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| Geschichte |
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Obwohl meine Eltern es mir eigentlich nicht erlaubten, stieß ich eines Nachts, als ich nicht schlafen konnte, das Fenster zu unserem Dach auf und kletterte hinaus. Das war der Vorteil, den mein Zimmer direkt unter dem Dach mit sich brachte. Jetzt saß ich hier - Es war angenehm kühl - und der Vollmond schien auf mich hinab, nur verdeckt von ein paar Wolken. Viele Sterne waren am Himmel zu sehen und ich erkannte den großen Wagen und den Orion. Ich legte mich hin und sah hinauf in den Himmel. Plötzlich hörte ich Gekicher. Ich drehte mich um und vor mir schwebte ein kleines Wesen umhüllt von einer Lichtkugel. Es kicherte und deutete hinter mich. Ich drehte mich erneut um und vor mir stand er:
Er war gut 1.80 m groß, hatte langes, silbergraues Haar und trug feine Kleidung. Und aus seinem Rücken ragten zwei schneeweiße Flügel. Ich konnte es kaum glauben, aber vor mir stand ein Engel. Das kleine Wesen verzog sich kichernd hinter meinen Rücken. Der Engel seufzte. \"Milanya, komm heraus. Ich hab dir schon lang genug hinterher gejagt.\" Ich konnte nichts sagen. Das kleine Wesen, sein Name war wohl Milanya, schwebte trotzig zu dem Engel zurück. Ich lag wohl die ganze Zeit mit offenen Mund auf dem Dach und starrte ihn an. Er wollte sich abwenden, zögerte dann jedoch und sah mich noch einmal an. \"Du bist Anne, nicht wahr?\" Ich nickte nur stumm. \"Du behälst das Geschehen von heut Nacht besser für dich...\" Dann wand er sich ab und wollte gehen. Ich fand meine Stimme wieder: \"Warte!\" Er drehte sich noch einmal um. \"Wie... Wie ist dein Name?\" Er war verblüfft, lächelte dann jedoch nur. \"Mikayael. Sehr erfreut.\" Er kniete nieder und gab mir einen Handkuss. \"Küss die Hand.\" Dann verschwand er vor meinen Augen - Und ich wachte in meinem Bett auf und lächelte... |
| Gedicht |
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Massengrab in Stein gehauen
Dessen Leichen schauen schweigend Den Himmel sich zusammenbrauen Die Gräser sich zur Erde neigend Die Tränen rinnen über Wangen Der Menschen die das Ende sehen Sie beten und sie hoffen, bangen Der Untergang muss weitergehen Die kalten Gräber zittern, Angst Und brechen aus dem Berg herab Dies Schicksal ists, was du verlangst Die ganze Welt ein großes Grab Den Untergang der Welt beschworen Bestimmt war es aus ewgem Rat Hast nur die Engel auserkoren Um zu werfen neue Saat Die Fluten spüln die Knochen rein Das Feuer löscht die Sünden aus Einer überlebt, ein Mensch allein Nach 90 Tagen lässt er sie hinaus Von jedem Tier der Welt ein Paar So lautet der Befehl von oben Bringt seinem Gott ein Opfer dar Und hält nicht inne ihn zu loben |
| Gedicht |
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Ich träume oft von Engelein
Doch seh ich sie, so sind sie klein Erst wenn die Wolken schlafen gehn Kann man sie am Himmel sehn Sie haben Angst und sind allein Und Gott weiß, ich will kein Engel sein Doch warum sollte Gott auch mich Als Engelsdiener nehmen sich Wo doch so Tausend sicherlich Bessre Engel wärn als ich So bleib ich still auf Erden hier Und keinen Traum erträum ich mir Denn Träume sind, wie ich jetzt weiß Sicherlich noch viel zu heiß, Als das ich, als schwache Frau Große Hoffnung auf sie bau |
| Gedicht |
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Ein Engel kam zu mir und sagte
\"Alles, was Gott dich einst fragte Sei,\" so hat er wirklich gesprochen \"Durch meine Untreu noch zerbrochen\" Ich erschrack und fing an zu weinen \"Bitte,\" fleh ich \"Gib mir noch einen neuen Versuch, ich werde mich bessern und um euch zu vergewissern schreib ich jeden Tag in paar Zeilen, die auf meinem Tisch verweilen und du kannst dann jede Nacht Sehen, was ich heut gemacht!\" Der Engel lächelte stumm und froh sah mich an und sagte: \"So sei es, wenn du ehrlich bist und nicht versuchst noch eine List dass diese Chance dir neugegeben. Mach jetzt was aus deinem Leben!\" Sprach er und entschwand nach droben, ich begann dann Gott zu loben, dass er mich trotz meiner Untreu noch behielt und zeigte ganz neu was ich hier zu tun gedachte dass als Engelsbote ich wachte über Menschen die mir am Herzen lagen Ja, ich muss jetzt wirklich sagen, treu war ich von dieser Stunde Verheilt ist jetzt die große Wunde Nie werd ich mich wieder abwenden Es hat kein Zweck dies zu beenden^^ |
| Gedicht |
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Kein Blick zurück
So stand ich doch letztendlich hier Tiefe Angst kam auf in mir Geschworen, dass ich nichts verlier Damit ich endlich wär bei dir Den letzten Schritt verzweifelt wagen Nichtmehr nach dem Nächsten fragen Jene, die stets im Schatten lagen Konnten nicht mehr Schwächling sagen Kein Blick zurück an meine Welt Weil du doch alles, was nun zählt Denn diesen Weg hab ich gewählt Und Gott allein sei nun mein Held Der Fall war schnell und schnell vorbei Was geschah war einerlei Denn nur dein Licht im Himmel sei Als ich erstarrt in Narretei Den Flügel schwang der Traume nicht Ich schaute nicht ins heilge Licht Zu streng mit mir war das Gericht Raubte Hoffnung, raubte Sicht So blick ich von hier unten auf Seh dich in deinem Glückeslauf Was nahm ich alles doch in Kauf! Doch dir wiegts keines Goldes auf... |
| Gedicht |
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Schönheit eines Wesens
Das, so wie Gott gegeben Der Reinheit gleich Dem Himmelstore Durchschreitend, jubelnd der Engelschöre. Die Reinheit, die Weisheit Unendlich voll Unendlich groß Sei einig mit jenem Was nie war Was nie ist was niemals wird Was nie geschieht Doch du spürst es Tief in dir Dieses Wesen Was voller Vollkommenheit Schreitet nun in seine Arme Um in ihm zu versinken In ihm zu vergehen Und der Ewigkeit zu zeigen Das es ihn noch gibt. Nun sehet ihn Dass dort aus Zweien Eines wird Wie in einem Spiel Umschlungen und fest Vater und Kind Vereint im Ganzen Doch dann man siehe Der eine meint ja Und er denkt nein Seine Größe nun Bäumend vor ihm Macht den andern klein Und was vorher geschah Unwichtig Nicht existent Die Chöre verstummen Als ein Engel hervortritt Vorlesend das Was er getan Die Sünden Die Schulden Die Lasten Was er getan Verwehrend ihm Den Eingang in jenes Was er erstrebt Auf so lange Zeit Verendeter Stolz In seinem Herzen Und Trauer breitet sich Aus über allem, Als ihm der Rücken Ward zugedreht. |
| Gedicht |
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Obwohl die Schmerzen mich zerfressen
Hörst du nicht mehr auf zu essen Teil des Engels der erloschen Hast du meine Seel verdroschen Das Kreuz auf dem ich liege jetzt Hat mich noch nicht genug verletzt Du rammst in mich die Nägel ein Das Feuer wäscht die Federn rein Hab ich noch nicht genug gelitten Das weiße Ross ist weggeritten Als du mein Kreuz hast aufgestellt Damit mich sieht die ganze Welt Die Flammen verzehrn mein weißes Fleisch Vergangen sein und voll Gekreisch Tränen rinnen über meine Wange Doch leben werd ich nicht mehr lange Und in den letzten Worten dein Hüllt sich das Fleisch in Nebel ein. \"Wird sich jetzt dein Glück noch wenden Oder nur dein Leben beenden? Wird sich dein Schicksal nicht erfüllen, Oder Dunkelheit dich verhüllen...\" |
| Gedicht |
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Der Werwolf lacht, als er dich sieht
Die Fledermaus singt dir ihr Lied Ein Tier wie du das wittert mich Und panisch ein Versteck suche ich Du schleichst ganz leise um die Nacht Verrätst dich, weil der Werwolf lacht Der Vollmond bleicht die Knochen aus Die du reißt aus mir heraus Der Stein zerbricht an deinem Herz Labst dich zu sehr an meinem Schmerz Ein Tier wie du kennt keine Gnade Nur noch zuckend meine Wade In deiner Welt gibts keinen Gott Du bist für mich nun mein Schafott Zerrst und ziehst am Körper mein Und für ewig bin ich dein Die Todeszeit ist angebrochen Ein Tier wie du hat mich gerochen Alle Knochen mir gebrochen Und ich komm doch zurückgekrochen... |
| Gedicht |
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Hoffnungsschein
Ihr Götter, welche Kraft in mir Ists, die jenes einig macht Dass weiterhin ich ruhe hier In Ewigkeit ich halte wacht Auf dass der Eine doch erscheint Mit brennend\' Schwert und Flammenheer Damit die Liebe uns vereint Und uns versinkt im dunklem Meer Doch, weh, ich wart auf jenen Tag Wie mein\' Gedanken reichen weit Wann kommt der Eine, bitte, sag Um zu beenden jenes Leid |
| Gedicht |
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Mondschein
Leise, leise, lausch der Stille Breitet sich in unsrer Mitte Aus, damit nach alter Sitte Der Einigkeit die Zwitracht weicht Und schlummernd schweben wir hinauf Dorthin wo Mond den Himmel küsst Wo Herz und Seel\' die Einheit ist Und großer Traum gen Sonne reicht Mit Hand und Herz gehn wir zu zweit Auf Wolkenpfaden weiter hin Damit der Traum dein Herz gewinn Und mir dann gäb in Ewigkeit |
| Gedicht |
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Tod des Sünders
Verführter Glanz des Lichtes hier Versengter Stolz im Herzen Erwache nun und folge mir Sei frei von allen Schmerzen Ihr Götter, seht den strahlend\' Schein Ein helles Antlitz leuchtet nun Es wird doch wohl das meine sein? Ich folge ihm und kann nicht ruhn Nimm meine Hand, ich reich sie dir Sei frei und schwebe weiterhin In allem Ew\'gem stehen wir In allem Tiefen ruht der Sinn Ich sehe Licht, ich sehe klar Verbrenne nun, was wirklich scheint Was niemals wird und niemals war Seh dich, der rote Tränen weint Mein Kind, was hast du nun getan? Die Schulden schrein - wärst du nur frei! Du hast vertan im blinden Wahn Dass du es seist, der sündlos sei Verlass mich nicht, mein heil\'ger Schoß Leben ohn\' dich, dass kann ich nicht Vergib mir, lass die Schulden los Lass mich noch einst ins blinde Licht Mein Sohn, was immer du getan War dir bestimmt von Götter Hand Obwohl wir doch dein Schicksal sahn War es doch schwach, das ew\'ge Band |




