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 Gottes Macht
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 Im Wald

  Engel der Liebe  Engel der Liebe
Liebe heißt Glück
Liebe heißt Leid
Liebe kann schüren
Kummer und Neid

Doch Liebe ist trotzdem
Das Wichtigste der Welt
Sie heilt alle Wunden
Und das ist was zählt

Sie stärkt deinen Körper
Und auch deine Seele
Sie lässt dich so fühlen
als wenn dir nichts fehle

Erträgst du mit ihr Leid und Schmerz
Erfüllt sie auf ewig mit Wärm dein Herz

  Heldentat  Heldentat
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Miranda und die Dämonen-Karte

Es war ein sonniger Tag im Paradies, an dem man einfach gute Laune haben musste.
Miranda saß auf einer Schaukel, die an einem Ast des alten knorrigen Baum gebunden war und schaukelte nachdenklich hin und her.
Dieser Tag wäre ein Grund zur Freude gewesen, doch irgendwie hatte sie ein ungutes Gefühl in der Magengegend, und sie war sich sicher, dass dies nicht auf das chinesische Essen von gestern Abend zurückzuführen war.
Da erhielt sie eine Anfrage: „Miranda, wer hat SE10?“ „Mist, gerade jetzt“, murmelte sie genervt und sprang von der Schaukel. Sie schlug ihr großes Buch auf, in das sich alle Karten wie von selbst eintrugen, und überflog die Seiten. Aber das Buch war leer. Keine Karten, keine Members, gar nichts. „Oh verd....“, rief Miranda, die rechtzeitig den Fluch verhindern konnte, denn Engel fluchen ja bekanntlich nicht.
Miranda war verwirrt, was sollte sie nur tun? Da hörte sie ein fieses Lachen hinter sich. Sie fuhr herum. „Wer ist da, zeig dich, du Unhold!“ Da leuchtete etwas hinter dem Baum, an dem die Schaukel hing, und die Karte GE01 schwebte hervor. Sie leuchtete glutrot, und das Gesicht des Engels darauf war zu einer grinsenden Grimasse verzerrt. „Na, gefällt dir das Buch so?“ frohlockte die Karte. „Nun kann niemand mehr tauschen und sammeln, wie schaaaaade!“.
Miranda hatte keine Angst, es war ja nur eine Karte, aber sie machte sich ernsthaft Sorgen zum das Fortbestehen des Trading Card Games. „Wie... wie hast du das nur geschafft?“ fragte sie, um die dämonische Karte abzulenken. „Oh, das war so einfach, denn ihr Engel seid ja so dumm!“ begann die Karte zu erzählen, und bemerkte dabei nicht, dass sich Miranda dem Baum näherte. Als sie ihn erreicht hatte, gab sie der Schaukel einen kräftigen Schubs und diese knallte gegen die Karte. Die Karte schrie und fiel auf den Boden. „Knock out in der ersten Runde!“ triumphierte Miranda.
So wurde GE01 mit spezieller Klebefolie aus weißer Magie in das Buch gebannt, und siehe da, alle Notizen und Register wurden langsam wieder sichtbar. „Einmes Tames webe iff mich rächem!“ stieß GE01 unter der Folie hervor, doch Miranda klappte einfach das Buch zu.

  Luzifer  Luzifer
Ein Engel bin ich, schaut nur her,
der Schönste gar von allen!
Und auch Gott, der liebt mich sehr,
ich tu ihm wohl gefallen.

Die Weisheit und das Licht,
die bring ich auf die Welt,
doch dass dort nun die Menschen leben
mir unglaublich missfällt.

Ehren soll ich ihn, sagt Gott,
wie kann er’s nur verlangen?
Die Herrschaft dieses alten Mannes
ist nun wohl vergangen!

Dieses Krieg wird ich gewinnen!
Engel, es gibt kein Entrinnen!

  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
Es war ein grausamer Tag im Herbst, vielleicht der schlimmste meines Lebens. Meine beste Freundin hatte mir die Freundschaft gekündigt, und ich verstand nicht wieso, wir hatten uns doch immer so gut verstanden! Warum tat sie mir das nur an, was hatte ich falsch gemacht? Das konnte sie mir selbst nicht erklären, nur dass sie eben nicht mehr so mit mir klar kam. Hatte ich mich so sehr verändert? Oder, anders gesagt, hatte SIE sich so sehr verändert?
Eine Träne rollte meine Wange herab, als es plötzlich neben mir raschelte. Ich sah mich um und entdeckte eine weiße Katze mit stahlblauen Augen, die durch das Herbstlaub wuselte und mit den Blättern spielte. Sie war groß und schlank mit unglaublich buschigem Fell. „Du bist ja eine Süße!“ sagte ich, hockte mich hin und versuchte, die Katze anzulocken. Und tatsächlich, sie kam auf mich zu! Ich streichelte sie vorsichtig und sie rieb ihren Kopf an meiner Hand und schnurrte. Ich hab sie sanft hoch und drückte sie an mich. Ihr Fell war so warm und weich, und ihr Schnurren so unglaublich beruhigend. „Wo kommst du nur her, kleines Wölkchen?“ fragte ich sie, „bist du vom Himmel gefallen?“. Als Antwort leckte sie mir einmal über die Nasenspitze. Ich lachte, weil es kitzelte. Ich setzte die Katze ab, und sie sprang wieder freudig in den Laubhaufen. Ich überlegte nicht lang und sprang einfach hinterher. So spielte ich mit ihr und den Blättern und vergaß schnell die Zeit und das, was mich so bedrückt hatte.
Als es dunkel wurde, klopfte ich mir das Laub von der Kleidung. „Los, kleines Wölkchen, geh nach Hause, es ist schon spät“, sagte ich zu der Katze, „und ich werde jetzt auch gehen. Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder. Und danke, du hast mir sehr geholfen!“ Ich streichelte sie ein letztes Mal und drehte mich um, dann ging ich los. Ein paar Sekunden später zischte ein Lichtstrahl himmelwärts an mir vorbei, und ich hätte schwören können, an der Spitze dieses Strahls einen kleinen schneeweißen Engel gesehen zu haben. Intuitiv drehte ich mich um, doch die Katze war verschwunden...
Und die Moral von der Geschicht? Nicht jeder Engel ist in Menschengestalt unterwegs!

  Parabel des Elements  Parabel des Elements
Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es anlässlich einer Buchmesse einen Wettbewerb im Mangazeichnen. Als das Siegerwerk auf der Messe präsentiert und der junge Zeichner auf die Bühne gerufen wurde, schrie ein Mädchen im Publikum auf. „Das ist mein Manga, er hat ihn gestohlen und unter seinem Namen eingeschickt.“
Die Juroren waren irritiert, doch der Junge grinste nur verächtlicht. „Kein Talent zu haben ist schade, aber es berechtigt dich nicht, mich zu beleidigen“, erklärte er hochmütig.
Das Mädchen betrat ebenfalls die Bühne. „Ich schwöre, dass es meines ist! Ich kenne jedes Wort und jeden Strich in dem Manuskript!“
„Das heißt nichts, die Werke sind die letzten Tage öffentlich ausgestellt worden, da hätte sie jeder auswendig lernen können“, warf ein Mitglied der Jury ein, dem man anmerken konnte, dass es die Veranstaltung schnell hinter sich bringen wollte.
Doch die oberste Schiedsrichterin, eine ältere Japanerin, die selbst schon unzählige Mangas veröffentlicht hatte, hob beschwichtigend die Hand und tuschelte mit ihrem Dolmetscher. „Shimoto-sensei hat einen Vorschlag zu machen“, verkündigte dieser nach dem kurzen Gespräch, und alle verstummten. „Um alle Zweifel auszumerzen, schlägt sie vor, das Werk zu zerstören und beide vermeintlichen Besitzer erneut zeichnen zu lassen. Dann werden wir sehen, wer der Urheber ist.“
Der Junge, der vor ein paar Augenblicken noch zum Sieger erkoren werden sollte, wurde bleich. „Aber, aber...“, stotterte er, „ich habe meine Zeichenutensilien nicht dabei... Und unter wird der Manga nicht so gut werden wie die erste Fassung.“
Das Mädchen hingegen bekam feuchte Augen. „Nein, bitte, zerstört mein Werk nicht“, sagte sie mit zitternder Stimme, „es hat mich so viel Zeit und Mühe gekostet! Dann gebt lieber ihm den Preis.“
Da stand Shimoto-sensei auf und lächelte breit. „Das ist die wahre Zeichnerin“ sagte sie auf Japanisch und deutete auf das Mädchen, „denn ihr lag das Erhalten ihrer Arbeit, in die sie so viel Liebe gesteckt hat, mehr am Herzen als ein Preis“. Ihr Dolmetscher übersetzte schnell und das Publikum applaudierte.
Das Mädchen wischte sich die Tränen weg und nahm den Preis in Empfang. Als sie sich nach dem Dieb umsah, war dieser bereits verschwunden...

  Krieg der Engel  Krieg der Engel
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Auch unter Engeln gab es Leid,
denn da war der große Fight
Wie immer gab es viel Getöse
Beim Kampf "Gut gegen Böse"

Der bösen Führer war schön und klug
Und größenwahsinnig mehr als genug
Luzifer wurd er genannt
und wollt' den Himmel in seiner Hand

Ein Drittel nur an seiner Seite
das schrie ja förmlich schon nach Pleite!
Doch Luzifer, der gab nicht auf
und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Der Michael, der brave Mann
führte die "guten" Engel an
Sie kämpften gegen Schlang' und Drachen
und ließen es ganz ordentlich krachen

Sieben Köpfe, sieben Kronen
Die auf diesem Drachen thronen
Brachten ihm im Kampfe nix
Denn er ward besiegt ganz fix

Luzifer zur Erde fiel
(das war nicht so ganz sein Ziel)
und dort böse Rache schwor
als Herrscher übers Höllentor

Noch heute sind er in seinem Feuer
als Satan, Herr der Ungeheuer,
Und schmiedet Pläne volle Kriege
auf dass er irgendwann Gott besiege

  Freundschaft mit einem Engel  Freundschaft mit einem Engel
Ich war noch ein sehr junger und unerfahrener Engel vom niedrigsten Rang, als ich Ashantiel kennen lernte.
Es war im Juni, und Gott hatte mich zur damaligen AnimagiC, der Anime- und Mangamesse geschickt, damit ich ein Auge auf die Veranstaltung werfe und nichts passiert. Ich war ziemlich nervös, denn das war eine große und wichtige Aufgabe, und ich war noch so neu und hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde. Mit mulmigem Gefühl machte ich mich dann doch auf den Weg zur Messe.
Ich hatte Glück, dass dort alle kostümiert waren, denn so konnte ich meine wahre Gestalt behalten, ohne dass es Aufsehen erregte. Ich schlenderte durch die Räume und meldete mich spontan beim Cosplay, dem Kostümwettbewerb an. Okay, das war etwas unfair, aber ich konnte einfach nicht widerstehen.
Kurz bevor die Kostüme präsentiert werden sollten, versammelten sich alle Teilnehmer hinter der Bühne. Dann fingen plötzlich zwei Freundinnen Streit an.
„Du hat mein Kostüm gestohlen“ rief die eine. „Du bist doch bloß neidisch!“ schrie die andere zurück. So ging es eine Weil hin und her, bis die Mädchen anfingen, sich gegenseitig die aufwendigen und wunderschönen Kostüme zu zerreißen.
„Hört auf, das bringt doch nichts“, versuchte ich die beiden zu beschwichtigen, doch sie nahmen mich gar nicht wahr. „Bitte, lasst das doch“, sagte ich matt, als ein Stück Stoff vor meinen Füßen landete, doch niemand hörte auf mich.
Tränen traten mir in die Augen. Das war genau das, was ich befürchtet hatte. Es sollte eine schöne Veranstaltung werden, und ich war noch nicht ml in der Lage, einen einfachen Streit zu schlichten. Ich war zu nichts zu gebrauchen...
Da ertönte eine Stimme in meinem Herzen: „Nyaasu, hörst du mich?“
„Ja, ja, ich höre dich!“ antwortete ich innerlich, denn ich war mir sicher, dass soeben ein Engel zu mir gesprochen hatte.
„Ich bin Ashantiel, der Engel des Erkennens. Nyaasu, ich habe dich beobachtet. Du hast mehr Kraft, als du denkst. Erkenne deine Stärke, und du kannst alles schaffen, was du willst.“
„Aber wie, ich kann das nicht, ich wie nicht wie...“
„Glaube an dich selbst, so wie wir an dich glauben. Ich drück dir die Daumen!“ Dann verstummte die Stimme.
Die beiden Mädchen, die sich so heftig gestritten hatten, trugen nur noch Fetzen am Leib, und ihre Kostüme hatten sich in groteske Puzzleteile verwandelt, die überall um sie herum lagen. Sie stritten nicht mehr, sondern starrten auf den Boden und weinten bitterlich.
Ich schloss die Augen und konzentrierte mich. Eine riesige Kraft strömte durch mich, und in dem Moment wusste ich, dass ich es schaffen würde. Blaues Licht umgab mich, als ich meine Hände auf die Stofffetzen richtete, welche sich wie durch Zauberhand wieder zu den ursprünglichen Kostümen zusammensetzten. „Streitet euch nicht“, sprach ich zu den Mädchen, „ihr seid doch Freunde, und euch verbindet die gleiche Leidenschaft. Wir Fans müssen doch zusammenhalten.“ Die Mädchen machten große Augen, nicken aber. Dann fielen sie ohnmächtig zu Boden.
Als die Mädchen wieder zu sich kamen, trugen sie wieder ihre Kostüme, konnten sich aber an nichts mehr erinnern. Da wurden sie vom Moderator auf die Bühne gerufen. Ich selbst hatte mich erschöpft, aber glücklich wieder zurück nach Hause begeben. Das Cosplay war mir nun egal, aber es gab da jemanden, bei dem ich mich bedanken musste...

  Vergangenheit  Vergangenheit
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Von den Erlebnissen, die ich als Mensch auf der Erde hatte, sind mir vor allem die mit meiner Mutter in Erinnerung geblieben. Die meisten davon sind peinlich, aber sie erinnern mich daran, wie viel Spaß wir im Endeffekt hatten.
Einmal war ich z.B. mit meiner Mutter und meiner besten Freundin Christin im Urlaub in einer kleinen Stadt in Ostfriesland. Wir übernachteten bei der besten Freundin meiner Mutter.
Damals lief ein Film namens „Freundinnen und andere Monster“ im Kino, und wir wollten ihn unbedingt sehen. Zum Glück gab es in unserem Urlaubsort auch ein kleines Kino, und so fuhr meine Mutter uns am späten Nachmittag dorthin. „Wenn der Film zu Ende ist, ruft bei Tanja an und ich hol euch ab. Die Nummer ist 15671“.
Im Kinosaal waren wir unter uns, denn außer mir und Christin wollte anscheinend niemand den Film sehen. Vielleicht lag’s aber auch am Wetter, denn es war sehr heiß.
Nach Ende des Films gingen wir in eine Telefonzelle und wählten die Nummer, die meine Mutter uns genannt hatte.
„Hallo?“, meldete sich eine fremde Stimme.
„Äh...“, sagte ich verwirrt, „spreche ich da mit Haberstroh?“
„Nein.“
„Oh, dann hab ich mich verwählt, Entschuldigung!“
Ich legte auf. „Das war falsch“, sagte ich zu Christin, doch die schüttelte den Kopf. „Nein, die Nummer im Display war korrekt.
Das Ende vom Lied war, dass wir die Auskunft anrufen mussten. Meine Mutter hatte einen Zahlendreher drin gehabt, die Nummer lautete 15617.
Als meine Mutter als endlich vor dem Kino hielt, wurde es schon dunkel und vor dem kleinen Einkaufszentrum wimmelte es von Jugendlichen. Sie parkte ihren Wagen auf der anderen Straßenseite, hupte, schrie „Juhuuuuu, hier bin ich“ und winkte heftig aus dem offenen Autofenster. Christin und ich taten so, als würden wir nur zufällig in Richtung des Autos mit dieser peinlichen Fahrerin gehen und waren froh, dass uns hier niemand kannte...

  Engel des Hasses  Engel des Hasses
Ich hasse die Menschen
Ich hasse die Tiere
Ich hasse es zu gewinnen
Und wenn ich verliere

Ich hasse die Liebe
Ich hasse das Leid
Ich hasse das Schicksal
Ich hasse die Zeit

Ich hasse die Jugend
Ich hasse den Tod
Ich hasse den Wohlstand
Ich hasse die Not

Ich hasse den Frieden
Ich hasse den Krieg
Ich hasse das Pech
Und ich hasse das Glück

Ich hasse die Erde
Ich hasse das Meer
Ich hasse den Mond
Und die Sonne noch mehr

Ich hasse das Dunkle
Ich hasse das Licht
Ich bin der Engel des Hasses
Und hasse am meisten mich