschlagen hatte, desto mehr strömten nach. Ich wurde gekratzt und gebissen und war wirklich versucht nach meinem Schwert zu greifen, als eine Stimme ertönte und plötzlich sämtliche Wölfe in die Luft flogen und plötzlich verschwanden. Ich war ganz schön angeschlagen, aber das war nebensächlich. Ich kümmerte mich nicht, um meine Helferin, ich wollte das Tor schließen. Wer bist du und was machst du hier? fragte sie mich. Ich kam nicht mehr dazu zu antworten. Wir wurden direkt von den Dämonen angegriffen. Sie war ein Engel, das war klar. Und sie kämpfte verbissen, wenn auch nicht sehr gut. Es war deutlich zu erkennen, dass sie eher friedlich war und nicht unbedingt ein kämpfender Engel, wie ich. Wir kämpften dennoch Seite an Seite und nach einiger Zeit hatten wir es geschafft die Dämonen zurück zu treiben. Dennoch war das Tor noch offen. Der fremde Engel legte den Kopf schief. Die Dämonen haben meine Wölfe unter Kontrolle gebracht. Alles nur wegen diesem Tor. Wie kriegen wir das zu? fragte sie. Hm. Es sollte kein großes Problem sein. Ich begann leise ein paar Worte zu murmeln. Eine Beschwörung in der Sprache der Engel, die das Tor verschließen sollte. Es gestaltete sich dennoch schwieriger als erwartet. Es wurde zwar kleiner, aber es wollte sich partout nicht schließen. Okay, ähm... wie auch immer du heißt... was ich hier versuche ist eine Beschwörung, um das Tor zu schließen. Ich sah sie an. Sie war ein Erzengel, unschwer zu erkennen. Wenn du zum Engelfürst wirst, wirst du sie sicherlich auch erlernen. Falls es zu deinem Aufgabenbereich gehören sollte. Aber jetzt brauche ich deine Hilfe. Ich möchte dich bitten mit mir die Formel zu sprechen. Vielleicht schaffen wir es dann. Also murmelten wir gemeinsam die Worte. Es war ganz schön anstrengend, aber wir schafften es. Erschöpft setzten wir und auf den Boden. Okay, Fürstin, wer bist du? fragte sie. Arinarn, der Engel der Unendlichkeit. Und mit wem habe ich das Vergnügen? Ich bin Jacky, Engel der Wölfe. Ich kümmere mich um sie. Aha. Und was hast du vorhin mit den Wölfen angestellt? Ach, die sind nur zurück in ihren Unterschlüpfen, nachdem ich sie von dem Bann befreit hatte. Okay. Darf ich dich um einen Gefallen bitten? Sicher. Verrat nicht, dass ich hier aufgetaucht bin. Eigentlich habe ich quasi Stubenarrest. Aber mir war so langweilig. Ich lächelte Entschuldigend. Dann fingen wir beide an zu lachen. Bis spät in die Nacht hat mir Jacky ihre Aufgaben erklärt und seitdem treffen wir uns ab und zu bei den Wölfen und verbringen unsere Zeit miteinander. Und zu jedem Vollmond singen die Wölfe ihr Lied für Bade und mich... Und Jacky... Sie hat Großes Lob dafür geerntet, dass sie das Tor verschlossen hat. |
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