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  Engel der Liebe  Engel der Liebe
Engel der Liebe

Versunkener Traum
Im schlummernd\' Gewand
Erwach, erwach!
Ergreif\' meine Hand.
Nun lass die Welt
Im Nichts versinken
Und lass zu zweit
Im Feuer ertrinken
Von Flügeln beseelt,
Die längst nie gekannt
In dich verliebt
Und mit dir verbrannt...

  Heldentat  Heldentat
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Attila war noch nicht ganz fertig mit seinem Morgenlauf, als ihm ein Brief überreicht wurde. Dieser Brief war versiegelt mit einem rotem Wachswappen und mit goldener Schrift stand darauf: AN ATTIRAKYEL VAN CENTRYUM, ENGEL DER EWIGEN FINSTERNIS So geschwungen, wie diese Schrift war, so verschnörkelt, wie der Brief verziert war und so schmuckvoll, wie das Wappen war, konnte es sich nur um einen Absender halten. Dieser Brief kam von ganz oben und wurde wohl von dem Allerhöchsten selbst aufgesetzt. Gespannt öffnete Attila diesen Brief: SEHR GEEHRTER LORD VAN CENTRYUM HÖCHSTE WICHTIGKEIT EREILT DIESE NACHRICHT, DIE IHNEN WOHL SEHR BALD ZUKOMMEN WIRD. EINE REBELLION DER NIEDEREN VICTIMS MACHT UNTEREDEN SEIT LÄNGEREM PROBLEME. LANGSAM IST SICHER, DASS DIE VICTIMS NICHT SELBST DIESE REBELLION ANFÜHREN, SONDERN DASS SIE HINTER SICH EINE MACHT STEHEN HABEN, DIE AN GRAUSAMKEIT NICHT HERANREICHT. WIR SIND UNS SICHER, DASS DIESE MACHT KEIN GERINGERER ALS BAS TIRYEL SEIN KANN... Bei dem Namen schluckte Attila. ...UND DA WIR WISSEN, DASS SIE BAS SCHON LANGE KENNEN SIND SIE DER EINZIGE, DER INSTANDE WÄRE, IHN ZRÜCK ZU SCHLAGEN UND DIE REBELLION DER VICTIMS ZU BEENDEN. MELDEN SIE SICH, NACHDEM SIE DIESEN BRIEF GELESEN HABEN, UMGEHEND BEI MIKAYAEL, ER WIRD SIE IN WEITERES EINWEISEN. HOCHACHTUNGSVOLL I.A. GABRIEL Attila fehlten die Worte. Bas war einer der mächtigsten Gefallenen, die es je gab - und aus gerechnet ER sollte jetzt gegen ihn antreten? Ausgerechnet ER sollte gegen seinen ehemals besten Freund antreten? Ihm blieb wohl keine Wahl. Mit gemischten Gefühlen macht sich Attila auf den Weg zu Mikayael. Dort wurde er schon mit einem Lächeln von Laniel, dem Sohn des Mikayael, hereingeführt. \"Ah, Attirakyel, setz Dich!\" Attila kam der Aufforderung nach. \"Nun, Attirakyel...\" Attila unterbrach ihn. \"Nennen Sie mich bitte Attila. Ich mag Attirakyel nicht, er ist so umständlich und lang.\" Mikayael stockte verwirrt, fing sich dann aber wieder. \"In Ordnung... Attila. Nun, Du weißt sicher, wieso Du hier bist?\" Attila nickte. \"Ich hab den Brief gelesen.\" \"Verstehst du die Wichtigkeit?\" Attila nickte erneut. \"Und warum du für diesen Auftrag ausgewählt wurdest?\" Attila zögerte. \"Ich weiß, dass ich gut mit Bas befreundet war, aber...\" \"Er schreit nach dir.\" \"Was?\" Mikayael seuftze. \"Attira... Attila, Bas schreit nach dir. Uns wurde aus Untereden schon so oft berichtet, wie schreckliche Schreie ertönten. \'Attirakyel! Attirakyel! Versteck dich nun nicht mehr, Attirakyel!\'\" Attila wurde unruhig. \"Aha?\" \"Es sind die Schreie von Bas Tie. Er schreit nach dir.\" Attila nickte wieder, diesmal aber nur langsam. Mikayael rückte sich seine Brille zurecht. \"Nun, dein Taxi steht vor der Tür.\" Er gab Laniel einen Wink, dass er die Tür öffnen sollte. \"Sei dir sicher, dass die Befehlsverweigerung einer Sünde gleichkommt.\" Attila schloss die Augen. \"In ordnung.\" Er öffnete sie wieder, erhob sich. \"Sir?\" und ging hinaus. Als Attila in Untereden ankam, bot ihm erst einmal ein Anblick des Schreckens. Verstorbene Engel lagen hier auf dem Boden, umringt von einem grausigem Zaun aus Leichenteilen. Er musste würgen. Das Taxi fuhr schnell wieder davon, ab jetzt war er auf sich allein gestellt. Mit einem kleinen Konzentrationsschub ließ er seine Flügel erscheinen, dann glitt er weniger Zentimeter über dem Boden schnell zu der Quelle allen Übels. Hinter einem stark geschwächtem Schutzzauber knurrten und fauchten die Victims. Viele schmissen sich immer wieder gegen das Kraftfeld und bei jedem mal spürte man, wie es schwächer wurde. Und aus einer tiefen Höhle drangen Schreie zu Attila vor. \"Verräter! Verräter! Bist du doch hier her gekommen, Attiraykel! Verräter!!\" Attila versuchte die Schreie zu ignorieren. \"Ihr! Ihr Victims!\" Die kleinen Kerle verstummten. \"Führt mich zu Bas. Jetzt! Sofort!!\" Langsam drang Attila in das Schutzfeld ein. Jetzt gab es kein Zurück. Die Victims wichen ihm aus - Nicht zuletzt, da zwischen seinen schneeweißen Engels- flügeln ein weiteres Flügelpaar zu sehen war: Schwarze, ledrige Fledermausflügel waren dicht unter den anderen angebracht. Die Victims hatten Respekt vor ihm - Denn diese Erscheinung ließ nur auf eines schließen: Attila hatte paktiert. Er war verbündet mit einem dämonischem Wesen. Doch normalerweise galten paktierte Engel im Hi
mmel als Verstoßene Meuterer... Attila schritt den Gang entlang, während er merkte, dass die Schreie immer gellender und schriller wurden. \"Attirakyel! Du hast mich verraten! Attirakyel! Verräter!\" Er konnte es kaum noch aushalten. VOr ihm bot sich eine Biegung, dahinter schien rotes Licht zu glühen. Als Attila um die Ecke schritt, sah er ihn: Bas Tie, mächtig in Gestalt und Kraft, an den Hüften gefesselt an einen Felsen aus Manharith. Seine tentakelartigen Lichtarme, die aus seinen Schultern und Lenden kamen, peitschten wahllos umher. Sein Gesicht war verdeckt mit einem Leinentuch und durch seine Hände, Füße und Flügel waren blutige Pfähle getrieben. \"Attirakyel... Du bist hier!!\" Die Stimme hallte von den Wänden wieder, sie schien nicht aus seinem Mund zu kommen. Tatsächlich hatte sich Bas\' Körper kein wenig geregt. Sein Körper war tot. Aber sein Geist lebte in diesen Gemäuern weiter. Attila spürte die Präsenz. Sie umgab ihn wie eine Schlange, wie ein Strick um seinen Hals, der immer weiter zugezogen wurde. Es fiel ihm schwer, zu atmen. \"Bas... Ich bin hier um dich zu erlösen.\" \"Erlösen?!\" Die Wände zitterten aus der Wut, die Bas in seine Stimme nun legte. \"WOVON WILLST DU MICH ERLÖSEN, ELENDIGER VERRÄTER?\" Attila wich einen Schritt zurück. \"Bas...\" \"Schweig! Ich wurde bestraft, was ist mit dir? Es war doch unser gemeinsamer Plan!\" \"Bas! Du weißt, dass ich genauso zu leiden habe wie du!\" \"Attirakyel... Es war doch unser gemeinsamer Plan... Es war doch so leicht... WÄRST DU NICHT GEWESEN!\" Attila wich einen Schritt zurück. \"Du warst zu FEIGE um dich der Pflicht zu stellen, um das Versprechen einzulösen, dass wir uns gegeben hatten: Nichts bereuen, an den Plan denken und einander helfen! Doch du warst zu FEIGE!\" \"Was erwartest du von mir? Du wurdest gebranntmarkt, als Gefallener hier verkettet, weil du versucht hast, den Himmel zu stürzen! Ja - Ich habe dir versprochen, dir zu helfen! Doch schau mich an! Ich wurde nicht minder bestraft als du! Seit jenem Tage, muss ich diesen Körper teilen! Ich muss ihn teilen mit einem Erzdämon!\" Die Wut des Raumes ließ nach und Verzweiflung war zu spüren. \"Du hast richtig gehört. Der Dämon, den DU hast frei lassen wollen ist in mir ein- gesperrt! Gjadyr, der Dämon der Todesrache! Es war unser Plan ihn zu befreien und auf den Himmel los zu lassen! Der Himmel kam uns zuvor und ließ ihn auf mich los - Er hat mich in der Hand, Bas!!\" Elektrisierende Stille breitete sich aus. \"Tiryel... Ich habe dich nicht im Stich gelassen... Ich habe noch nie ein Versprechen gebrochen...\" Langsam hob Attila sein Schwert. \"Und ich werde auch nicht das Versprechen brechen, dass ich dich vernichte.\" Sein Blick war hasserfüllt. Plötzlich kam der Zorn des Raumes wieder auf. Bordeauxrote Wolken zogen sich vor Bas\' leblosen Körper zusammen. Magische Blitze zuckten durch das Gemäuer und mit einem schrillem Schrei tauchte ein Harpiengreif aus der Mitte der Wolken auf... Dieser Harpiengreif war beseelt mit Bas\' Geist. \"Das ist deine jetzige Form? Gut, ich werde nicht zurückschrecken!\" \"Gib auf!!\" schrie Bas ihm entgegen. Mit einem Schrei stürmte Attila auf das Biest zu. \"Für den Himmel!!\" er schlug zu und Traf das Biest schwer an der Seite. Er wich einen Schritt zurück und stob erneut auf es zu. \"Für meinen Segen!!\" Dieses mal waren die Beine sein Ziel gewesen, doch das Tier hob ab versetzte Attila einen Tritt. Er fiel zu Boden, fing sich jedoch gleich wieder. Er drückte sich vom Boden ab und rammte das Biest. \"Für unsere Freundschaft!!!\" Er wirbelte herum und schlug erneut zu. Als mit einem dumpfen Pochen der Kopf des Tieres zu Boden fiel, schwebte der Körper noch ein paar Sekunden, bevor auch er sich dem Boden näherte. Das rote Glühen des Manharithen erlosch. Bas war nun endgültig tot. Nur noch für ein paar Sekunden umschwebte ein klarer Geist Attila. Freundlichkeit war zu spüren, Freude und Dankbarkeit. \"Ich danke dir... Dass du endlich diesen Albtraum beendet und mich erlöst hast...\" Dann verschwand Bas Tiryel endgültig in den Weiten der Welt. Attila jedoch sank zu Boden und weinte bitterlich...

  Luzifer  Luzifer
Luzifers Tagebuch

Erster aller meiner Tage
Glaubst du mir, dass ich mich frage
Warum ich hier unten bin
Das hat doch wirklich keinen Sinn

Zweiter aller meiner Tage
Nenn mich dumm, wenn ich dir sage
Dass ich wieder in Himmel will
Hier gibt es nur Essen vom Grill!!

Dritte aller meiner Stunden
Ich lieg im Bett und habe Wunden
Die ich nichtmal sehen kann
Fieber ists, ich armer Mann...

Sechster aller meiner Tage
Bin auch nurn Mann und jage
Den Höllenfrauen hinterher
Doch die mögen mich nicht sehr...

Siebter aller meiner Tage
Gott ist doof und darum klage
Ich ihn an - erkläre ihm
Den Krieg - Ein Scheiß auf Cherubim!

Achter Tag in meinem Leben
Gott hat gelacht, er meint von wegen
Dass ich zu schwach wär als dass ich
Siegen könnte - Der wundert sich...

Zehnter aller meiner Tage
Ich habs begonnen, ja ich wage
Dass der Krieg beginnt auf ewig
Ich derweil reis nach Venedig

Zwölfter aller meiner Tage
Venedig ist toll und ich frage
Mich warum man verlangt von mir
Dass ich weggehen soll von hier

Dreizehnter ist angebrochen
Ich hab den Ärger schon gerochen
Und jetzt bin ich auf der Flucht
Mann, Cherub sind echt ne Wucht...

Vierzehnter ich verstecke mich
Krieg verloren gegen dich
Doch vertrau mir, ich komm wieder!
...Oder nicht, ich bleibe lieber.

  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
Anne konnte es kaum glauben! War das da, war derjenige, der da vor ihr stand, wirklich...?! Ja, es konnte nicht anders sein! Es war ein... Hund!
\"Oh, du bist ja SÜß!\"
Der kleine Köter kläffte Anne an und lief weg.
Sie war sauer. \"Tz, wer braucht schon son kleinen Hund?? Wer braucht schon puschlige, kleine, wuschlige, anhängliche...\" Anne seufzte und ging weiter.
Jemand tippte ihr auf die Schulter. \"Entschuldigung?\"
Sie drehte sich um. \"Ja?\"
\"Ist hier ein kleiner Hund vorbeigelaufen?\"
\"Ähm... Ja. In diese Richtung.\" Anne zeigte in die entsprechende.
\"Dankesehr.\" Der unbekannte Herr ging an ihr vorbei und plötzlich spürte sie so ein feines, angenehmes Kribbeln auf der Haut und wie ein sanfter Hauch wehte dieser Mann an ihr vorbei. Sie war erstaunt.
Sie sah ihm noch nach und bemerkte, dass er den Hund fand. Sie fasste sich ein Herz und ging zu ihm.
\"Haben Sie ihn?\"
\"Ja, danke, dass du mir geholfen hast.\" Er lächelte. Plötzlich bemerkte Anne, wie schön dieser Mensch war. Er hatte kurzes, dunkles Haar, trug einen grün-grauen Kapuzenpulli, darüber eine schwarze Stoffjacke, eine schwarze Stoffhose und elegante Schuhe. Aus seinem Gesicht strahlten dunkle, verführerische Augen und sein wohlgeformter Mund lag wie von einem Künstler gezeichnet unter der schönen Nase. \"Willst du einen was zu trinken?\"
Anne wurde fast aus Trance gerissen, als er das sagte und dementsprechend gab sie eine dämliche Antwort: \"Wieso, haben sie was?\"
Der Fremde lachte. \"Klar, immer dabei in der Jackentasche.\" Er deutete auf die andere Straßenseite. \"Da gibts ein gutes Wirtshaus, soweit ich weiß. Sollen wir?\"
Anne nickte. Sie konnte sich nicht erinnern, dass dort ein Wirtshaus war, aber sie glaubte dem Mann.
Zusammen gingen sie rüber. Er öffnete eine unbedeutende Tür. Kein Schild war darüber angebracht, nichts ließ darauf schließen, dass es sich um eine Schenke handelte. Doch als sie durch die Tür gegangen waren, fanden sie sich tatsächlich in einer gut besuchten Taverne wieder. Anne war erstaunt, sie blickte den Fremden an und sah noch, wie er für eine Sekunde verschmitzt lächelte, dann jedoch schlagartig ein normales Gesicht aufsetzt, als er merkte, dass sie ihn ansah.
\"Setz dich.\"
Sie kam der Aufforderung nach. Der Fremde setzte sich auch und bestellte zwei Bier.
\"Ich bin übrigens Anne!\" fing sie ein Gespräch an.
\"Mhm?\"
\"Und... Sie?\"
Er lächelte.
\"Haben Sie keinen Namen?\"
\"Schon, aber was nützen dir Namen?\"
Sie schaute beschämt. \"Ich wollte nicht aufdringlich werden...\"
\"Mein Name ist Metatron.\"
\"Me...?!\"
Er lächelte.
\"Das kann doch nicht ihr ernst sein?\"
Die beiden Kaffee wurden gebracht. Er bedankte sich und zahlte auch direkt.
\"Sie heißen Metatron?\"
\"Kommt dir der Name bekannt vor?\"
\"Ja, das ist doch dieser kleine Junge aus diesem Bilderbuch da...\"
Metatron seufzte. \"Jaja, genau der bin ich\" und er schaute genervt zur Seite.
\"Ich... Erm...\"
Er trank den letzten Zug aus seinem Krug. \"Jetzt sei nicht betroffen. Ich werfe dir nichts vor.\" Er sah auf die Uhr. \"Ich muss los.\" Dann ging er.
Anne seufzte. Der Typ sah wirklich gut aus und sie war ins Fettnäpfchen getreten und hatte sich die Chance verbaut. \"Naja, was solls, der war eh schon Mitte 20 oder so.\"
Sie stand auf und wandte sich zum Gehen, plötzlich stockte sie und bückte sich. Sie hob eine schneeweiße, fast durchsichtig wirkende Feder empor. Anne wunderte sich und steckte die Feder ein, dann trat sie nach draußen auf die Straße.

  Parabel des Elements  Parabel des Elements
Als der 11-jährige Michael im Supermarkt Sticker klaute, fühlte er sich schlecht, er fühlte sich unwohl, als er durch die Kasse ging. Aber niemand erwischte ihn, niemand hatte es bemerkt. Das gab ihm ein Gefühl von Stärke: Er hatte etwas Verbotenes getan, aber keiner bestrafte ihn dafür. Und dann ging es los:
Anfangs waren es noch kleine Dinge, die er stahl. Sticker, Haargummis oder ähnliches. Was er genau damit anfangen sollte, wusste er nicht. Er stahl sie um des Stehlens Willen. Dann mit der Zeit jedoch schwang er sich zu höherem auf. Getränkedosen, Zeitschriften und Süßigkeiten waren vor ihm nicht mehr sicher. Alles lief gut, er wurde nie erwischt.
Er fühlte sich sicher.
Doch dann kam der Punkt, als er eine Flasche Cola unter seinem Pullover verschwinden ließ.
An der Kasse dann winkte eine Verkäuferin ihn zu sich und fragte ihn eindringlich, was er mit dieser Flasche vor hätte. Michael hatte versucht, unbemerkt aus dem Markt zu entkommen, so zu tun, als hätte er das, was er kaufen wollte, nicht gefunden und nun ging er mit \"leeren\" Händen nach Hause.
Er stotterte, wurde rot, ihm viel keine kluge Ausrede ein. Die Verkäuferin rief seine Eltern an, sie kamen direkt, schimpften mit ihm, fragten ihn, ob er schon öfter etwas gestohlen habe. Niedergeschlagen bejahte Michael das alles. Seine Eltern machten ihm eindringlich klar, wie falsch das ist, sie gaben ihm eine Strafe.
Aber alles wurde gut. Er hatte seine Fehler eingesehen und schon allein, weil er sich nicht nochmal die ganze Strafpredigt anhören wollte, ließ er von da an das Stehlen sein.

Man sieht also, schon kleine Sünden führen einen auf den Weg der Versuchung, auf falschen Weg, den Weg des Teufels. Aber es ist nie zu spät, sich umzudrehen und den richtigen Weg wiederzufinden.

  Krieg der Engel  Krieg der Engel
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~Krieg der Engel~

Nun blick empor, blick in die Weiten
Braut sich nicht dort ein Sturm heran?
Siehst du nicht die vier Boten reiten
Die donnernd auf den Pferden nahn?

Sie sind die Boten eines Schrecken
Der nie zu enden nun vermag
Sie werden Ungeheuer wecken
Und künden an den letzten Tag

Der Krieg hat schon so lang begonnen
Nun lässt er die Gewalten frei
Die Zeit und Hoffnung ist zerronnen
Dass dieser Krieg zuende sei

Bekämpfen Engel Ihresgleichen
Ist unser Schicksal schon besiegt
Und wird das Dunkel niemals weichen
Die Angst viel mehr als Glaube wiegt

Nun seht! Da kommt der Herr des Ganzen
Wie er sich lachend siegen sieht!
Trägt rechts die Schwerter, links die Lanzen
Vollführt der Alten Klagelied

Doch nun, sein Bruder naht in Eile
Oh dass er unser Retter sei!
Dass er mit zornig Schwerte teile
Dass er den Bruder schlägt entzwei!

Ein Kampf beginnt, die zwei, sie wüten
Es steht noch lang kein Sieger fest
Dass Sterbliche wie wir sich hüten
Und nur der Glaube hoffen lässt

Erbittert treffen ihre Mächte
Entladen sich zu Blitz und Zorn
Hat Oberhand des GOttes rechte
Hand, Beginnt das Licht von vorn

Erhebt sich Satan wie ein Drache
Der Zorn schlägt seine Augen blind
Und rast auf diese Engelswache
Den Michael, das Gotteskind

Oh Satan, hast du lang gewütet
Nun ist dein Zorn verglüht im Rauch
Dass GOtt uns Menschen steht behütet
Sollst selbst du Teufel merken auch

Mit Gottes Kraft geleitet holt der
Bruder aus zum letzten Streich
Und trifft damit den seinen Bruder
Oh Teufel stirb! Oh Teufel weich!

Getroffen ward er, nun ist sterben
Seine letzte Tat der Welt
Doch wird das Böse immer werden
Weil Licht und Schatten ewig hält

  Freundschaft mit einem Engel  Freundschaft mit einem Engel
Die ganze Geschichte ist noch nicht lange her, höchstens ein paar Wochen. Aber sie hat mich sehr geprägt, sie hat mein komplettes Leben verändert, wenn man bedenkt, wie unwissend ich vorher war, kann ich froh sein, dass es so gekommen ist, wie es kam. Jedenfalls: Hier die Geschichte.

Ich kam gerade erst aus meinem wohlverdienten Urlaub zurück. Mit neuer Kraft beseelt ging ich auf meinen Arbeitsplatz. Ich musste auch nicht lang warten, bis der erste Verstorbene kam. Ich sah mir kurz seine Daten an und schickte ihn in den Himmel. Der nächste kam in die Hölle. Mit dem nächsten spielte ich eine Runde Black Jack und er verlor. Also kam er in die Hölle.
Mir wurde binnen kürzester Zeit wieder stinklangweilig auf meinem Platz und ich wünschte mich in den Urlaub zurück. Dann kam ein Engel vorbei. Ich sah sie zwar nicht lang an, aber sie erinnerte mich - verdammt noch mal! - sehr an Fiona.
\"EmptyTear.\"
\"Herrlich.\" antwortete ich auf ihre Begrüßung. Ich schlug den Tagespropheten (Die Zeitung hier) auf und begann einen Artikel über Inzucht unter Engeln zu lesen.
\"Bist du neu hier?\"
\"Nein.\"
Sie schwieg mich darauf kurz an. \"Hab dich hier aber noch nie gesehen.\"
\"War im Urlaub.\"
\"Achso.\"
Und wieder breitete sich Schweigen aus. Dass ich nicht groß auf eine Konversation aus war, sollte sie gemerkt haben. Dennoch machte sie weiter.
\"Es gibt einige Veränderungen hier.\"
\"Zum Beispiel?\"
\"Du kannst deinen Arbeitsplatz ganz neu gestalten!\"
Mit einem Seufzen faltete ich die Zeitung zusammen, legte sie fein säuberlich auf die rechts obere Ecke meines Tisches und sah sie mit hochgezogener Augenbraue an.
\"Wie heißt du gleich?\"
\"EmptyTear.\"
\"Hör mal - Ich bin kein n00b, ok?\"
\"Ja, aber das ist nicht so leicht, wie man denkt!\"
\"Dann rück mal raus.\"
\"Du brauchst eine StyleSheet-Datei.\"
\"Das Zeug was bei html-Dateien zwischen <style> und </style> steht?\"
\"Richtig!\"
\"Das kenn ich.\" Ich nahm die Zeitung wieder. Für mich war die Diskussion hier beendet.
\"Wenn du Fragen hast, dann...\"
\"Hab ich nicht.\"
\"Oh... Ok.\" Damit ging sie endlich wieder. Ich sah mich um. Mein Platz war grau in grau und auf dem Weg hierhin hatte ich den Arbeitsplatz von anderen Engeln mit fröhlichen Farben gesehen. Irgendwie hatte ich Lust, das auch zu machen.
Also fing ich an, eine besagte StyleSheet-Datei zu entwerfen. Dann lud ich sie in unserem Megageilen-Engels-Rechner hoch, der alles kann, sogar unsere Farben der Arbeitsplätze verändern - und nichts passierte.
Ich sah mir meinen Code nochmal an. Um genau zu sein - Ich wusste nicht genau, was eigentlich oben und unten stehen musste in der Syntax.
Ich hatte keine andere Wahl...
\"EmptyTear?\"
Mit einem *WUSCH* kam die gute Fee wieder angerauscht, als hätte sie geahnt, dass ich Hilfe bräuchte.
\"Wie muss das genau ausschaun?\"
Sie gab mir die Vorlage einer StyleSheet-Datei.
\"...Danke.\"
Dann rauschte sie wieder ab.
Dann schrieb ich die Datei so um, dass es passte - Und es klappte!

So hatte mir EmptyTear geholfen, mein Wissen zu erweitern! Jaja, das war ne Geschichte...