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Erzengel Schule

'Begegnung mit einem Engel' aus der neunten Prüfung.


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 Venefica Erzengel Schule
Glaubst du an Engel?
Venefica sammelte frische Kräuter auf dem Dorffriedhof. In letzter Zeit hatte man sie oft nach verschiedenen Heiltränken gefragt, und so war ihr Vorrat knapp geworden. Hinzu kam, dass eines der Dorfmädchen sich für Heilkunde zu interessieren schien. Da konnte es nicht schaden ihr zu zeigen, wo man passende Zutaten zu finden waren. Maria stand dicht hinter Venefica und sah stumm zu, wie die Kräuterfrau mit einer kleinen Sichel Blüten und Blätter erntete und mit einem langen Dolch verschiedene Wurzeln ausgrub. Irgendwann bemerkte Marie einen langen Schatten. Sie blickte nach oben und bemerkte, dass sie direkt unter der Statue eines großen, beteten Engels waren.
„Glaubst du an Engel?“ fragte Marie. Venefica kämpfte noch immer mit einer sehr langen, besonders hartnäckigen Wurzel. Sie griff diese mit beiden Händen und setzte ihr ganzes Körpergewicht ein. Plötzlich riss die Wurzel und Venefica kippte nach hinten. „Engel?“, wiederholte sie irritiert und blickte nun auch zur Statue. „Nein, aber als Kind habe ich an sie geglaubt. Heute nicht mehr.“ Etwas bedrückt sah Marie zu Boden. „Lass uns weiter machen, ich will sehen, wie du damit umgehst!“ sagte Venefica in möglichst aufmunterndem Ton und reichte Marie die Sichel.
Später in der kleinen Hütte, etwas außerhalb des Dorfes, sah sich Venefica ihre Beute an. Marie war immer ein stilles Kind, doch nach ihrer letzten Frage sagte sie kein Wort mehr. Eine kleine hellbraune Katze schlich um Veneficas Beine, schmiegte sich an sie und schnurrte. Venefica bückte sich zu ihr runter und nahm sie in den Arm. „Na, bist du froh das ich wieder da bin?“ Plötzlich hörte Venefica ein Rascheln, die Katze hüpfte ihr aus den Arm. Als Venefica sich umdrehte sah sie auf dem Fenstersims eine kleine Engelpuppe liegen. Schnell rannte sie hin und schaute aus dem Fenster. Gerade konnte sie noch den Umhang von Marie in den Büschen verschwinden sehen.
Die Kräuterfrau nahm die Engelpuppe vorsichtig in die Hand „Es gibt ja doch Engel!“

 Sirena Erzengel Schule
Ich kann mich noch erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Meine erste Begegnung mit einem Engel. Ich war damals 5 Jahre alt und vermutlich aufgrund meines Alters wollte mir niemand glauben. Meine Mom hatte mich gerade von dem Kindergarten abgeholt und wir gingen noch zusammen in einem Supermarkt einkaufen. Als wir bezahlt hatten gingen wir nach draußen zu dem Parkplatz. Ich saß erfreut in dem Einkaufswagen, weil ich meine Mom überreden konnte mir ein Überraschungs-Ei zu kaufen, als es plötzlich einen lauten Knall gab und meine Mutter erschrocken quiekte. Ich drehte mich um, und da sah ich das Übel auch schon. Ein Autofahrer hatte ein Mädchen auf dem Fahrrad angefahren und nun lag sie bewegungslos am Boden. Aufgeregt rannten die Menschen in Richtung des Unfalls. Meine Mutter blieb wie erstarrt stehen. Ich merkte, dass sie zitterte. “Mama ist dem Mädchen was passiert?”, fragte ich ahnungslos, da ich in diesem Alter noch keine Vorstellung über Leben und Tod hatte. Doch bevor meine Mutter mir antworten konnte, sah ich es auch schon. Das Mädchen rappelte sich auf, klopfte sich den Dreck von den Klamotten ab und lächelte ein bisschen verwirrt. Sie sagte, dass es ihr gut ginge. “Das gibt es doch nicht….”, “Die Kleine muss einen Schutzengel gehabt haben.”, “Das ist ja der Wahnsinn..”, hörte ich es von allen Seiten murmeln. Und dann sah ich es. Ein wunderschönes, hellerleuchtetes Wesen. Ich konnte nicht einschätzen, ob es ein Mann oder eine Frau war, ich wusste nur, dass ich noch nie etwas so schönes und vollkommenes gesehen habe. Ich musste lächeln. “Mama!! Mama!! Da schau mal den schönen, leuchtenden Menschen an!!” Meine Mama hörte mich allerdings gar nicht. Sie war vertieft in die Gespräche mit den anderen Leuten die herum standen und sich wunderten. Ich sah wieder zu dem leuchtenden Menschen herüber. Doch halt, das war gar kein Mensch. In diesem Moment fiel mir auf, dass das Wesen wunderschöne weiße, samtige Flügel hatte. Es blickte in meine Richtung, lächelte und zwinkerte mir zu. Doch schon im nächsten Moment schoss es wie ein Blitz in den Himmel empor und war verschwunden. “Mama, Mama, da war irgendwas. Ich glaube es war ein Engel. Er war ganz schön und hatte große weiße Flügel!!”, rief ich aus. “Ach Mausi, es gibt doch gar keine Engel…”, antwortete sie zerstreut. “Komm, wir fahren jetzt nach Hause.”

 Natsuki Erzengel Schule
Als ich noch auf der Erde gelebt hab, ging ich oft raus zu einem See, wo ich mich öfters auf den Rasen setzte. Es war immer so schön da, dass ich öfters sehr lange da blieb. So auch an dem Tag. Es wurde langsam dunkel und ich war einsam und allein. Ich stand auf und ging langsam zum See. Eine Stimme sprach langsam und vertraut zu mir. Es war unverständlich. Aber ich bückte mich und tat vorsichtig zwei Finger ins Wasser. Genauso vorsichtig ließ ich meine Finger kurz übers Wasser gleiten und nahm sie auch wieder raus. Ich stand auf und auf einmal war in dieser trüben Gegend ein deutlicher Lichtschein. Ich schaute ganz genau hin, erkannte aber nicht, was es darstellen sollte. Ich trat näher heran, sah es jedoch immer noch nicht. Ich rieb mir die Augen und schließlich erkannte ich es: Es war ein Engel. Er flog zu mir. Er lächelte und sprach zu mir: \\\"Du bist die Einzige, die mich regelmäßig besuchen kommt! Ich aber komme für jede treue Person nur einmal zum Vorschein. Und ich möchte dir sagen, dass du immer geschützt bist. Ich werde über dich wachen, auch wenn du mich nicht sehen kannst! Irgendwann werden meine Kräfte jedoch nachlassen! Aber hab keine Angst, du kommst in den Himmel. Es tut mir leid, doch auch ich muss mal verschwinden. Vergiss jedoch nicht, was ich dir gesagt habe: Ich werde immer über dich wachen!\\\" \\\"Immer...\\\", erklang noch ein Echo. \\\"A...Aber... W...Warte!!\\\", rief ich dem Engel nach. Doch er war weg. Von da an kam ich jeden Tag zum See. Ich baute mir sogar eine kleine Bude und ließ dort viele, viele Sachen von Engeln. Die Bilder, die ich gezeichnet hatte, waren alle die Bilder von dem Engel, den ich gesehen habe Manchmal brachte ich sogar noch Brot und Trinkwasser mit, weil ich dem Engel wirklich dankbar war. Aber warum, weiß ich jetzt auch nicht mehr wirklich...

 Sylmeria Erzengel Schule
Der unbekannte Retter

Verena schaute verbittert auf die Gleise, die Versuchung war groß, doch sie war zu feige, es zu beenden. Schon öfters hatte sie die Gedanken, allen ein Ende zu setzen; fragte sich, wie es wohl sein mag und ob es danach wirklich nichts gäbe. Aber viel mehr von all\' diesen Dingen, wollte sie fliehen. Fliehen aus der stillstehenden Welt, der immer jammernden Menschen, den grauen Alltag. Sie sah nicht viel Sinn in ihrem dasein, generell in der Existenz jedes einzelnen Menschens. Sie steigt nachdenklich in den Zug, heute hatte sie es wieder nicht geschafft.

Schon seit ihrer Kindheit war Verena öfters alleine. Ihre Eltern waren ständig arbeiten und so musste sie früh lernen für sich selbst zu sorgen. Freunde hatte sie keine, generell kann sie mit Freundschaft nichts anfangen. Doch trotz ihrer Einsamkeit hatte sie den Eindruck alleine besser klar zu kommen. Als Verena heute nach Hause kommt, ist sie wie sonst auch, alleine. Nur am Kühlschrank hängt eine kurze Nachricht ihrer Mutter \"Hol\' dir was zu essen, Geld liegt auf den Tisch\". Verena reißt den Zettel ab und zerknüllt ihn. Oben im Zimmer schmeißt sie sich aufs Bett und denkt nach. Über sich, über ihr Leben, sie wirkt unzufrieden, unruhig. Alles ist so trist, grau, sie weiß nichts mit sich anzufangen. Ihr fehlt die Lebendigkeit in ihrem Leben. Langsam schließt sie die Augen und schläft ein.

Erst morgens wird Verena durch die ersten Sonnenstrahlen wach. Sie hatte den ganzen Nachmittag und die Nacht durchgeschlafen, fühlte sich aber immernoch nicht anders. Heute würde sie es tun, da war sie sich nun sicher. In der Küche frühstückte sie erst einmal in Ruhe, zog sich langsam an und machte sich auf \"den Weg\". Am Gleis standen noch andere Passanten und warteten auf den Zug. Sie waren ihr gleichgültig, fremd, warum sollte sie Rücksicht nehmen? Aus der Ferne hörte Verena den Zug anrollen, gleich würde sie springen... sie machte die Augen zu und begann zu laufen... DOCH wie aus heiterem Himmel zog sie etwas am Arm und sie fiel zu Boden. Jemand hatte sie zu Boden gerissen. Als sie aufschaute war vor ihr ein junger Mann mit einer hellen charismatischen Aura. Er reichte ihr die Hand und half ihr auf. \"Ist alles ok?\", fragte der junge Held. \"I-i-ch denke schon\", antwortete sie, fühlte sich aber ertappt. \"Gibst du nicht ein wenig schnell auf?\" Verena errötete, starrte zu Boden, denn ER wusste was SIE vor hatte. \"Kein Grund gleich Rot zu werden. Magst du ein Stück mit mir gehen?\", fragte der Mann. Verena war ein wenig perplex, doch aus irgendeinen Grund hatte sie auf einmal ein gutes Gefühl bei der Sache. Das erste gute Gefühl nach einer sehr langen Zeit.... Während des Spaziergangs hat Verena dem Unbekannten ihr komplettes Leben erzählt und auch er hat viele Dinge von sich und seinem bisherigen Leben erzählt. Nachdem Gespräch fühlte sich Verena eindeutig besser, sie hatte einiges gelernt, versteht nun viel mehr und möchte ihr Leben neu ordnen. Gegen Abend bringt der Unbekannte das Mädchen nach Hause. Nach langer Zeit hatte Verena ein Lächeln auf den Lippen. Sie wusste zwar immernoch nicht wer der Unbekannt war, doch sie war sich sicher... er muss ein Engel gewesen sein.

 Unicosya Erzengel Schule
Mein Spitzname als Mensch lautet PI und ich hatte in meinem Leben schon öfters das Glück, einem Engel zu begegnen. Kein Heiligenschein und keine weißen Flügel, aber Engel ganz nach meiner Definition. Ich werde in ein paar Tagen 20 Jahre alt und habe vor fast 7 Jahren meinen ersten und bisweilen schönsten Engel. Ihr Name ist Mel und unser Anfang war etwas schwierig, aber schon bald sollten sich unsere Wege schneiden. Sie ist ein wundervoller Mensch, doch was macht sie zu einem Engel? Ihre Seele, ihr strahlendes Leuchten in ihrem Inneren. Dieses Strahlen hat mich oft aus den Klauen der Dunkelheit gerettet und eben genau das macht sie für mich zu einem Engel. Jetzt sollen sich unsere Wege, nach vielen Jahren, wieder trennen und es wird sich zeigen, ob Gott mir diesen Engel wirklich für den Rest meines Lebens an die Seite gestellt hat. Dieser Mensch, diese Seele, mein Engel, ohne den ich mir nicht mehr vorstellen kann zu leben. Diese Liebe, diese Zärtlichkeit, dieses Wesen ist zum Elexier meines Daseins geworden.
Was macht diesen Menschen so besonders? Eigentlich eine einfach und zugleich unheimlich schwere Frage. Man kann die aber tausend Facetten kaum aufzählen. Ist sie deshalbe in Engel für mich, weil sie mitten in der Nacht zu mir fährt um mich in den Arm zu nehmen? Ist sie ein Engel, weil sie einfach meine beste Freundin ist? Oder weil ich mit ihr lachen kann wie mit keinem anderen Wesen? Oder weil ich mit ihr Kind bin und Erwachsene und alles zusammen? Es begegenen einem viele Menschen im Leben und einige nennt man wohla uch Freunde, aber nur Engel hinterlassen tiefe bleibende Spuren auf deiner Seele. Keine Narben, sondern Spuren des Glücks und der Liebe, des Verständnis und der Zärtlichkeit. Wenn dich ein Mensch zum positiven verändert, immer an dich glaubt und an deiner Seite bleibt. So da sich dein Herz ganz von alleine verändert und eine große Kammer für diesen Menschen öffnet und der Mensch da auch nicht mehr verschwindet, dann ist dieser Mensch ein Engel, den du genauso behandeln solltest. Ich habe meinen Engel gefunden und ich werde ihm hüten und beschützen. Und wenn ihr die Flügel gebrochen werden, von anderen schändlichen Wesen, dann pflege und pflicke ich die Wunden, bis sie wieder verheilt sind und mein Engel zurück ind ie Freiheit kann, denn ein Engel muss fliegen und frei sein, aber ich weiß, dass mein Engel auch immer wieder zurück kommt zu mir und genau deswegen liebe ich meinen Engel Mel.


 Merve Erzengel Schule
Engel auf Erden

Wenn man es genau betrachtet, dann kann jeder Mensch ein Engel sein. Jeder, der etwas Gutes tut, ohne auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein. Jeder, der eine reine Seele hat. Die Seele eines Menschen im Allgemeinen ist etwas so reines, dass man diese Energie als Engel bezeichnen kann. Ich glaube daran, dass diese Energie nach dem irdischen Leben weiter existiert und dann zu so etwas wie einem Engel werden kann. Allerdings gibt es ganz besondere Menschen, bei denen die innere Energie so stark ist, dass sie schon zu Lebzeiten als Engel fungieren, teilweise ohne es zu bemerken. Von genau solch einer Person möchte ich euch berichten!

Meine beste Freundin – DAS PI !!! ^^

In unsere Schule gab es eine Schreib-AG, hier trafen sich Menschen, die gerne Gedichte und Geschichten schreiben und sich gerne neue Tipps undTricks von anderen Schülern oder unserem betreuenden Lehrer (unserem Schafhirten ^^) geben lassen wollten. Mit meiner Freundin, die ich schon seit der Grundschule kannte betrat ich nun zum ersten Mal diesen Raum. Im Raum befanden sich schon einige Leute, darunter auch Pitza. Die Dinge nahmen so ihren Lauf. Irgendwann sollte jeder einmal eine Geschichte vorlesen. Pitza, ein anscheinend eher zurückhaltendes Mädchen mit schwarzen Haaren und einer Brille, fing an zu lesen. Durch ihre Geschichte merkte man schnell, dass sie keineswegs unscheinbar war, im Gegenteil, sie musste schon viel erlebt haben. Meine Gedanken zu diesem Mädchen waren sehr einfach: OMG, mit der möchtest du nie etwas zu tun haben, das Mädel ist dir viel zu kompliziert! ^^ Also nahm die Schreib-AG ihren gewohnten Gang. Nach der AG saßen wir oft noch zusammen und unterhielten uns. Es war eine sehr unbeschwerte Zeit. Es entwickelten sich doch so etwas wie Freundschaften, dennoch Pitza (Patricia) war mir weiterhin suspekt. In der 10. Klasse hatte ich Probleme in der Schule und beschloss, damit die Noten eventuell besser werden, mich zurück Stufen zu lassen. Im Nachhinein muss ich gestehen, es lag dann eher an meiner Faulheit, als an allem anderen und das eine Jahr zu wiederholen hat nicht groß etwas gebracht! Doch so war es nun. Ich kam in die neue Klasse (Matheunterricht) und saß auch gleich ganz vorne, so dass mich jeder erst einmal begutachten konnte. Und hinter mir saß SIE. Doch irgendetwas war anders. Sie war mir weiterhin suspekt, doch ich spürte dass ich mich an sie halten sollte. So war es dann auch. Ein, zwei Stunden später waren wir mitten im Gespräch und es war als würden wir uns ewig kennen. Aus diesem mehr oder weniger Zufall entstand eine Freundschaft ohne welche ich nicht wäre, was ich bin. Pitza, oder auch PI ^^ hatte tatsächlich für ihn kurzes Leben schon viel erlebt und wahrscheinlich war sie deshalb so hilfsbereit und aufopfernd. Ich hatte noch nie einen Menschen erlebt, der so selbstlos für andere einsteht. Nunja, in mir hatte sie dann wohl ein Lebensprojekt gefunden ^^ Sie änderte nicht nur ein wenig meine Charakter zum besseren, sie trieb mich in der Schule an und sorgte dafür, das aus mir eine richtig anständige Persönlichkeit wurde! Doch wenn ihr glaubt, dass sei alles,… so habt ihr euch getäuscht! Wir beide haben mittlerweile eine Verbindung zueinander aufgebaut, das ist fast gruselig. So viel Sch*** wie wir schon durchgemacht haben… sie war immer für mich da, selbst wenn es ihr auch dreckig ging, sie sorgte sich mehr um mich, als um sich. Sie fährt mitten in der Nacht durch die halbe Welt, nur um mich in den Arm zu nehmen! Sie ist ein Engel, da bin ich mir sicher! Ab und an kommt es sogar vor, dass ich glaube ihre Gedanken und Gefühle wahrzunehmen. Und sie berichtete mir, dass es andersrum wohl genauso sei. Eigentlich kein Wunder, denn meine Gedanken sind oft bei ihr, denn sie ist mit Abstand einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben!

Und das alles obwohl ich sie eigentlich nie kennen lernen wollte…

Was lernen wir daraus: Sei niemals oberflächlich, dir entgeht vielleicht ein Engel!

 Shika Erzengel Schule
Hektisch packten beide die letzten Taschen. Sie rannten beide wild durch das Hotelzimmer und wollten nur noch raus. \"Beeilung, wir verpassen den Flieger...\", schimpfte er wieder und wieder. Seine Frau verdrehte die Augen und hatte einen genervten Gesichtsausdruck.
Es war der 31. Mai 2009 und sie wollten heute zum Flughafen, um nach Hause zu fliegen.
Endlich traten sie aus der Tür heraus und rannten weiter zum Fahrstuhl.
\"Guten Tag Mr. und Mrs. Ganthaler.\", begrüßte sie noch die Putzfrau im Gang und stellte sich vor Michael. \"Bitte gehen Sie mir doch aus dem Weg, wir haben es wirklich eilig.\", drängelte er und machte komische Handbewegungen. Seine Frau lief vor und drückte auf den Knopf, um den Fahrstuhl zu rufen. Die Putzfrau legte beide Arme auf Mr. Ganthaler und sah ihn genau an. \"Sie werden mir dafür danken.\" Ihm packte die Angst, er ging einen Schritt zurück und schubste sie leicht von sich weg. Schnell ging er seiner Frau nach, er sah nicht mehr zurück. Er schüttelte den Kopf und dachte nur daran, wie verrückt doch manche Menschen sind.
Es ging weiter mit dem Taxi und sie bezahlten den Fahrer hoch, da er für sie zu schnell gefahren ist.
Angekommen am Flughafen, liefen sie endlich zum Schalter. \"Es tut mir leid für Sie, aber ich darf Sie nicht mehr an Bord lassen. 447 nach Paris wird in wenige Sekunden losfliegen.\" Johanna drehte sich genervt um und fluchte laut. Michael sah die Frau am Schalter an und fragte, ob man denn gar nichts mehr machen kann. Diese verneinte. \"Sie werden mir dafür danken.\" rief sie dem Ehepaar nach, die zur Info liefen, um einen neuen Flug zu buchen.
Langsam kam Michael das merkwürdig vor. Diesen Satz hörte er nun zum zweiten Mal und beide Frauen sahen sich sehr ähnlich... Oder waren sie gleich? Er schüttelte den Kopf, er glaubte nicht an solch einem Unfug und konzentrierte sich wieder auf seine Rückreise.
Das Ehepaar flog wenig später nach München und wollte dann die Heimreise mit dem Auto fortsetzen. In München angekommen mietete Michael das Auto per Telefon. Es sollte bald ankommen und so nutzen sie die Zeit um einen Kaffee zu trinken und etwas Kleines zu essen.
Als das Auto ankam, steigt eine Frau aus und lief zu ihnen herüber. Sie gab Michael die Schlüssel und gab dem Paar Sicherheitshinweise. \"Schnallen sie sich an und geben sie Acht im Straßenverkehr.\" Michael lachte kurz und schickte seine Frau zum Wagen. \"Ich denke wir wissen sehr gut, wie man sich im Auto verhält. Danke Ihnen, dass es so schnell geklappt hat.\" \"Denken Sie bitte an den Gurt, Mr. Ganthaler.\" Er öffnete die Tür des Autos und wollte gerade einsteigen, als er wieder den Satz hörte. \"Sie werden mir dafür danken.\" Wütend stieg er ein, er wollte sich damit nicht befassen. Er legte den Gurt an und fuhr los, doch tief in seinen Gedanken war er bei dieser komischen Frau, die er heute zum 3. Mal sah.
Die Fahrt verlief sehr gut, sie hatten wenig Stau und kamen gut voran. Michael hatte das Radio angemacht, was er jedoch bald hören würde, wollte er nicht glauben...
\"Der Flug 447 von Rio de Janeiro nach Paris stürzte vor wenigen Minuten ab. Alle 228 Passagiere starben.\" Beide konnten es nicht fassen, wären sie doch fast unter den Passagieren gewesen.
Doch die Zufälle hörten nicht auf an diesem Tag. Nähe Kufstein hatten sie einen Unfall. Johanna Gathaler starb. Hätte sie einen Gurt angelegt, wäre sie noch am Leben gewesen. Nur Michael kam mit wenigen Prellungen davon und konnte nicht fassen, was geschehen war.
Wäre diese Frau nicht gewesen, hätte er nicht das Flugzeug verpasst und hätte nicht an den Gurt gedacht.
Noch heute dankt er Gott dafür, denn für ihn war es ein Engel, dem er da begegnet war und dem er sein Leben verdankte.

 Stella Erzengel Schule
Die 10 Gebote. Wenn ich mir das so anhöre werde ich doch gleich Satanist! Man darf echt gar nichts. Obwohl doch lieber nicht. Aber wieso darf ich nicht lügen? Macht doch eh jeder andauernd. Ich frag meine Freundin ob sie Lust hätte mit mir ins Kino zu gehen. Da meinte sie sie hätte keine Zeit, Training. Dann sehe ich sie auch noch im Center! Tolles Training. Geld ausgeben. Das muss man ja üben. Endlich abgeschlossen. Die ersten 10 Minuten sind endlich vorbei. Nur noch 35 Minuten. „Das dürfte erst mal reichen. Ihr lernt die 10 Gebote bis nächste Woche auswendig. Nun kommen wir zu den Engeln. Was wisst ihr darüber? Stella?!“, sagte sie in einen ruhigen Ton, doch bei meinen Namen hob sie ihre Stimme etwas an. „Engel gibt es gar nicht. Ich spreche gar nicht erst Gott an. Alles nur Aberglaube.“, dass gefiel ihr gar nicht. Das konnte man sofort an ihren Gesichtsausdruck erkennen: „Warum glaubst du das denn nicht?“ Ich holte noch mal tief Luft: „Weil ich hier sitzt und kein Wunder passiert?“ Alle mussten lachten. Denn sie wussten genau was ich meine. Das gab ärger! Nein. Ich bin so dumm. „Wieso bist du dann hier?“, fragte sie und versuchte sich selbst zu beruhigen. Immerhin war sie sehr gläubig und hasste alles und jeden, der etwas gegen die Bibel sprach. „Gut wenn ich dann gehen kann. Tschau! Wir sehen und dann irgendwann einmal.“, sagte ich in einen aufmüpfigen Ton und ging nach draußen. Die Treppen rannte ich schnell nach unten, öffnete die Tür vom Haupteingang und rannte schnell in den Park. Das konnte echt nicht wahr sein. Wieso hab ich das gesagt? Sie hatte ja Recht. Wieso bin ich hier. Es macht ja auch keinen Sinn zu existieren. Da könnte ich mich ja auch gleich umbringen. Dann hätte ich den beweis. Wenn ich Tot wäre, würde ich doch sehen, ob es Gott gebe. Ach was rede ich schon wieder für Unsinn. Engel, Gott, Bibel, Jesus. Aberglaube. Ich weiß gar nicht was ich denken soll. Ich habe so lange über Engel nachgedacht und nachgeforscht. Es gibt eine Hierarchie. Jeder Engel hat seine eigene Aufgabe. Es gibt Engel, Erzengel, Fürst, Gewalt, Mächte, Herrschaften, Throne, Cherubim und Seraphim. Dann die erste, zweite und dritte Triade. Und so weiter. Wieso ich das alles gelesen habe, weiß ich auch nicht. Bis jetzt hat es mir nichts gebracht. Einen Engel zu sehen? Unmöglich. Höchstens einen Schutzengel, aber auch nur wenn man in Not ist. Bin ich aber nicht. Ich bin im Tierschutzverein und helfe den Tieren. Bete für sie und was passiert. Sie sterben oder laufen weg. Ich bin zu nichts zu gebrauchen. Die meisten haben auch Angst vor mir. Alle Anderen haben kein Problem mit Tieren umzugehen, aber bei mir ist es anders. Heute rede ich wirklich nur Unsinn. Zuerst denk ich über das Gebot nach, man soll nicht lügen und dann komme ich zum Punkt, Gott und Engel gibt es nicht, dann geh ich einfach und merke dass es keinen Sinn hat weiter Bücher über Engel zu lesen und nun steh ich hier und hab mich verlaufen? Verdammt! Als Engel könnte ich nun mit Tieren sprechen und hätten keine Angst mehr vor mir. Ich liebe Tiere und Engel über alles, aber nichts von beiden klappt einfach! Kein Wunder, dass niemand mehr was mit mir zu tun haben will. Ich bin als Ökotusse bekannt und als Engel des Unsinns ausgelacht! Echt toll. Ein Einzelgänger wollte ich wirklich nicht werden. Meine einigste Freundin will nichts mehr mit mir zu tun haben. „Du bist etwas besonderes.“, hörte ich eine Stimme sagen. Wo war sie aber nur? Ich schaute mich um. Hier war nichts. Nur tote Bäume. Kein Vogel war zu hören. Schon unheimlich. „Hab keine Angst. Ich bin der Engel der Bestimmung.“, sofort lachte ich und dachte an diesen einen Text, den ich im Internet gelesen habe. Engelbegegnung. Es haben wirklich einige einen Engel gesehen, aber Wissenschaftler meinten wieder, es wäre Einbildung oder eine Spiegelung gewesen. Aber Stimmen hören? Ich bin verrückt! Ich gehöre in einer Heilanstalt. Vor mir war ein Eichhörnchen. Vor mir?! Es sah mich mit seinen Kulleraugen an und es hatte den Anschein, dass es mir sagen wollte, folge mir. Nun rannte es etwas nach vorn und wartete auf mich. Dann geh ich mal hinterher! Viel passieren kann ja nichts. Schon wieder diese bezaubernde Stimme. Sie klang so rein und lieblich, wie von einem Engel. Was dachte ich denn da! Hab ich nicht selbst gesagt, dass es sie nicht gibt? „Höre auf dein Herz.“, schon wieder. Höre auf dein Herz? Was sollte das bedeuten. Ich lies mich von meinen Gedanken tragen. In meinen Herzen weiß ich genau, dass es sie gibt und mich ein Engel beschützt. Als Kind sah ich einen Engel. Niemand glaubte mir. Es seien Hirngespinste. Man dachte es wäre Fantasy. Damals sagte mir er ich soll dieses Buch lesen und verstehen. Am nächsten tag lag eine Bibel auf mein Bett. Ich las es immer wieder. Es faszinierte mich. Was damals vor 2000 Jahren passierte. Was? Das kann nicht sein. Dieselbe Stimme! Ich schaute mich erneut um. Überall Tiere. Sie s
ahen so vertraut aus. Als ob sie mich verstehen würden und ich sie schon immer kannte. „Ich bin der Engel der Bestimmung.“ Engel der Bestimmung? Der Bestimmung? Was sollte das denn heißen. „Du brauchst nicht länger suchen. Ich habe dich in deiner Not gesehen und nun möchte ich dir helfen.“ Mir helfen? Bei was denn helfen. Ich folgte unbewusst den Eichhörnchen und die anderen Tiere kamen mit. Wir kamen in einer Lichtung an. Vor mir stand derselbe Engel wie damals. „Ich werde dir helfen deine Bestimmung zu finden.“ Ein Licht erstrahlte und es war so friedlich. Keine düstere Stimmung, nein. Ein warmes und beruhigendes Gefühl umhüllte mich und plötzlich verstand ich die Tiere. Im nächsten Moment wachte ich in meinem Bett auf. Was war passiert? Ich sah auf meine Hände. Sie waren etwas dreckig. Es klebte Erde daran. Es war also wahr. Ich sah nun den Engel zum zweiten Mal und wusste nun, was meine Bestimmung war.

 Ashe Erzengel Schule
Es war ein schöner Tag, die Vögel zwitscherten und die Sonne schien vom Himmel, als ein Mädchen die Straßen eines kleinen Dorfes, welches zwischen einem See und Wald gelegen war, ging. Die schulterlangen rot-braunen Haare des Mädchens kitzelten sie im Nacken und fielen auf ihre sonnengebräunte Haut. Sie sah sich mit ihren tiefblauen Augen um und grüßte jeden der ihr über den Weg lief, eben alle die sie kannte. Dieses Mädchen hieß Elena. Sie war uf dem Weg nach Haus, mit zwei großen Tüten voll Lebensmittel in den Armen. Auch wenn sie auf den ersten blick sorgenlos wirkte, das war sie bei weitem nicht. Jeder im Dorf wusste um ihre Vergangenheit und demnach auh über ihre Gegenwart. Elenenas Eltern waren vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen und sie hatte keinerlei Verwandte mehr, außer ihre beiden jüngeren Geschwister, um die sie sich nun allein kümmern musste. Die beiden hießen Aline, sieben Jahre alt, und Tobi, fünf. Elena selbst war sechzehn, gerade alt genug um für sich selbst zu sorgen, wie viele Dorfbewohner fanden. Desshalb wollten sie die Drei in ein Heim schicken und machten ihnen damit das Leben schwer. Doch es gab auch viele andere Menschen, die die kleine Familie unterstützten. Nun ging Elena also die Straßen entlang, zu dem kleinen Haus, das etwas abseits des Dorfes lag. Kaum war das Mädchen durch die Tür getreten, kamen Aline und Tobi schon auf sie zugerannt. \'Hallo Elena!\', rief Aline zuerst und umarmte ihre Schwester. Tobi kam kurz danach, stellte sich aber nur vor Elena und begrüßte sie ebenfalls. \'Hallo ihr beiden.\', sagte auch Elena und umarmte sie. Mit den Worten, dass Männer schließlich nicht umarmt wurden, befreite sich Tobi beleidigt aus der Umarmung. \'Natürlich, entschuldige vielmals.\', lachte Elena und nahm Aline huckepack. Dann ging sie, auch mit Tobi im Schlepptau, in die Küche um den beiden etwas zu Essen zu machen. So verging der Tag und am Abend brachte Elena ihre kleinen Geschwister zu Bett und legte sich schließlich selbst schlafen. Am nächsten Mogen, machte sich Elena auf den Weg zu dem kleinen Laden, in dem sie arbeitete. Schließlich musste sie für ihe Familie sorgen und dafür brauchte man nun einmal Geld. Am Nachmittag machte sie sich gerade auf den Heimweg, als ein paar Menschen sie überholten. Elena konnte ihre Worte verstehen: \'Hast du gehört? In dem kleinen Haus am Rande des Dorfes soll ein Feuer ausgebrochen sein!\' \'Ja, lasss uns nachsehen. Ist das nicht das HAus, in dem die drei Gescwister wohnen?\'
Elena traute ihren Ohren nicht. Ohne nachzudenken rannte sie los und tatsächlich! Loderne Flammen schlossen das Gebäude ein und schickte eine dicke Rauchsäule in den Himmel. Mehrere Menschen hatten sich bereits darum versammelt und starrten nun mit bleichen Gesichtern auf den sich bietenden Anblick. Elena rannte ins Haus, ignorierte die Leute die sie aufhalten wollten. Immer wieder rief sie die Namen Alines und Tobis. Schließlich erhielt sie Antwort und folgte den Rufen. Die beiden saßen auf dem Tisch im Wohnzimmer und hielten sich gegenseitig fest. Das Feuer war noch nicht zu ihnen vorgedrungen, also rannte Elena schnell zu ihnen und trug die Beiden hinaus. Etwas weiter vom Haus entfernt lies sie sich ins weiche Gras fallen. Sie hatte einige Verbrennungen erlitten, aber das machte ihr nichts, denn sie wusste, das ihre Familie in Sicherheit war. Das Mädchen nahm alles nur noch langsam um sich war. Die eintreffende Feuerwehr und die Menschen die sich nun um sie versammelt hatten und die Drei mit Fragen überhäuften. Sie drückte Aline und Tobi fest an sich. \'Was machhen wir denn jetzt?\', fragte Aline, als von dem Haus nur noch verkohlte Reste übriggeblieben waren und sich die Leute wieder in ihre Häuser zurückgezogen hatten. \'Wir haben kein Zuhause mehr! Wo soillen wir wohnen?\' \'Ich denke, es bleibt uns keine Wahl. Wir müssen wohl alle ins Heim.\', sagte Elena und gerade als sie geendigt hatte erleutete ein grelles Licht den Himmel. Eine Gestalt erschien vor den Dreien, in ein weißes Gewand gehüllt und auf seinem Rücken befanden sich weiche federne Schwingen. Seine Stimme war hell und klar als der Engel sprach: \'Seid gegrüßt Menschen. Ich bin gekommen um euch zu helfen.\' \'Aber\', stotterte Elena, \'Aber wieso?\' Der Engel lächelte. \'Ich weiß wohl über dein Leben bescheid ELena und es ist meine Aufgabe über dich und deine Geschwister zu wachen. Nun frage ich dich: Nimmst du meine Hilfe an?\' Elena konnte kaum glauben was passierte. \'Natürlich!\', rief sie aus und mit einem Nicken verschwand der Engel und mit ihm das grelle Licht. Als die Drei sich umsahen konnten sie es nicht fassen: Das Haus war unversehr und alles war dort wo es hingehörte. Elena schloss wieder ihre Geschwister in die Arme. Auch ihre Verletzungen waren verschwunden. Sie musste lächeln. Es gab also wirklich so etwas wie Schutzengel.

 Shiina Erzengel Schule
Engel sind immer um uns, wir begegnen ihnen täglich – meist ohne viel davon zu merken. In seltenen Momenten nur wird uns bewusst, dass da eine Präsenz ist, deren Wirkung wir uns nicht entziehen können. In geselliger Runde unter Freunden zum Beispiel kommt es manchmal vor, dass plötzlich für einen kurzen Moment alle Gespräche verstummen. Für eine kurze Zeitspanne herrscht Ruhe, Nachdenklichkeit, ein sich besinnen. Jeder ist in diesem Moment allein, ohne Kommunikation zu den anderen, und doch sind sie alle miteinander verbunden im Schweigen. Man sagt, dieses Schweigen kommt daher, dass in diesem Augenblick ein Engel in dieser Runde weilt.
Diese Momente dauern nie lange, vielleicht nur ein paar Sekunden, dann werden die Gespräche wieder aufgenommen oder neu begonnen, und kaum einer erinnert sich nachher noch daran, dass ein Moment lang in stiller Andacht der Anwesenheit eines höheren Wesens Rechenschaft getragen wurde.
Aber auch sonst erinnere ich mich an solche unbewussten Engelbegegnungen. Es gibt ja Tage, an denen alles schief geht: Man hört den Wecker nicht und wacht zu spät und mit Kopfschmerzen auf, merkt dann im Bus, dass man die Geldbörse vergessen hat, und wenn es just nach dem Aussteigen anfängt zu regnen merkt man, dass man den Regenschirm im Bus hat liegenlassen. An solchen Tagen möchte man sich in eine Ecke verkriechen und warten bis alles vorbei ist. Aber manchmal werden diese Tage auch unverhofft gerettet: Vielleicht hat jemand den herrenlosen Regenschirm im Bus bemerkt und trägt ihn einem hinterher – diese Person könnte von einem Engel darauf aufmerksam gemacht worden sein, oder ist es sogar selbst ein Engel in Menschengestalt? Vielleicht fährt man zurück um die Brieftasche zu holen, und stösst dabei dann unversehens auf etwas, was man schon lange gesucht und verloren geglaubt hat. Hatte da vielleicht ein Engel seine Finger im Spiel? Es kann auch sein, dass man einfach an einem wolkenverhangenen Tag mit trüben Gedanken und griesgrämiger Miene im Bus steht – und plötzlich lächelt einen eine völlig fremde Person kurz an. Und man lächelt unwillkürlich zurück. So ein geschenktes Lächeln begleitet einen noch lange nachdem man aus dem Bus ausgestiegen ist, und am besten gibt man es an eine andere Person weiter – eben wie einen Engel, der einen begleitet und einem den Tag versüsst.
Auf diese Art bin ich bestimmt schon vielen Engeln begegnet – ohne mir dessen jeweils bewusst zu sein.

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