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Es war spät abens, fast nacht, als Kyra durch die Straßen irgendeiner Großstadt lief. Grade hatte sie einen besonders schwierigen Auftrag hinter sich gebracht. Eine junge Kindergärtnerin hatte beschlossen den Kindergarten in die Luft zu sprengen, weil sie den Lärm der Kinder nicht mehr ertragen konnte. Kyra hatte sie nur knapp davon abhalten können und das auch nur weil sie sich als Aushilfe ausgegeben hatte und sie in den Urlaub geschickt. Zwei Wochen kleine Kinder betreuen, allesamt hyperaktiv, ihrer meinung nach. Es war anstrengend, aber letzten endes war der Auftrag zu ende. Deswegen ging Kyra auch zu Fuß durch die Stadt, denn zum Fliegen war sie zu müde. Sie würde voraussichtlich erst am nächsten Tag wieder zu Hause ankommen. Sie freute sich schon insgeheim auf ihr Bett. In Gedanken vertieft lief sie weiter, vorbei an Bäumen, Laternen, Bänken und einem alten Mann der am Boden an eine Wand angelehnt saß. \"Guten Abend!\", sagte er. Kyra nickte ihm zu. \"Guten Abend!\", erwiederte sie und ging ein Stück weiter. Dann blieb sie stehen. Hatte der Mann sie grade angesprochen? Unmöglich! Er konnte sie nicht sehen, sie hatte nicht ihre Menschen gestalt angenommen. Sie blickte zum alten Mann zurück und sah in seine AUgen, denn er blickte sie immer noch so an als würde er sie tatsächlich sehen. Konnte er sie wirklich sehen? Wie war das möglich? \"Sie können mich sehen?\" \"Ja, klar und deutlich, aber lass das doch bitte mit dem siezen, du bist ein engel und ich bin alt genug um zu wissen das das nur der Zwang der Gesellschaft ist. Mein Name ist George Trainters. Nenn mich bitte einfach George.\" Er lächelte. Kyra betrachtete ihn. Er trug zerfetzte und ausgeblichene Klamotten, die darauf schliueßen ließen, dass er wahrscheinlich obdachlos war. Aber die Kleidung fiel bei diesem alten Mann, George, erst zum Schluss auf, denn er hatte freundliche Augen, sie wirkten wa rm und unschuldig, wie die Augen eines Babys und hatten eine unglaubliche ausstrahlung. Die Falten in seinem Gesicht ließen darauf schließen, das er oft lachte. Er war merkwürdig einen solchen Mann hier anzutreffen, der sie zugleich auch noch sehen konnte. \"Gerne, mein Name ist Kyra. Ähm.. \" Kyra war sich ein wenig unsicher was sie zu ihm sagen sollte. \"Du willst sicher wissen warum ich dich sehen kann, nicht wahr? Nun ich konnte schon immer Engel sehen, aber ich habe noch nie mit einem gesprochen. Immer wenn ich sie sah, flogen sie am Himmel. Warum ich es kann weiß ich allerdings auch nicht wirklich. Setz sich doch dann können wir uns ein wenig unterhalten. Oh, es ist ein wenig dreckig, aber ich glaube nicht das er deiner Kleidung etwas anhaben kann.\" Er wieß mit seiner Rechten neben sich. Kyra setzte sich hin. \"Wieso sitzt du hier?\" fragte Kyra ihn. \"Hier fliegen die meisten Engel entlang. Es ist eine wahre freude ihnen beim Fliegen zuzusehen. Oft wünsche ich mir mitzufliegen zu können.\" Sehnsüchtig sah er in den Himmel. \"Es gibt noch andere Orte wo sie oft vorbeifliegen, andere Städte, Länder, aber ich hab mir diese Stadt ausgesucht...\" Kyra sah ihn irritiert an, wie konnte ein Mann ohne Dach und Geld um die Welt reisen? \"Denn ich verstand es als Botschaft dich und andere Engel zu sehen. Eine Botschaft die besagt, kümmere dich um andere, wie es Engel tun würden. Deshalb bin ich in diese Stadt gekommen und sorge nun für diejenigen, die die Hoffnung auf ein schönes Leben aufgegeben haben, diejenigen die nur noch ihre Probleme sehen.\" Kyra mochte seine Ansicht. \"Wie sorgst du dafür? Und wie kommt es das sie schon so viel gereist sind?\" Eine Träne kullerte George über die Wange. Sie sah ihn besorgt an. \"Ich bin Undercover hier, eigentlich bin ich das was du als Milliadär bezeichnen wà ¼rdest, aber auf diesem Wege kann ich den Kindern der Straße besser und direkter helfen. Ich setzt zwar auch als Mil. alles daran ihnen zu helfen, aber diese \'almosen\' wie sie sie nenen nehmen sie meist nicht an. Aber bald werde ich ihnen nicht mehr helfen können...\" Traurig blickte er zu Boden, was für dieses Auftreten, eine art königliches Auftreten, falsch wirkte, verkehrt. Kyra wollte ihn wieder aufmuntern. \"Wieso nicht? Sie sind doch für sie da!\" \"Das ist es nicht. Ich habe nicht mehr viel Zeit auf dieser Welt, ich bin alt. Erst wenn man kurz vor seinem Ende steht, merkt man doch wie begrenzt seine eigenen Möglichkeiten sind.\" \"Aber sie haben doch bestimmt Kinder! Oder jemanden der ihre Aktion weiterführen kann?!\" Er schüttelte den Kopf. \"Nein, mein Sohn interessiert sich leider nur für sich selbst, er ist nicht unfreundlich, aber er würde diese Aufgabe nicht ohne weiteres so weiterführen. Und allen anderen geht es nur um das Geld.\" Er seufzte tief. Kyra wollte ihm ein paar tröstende Worte sagen. Sie berührte sanft seine Schulter. Doch er bleib nicht sitzen, sondern kippte plötzlich um. \"GEORGE!\", rief Kyra auf. Er bewegte sich nicht, seine Augen waren verschlossen. \"GEOORGE!!\", rief Kyra lauter und schüttelte ihn. \"Ich bin hier!\" ertönte Georges Stimme neben Kyras anderer Seite. Verwundert dehte sie den Kopf. Dort stand George. Er sah genauso aus wie George, nur hatte er nun die Kleidung der Engel an und auf seinem Rücken ragten weiße Flügel hervor. Hinter ihm stand Dairan. Er lächelte sie an. \"Was ist mit George,was ...\" setzte Kyra an. \"Er wird der Engel dieser Stadt werden.\" Dieser eine Satz von Dairan genügte um sowohl George als auch Kyra ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Zu dritt flogen sie zurück zu m Himmel. Während des Fluges nahm Dairan Kyras Hand um ihr beim Fliegen zu helfen, denn sie war immmer noch erschöptft. Trotzdem konnte Kyra nicht umhin, sich wegen der Tatsache seine Hand zu halten, fröhlich zu sein.
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