| Gewalt der Poesie |
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Alter: Als ich starb, war ich 25 Jahre alt. Mein Tod ist jetzt aber über zwei Jahrhunderte her.
Wohnort: London, doch nun natürlich im Himmel auf einer sehr weichen Wolke. Eltern: Ich kann mich kaum noch an meine Eltern erinnern. Meine Mutter war auf alle Fälle eine normale Hausfrau, wie es damals noch üblich war und mein Vater ein Poet. Geschwister: Ich hatte niemals Geschwister. Familienverhältnisse: Ich glaube, dass ich mich immer gut mit meinen Eltern verstanden habe, aber mein Vater hat mich immer besser verstanden, als meine Mutter. Charakter: Ich war schon immer sehr spontan und kreativ. Wenn ich eine Idee hatte, wollte ich sie so schnell wie möglich umsetzen. Leider konnte ich durch diese Zielstrebigkeit auch oft sehr stur wirken. Aufgaben: Ich sorge dafür, dass poetische Menschen inspiriert werden. Ich bin sozusagen ihre Muse in schwierigen Zeiten. Vergangenheit: Ich wahr Mitbesitzerin eines privaten Theaters, welches viele meiner Freunde und ich zusammen aufgebaut hatten. Wir spielten dort oft sozialkritische Stücke und sollten deshalb verhaftet werden, doch wir flohen und starben lieber als ins Gefängnis zu gehen. Über dein Element: Die Poesie ist etwas wunderschönes. Ein Stück Kultur in unserer Welt, die doch im Laufe der Zeit so kulturlos geworden ist. |
| Aufstiege und Zauber | |
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Als Engel der Poesie hatte ich wirklich stets etwas zu tun. Es gab viele Menschen, die versuchten kreativ zu schreiben oder zu reden, aber meine Aufgabe war es, die wahren Poeten, von den Möchtegerns zu unterscheiden.
Kreativ und fleißig sollst du sein,
Manchmal sind auch wir Engel nicht perfekt und brauchen Hilfe. Wir sind nun mal nicht göttlich. Einst musste ich auch das feststellen, nicht nur an mir, sondern auch an anderen Engeln. Viele halfen sich im Himmel gegenseitig und so lebten wir im Einklang. Jeder beherrschte sein Element, hatte bei anderen Dingen allerdings Probleme. So konnte ich z.B. andere gut inspirieren und war sehr kreativ, aber ich hatte noch nie einen grünen Daumen. So halfen mir die Engel der Blumen und der Pflanzen oft bei der Pflege meines Gartens, was überaus freundlich von ihnen war.
Vor allem steht: Inspiration,
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| Als ich zum Engel wurde... |
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Vor vielen Jahrhunderten, als ich noch ein normaler Mensch war, verbrachte ich viel Zeit damit, Gedichte zu schreiben und ins Theater zu gehen. Ich fand einige Gleichgesinnte und so schlossen wir uns bald zu einer Art Gemeinschaft zusammen. Wir nannten uns „Die Poesie-Gesellschaft“. Eher zum Spaß trafen wir uns immer öfter, teilten Inspirationen und Fantasien und wurden bald enge Freunde. Doch dabei blieb es nicht. Wir hatten uns zur Aufgabe gemacht noch mehr von unseren Interessen zu begeistern, von der Kultur, der Dichtung, des Schauspiels. So kamen wir auf die fantastische Idee, selbst ein Theater zu eröffnen, und unsere eigenen Stücke aufzuführen. Wir brauchten einige Zeit um ein geeignetes Gebäude zu finden und unsere Stücke bühnengerecht umzuschreiben, aber irgendwann war es soweit, und wir konnten Premiere feiern. Es gab viele begeisterte Anhänger unserer Kunst und somit wurden unsere Werke immer anspruchsvoller und gesellschaftskritischer. Selbst das Königshaus ließen wir aus der Kritik nicht aus, was uns bald darauf, viel Ärger einbringen sollte. Als der König selbst von unserem kleinen Theater hörte, wollte er es sich unbedingt anschauen und wir mussten überlegen, ob wir unser geplantes Stück aufführen sollten. Einige von uns waren dagegen. Andere, darunter auch ich, waren allerdings rebellischer und dachten uns, wenn wir etwas verändern wollten, dann mussten wir es so tun. Die Aufführung begann, doch bis zum Ende kamen wir nie. Schon in der Pause kamen die ersten Soldaten und wollten uns abführen. Wir versuchten zu fliehen, was uns zuerst gelang, aber irgendwann in Hoffnungslosigkeit endete. Bis ans Meer verfolgten sie uns, bis wir umzingelt waren. Es gab nur einen Ausweg, und das war der Tod. Die Frage war nur, ob wir ihn durch den Galgen erleiden würden, oder durch unsere eigene Hand.
Wir entschieden uns… und sprangen von einer Klippe hinab in die Tiefen des Meeres. Einige von uns wurden noch von Kugeln der Soldaten getroffen, die anderen, wie ich, verloren die Orientierung und ertranken. Das letzte was ich sah, war ein weißes, grelles Licht. Eine Stimme sprach zu mir, dass mein Mut belohnt werden sollte und so erwachte ich als Engel der Poesie. |
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| Himmlische Haustiere |
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Der Winter im Himmel war schon lange nicht mehr so kalt gewesen. Ich liebte Schnee und die weihnachtliche Stimmung, die herrschte, wenn die winterliche Zeit einbrach, aber diese Minusgrade konnten einen verrückt machen. Man brauchte nur fünf Minuten draußen bleiben und hatte Eiszapfen in den Haaren. Wie schön war dann ein warmes Feuer im Kamin zu Haus.
An einem dieser gemütlichen Tage, saß ich eingekuschelt auf meinem Ohrensessel im Wohnzimmer und las ein sehr spannendes Buch. Ich genoss diese einsamen Stunden sehr, doch manchmal fühlte ich mich auch allein. Diese Einsamkeit machte mir im Laufe des Abends auch zu schaffen. Es war kurz vor Weihnachten und mein Haus war leer. Nirgendwo roch man Plätzchen und der Schmuck, der das Haus verschönerte, bewirkte nicht seine gewollte Atmosphäre. Ich legte mein Buch zur Seite und überlegte. Vielleicht sollte ich ein paar Freunde besuchen, oder sogar welche einladen. Draußen in der Kälte angekommen, bereute ich meine Entscheidung auch schon. Früher hätte ich nie gedacht, dass selbst ein Engel so frieren konnte. Trotzdessen machte ich mich auf den Weg in die Stadt, wo eine meiner guten Freundinnen lebte. Sie hatte immer Zeit für mich und führte ein hübsches kleines Café. Auf dem Weg dorthin lief ich durch meinen Lieblingspark, der bedeckt war mit einer dicken Schneeschicht. Auch der himmlische See war eingefroren und einige wirklich harte Engelchen liefen darauf Schlittschuh. Ich schaute ihnen eine Weile zu, bis ich leise Seufzer hörte. Ich hörte mich genauer um und lauschte woher das Geräusch kam. Bald fand ich den kleinen Übeltäter. Es war ein Bruce, welches wie verrückt zitterte. Es hatte dunkle Ringe unter den Augen und schaute mich traurig an. Es sah nicht so aus wie normale andere Pets dieser Sorte. Es war viel dünner und sah sehr schwach. Meine Entscheidung stand fest, und ich nahm es mit nach Hause. |
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| Persönliches Statement |
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Ich glaube nicht an Gott, das steht fest, aber bedeutet dies gleich, dass ich nicht an Engel glaube? Vielleicht muss man vorher klären, was man unter dem Wort \"Engel\" persönlich versteht. Ich sehe dort keine Flügel, keinen Heiligenschein und weiße Kleidung, sondern einen freien, guten Geist, der einen ehrlichen Charakter besitzt und seine Gutherzigkeit durch moralisch richtige Taten und Gedanken repräsentiert. So kann jeder ein Engel sein, wenn er anderen hilft, sie versteht und sie lehrt genauso zu sehen wie er selbst.
Wenn wir von diesem Begriff eines Engels ausgehen, kann ich klar sagen: Ja, es gibt Engel und ich glaube daran. Wenn wir allerdings davon ausgehen, dass Engel nur geflügelte Boten Gottes sind, dann muss ich leider verneinen. |
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Viele glauben vielleicht, dass das Leben als Engel leichter und unkomplizierter zu führen ist, als das eines Menschen, doch ich bin da anderer Meinung.
Gott hat jedem Engel eine Aufgabe gegeben und dieser muss sie so gut wie es geht auch erfüllen. Damit stehen also auch Engel unter Druck und sicherlich zweifeln sie auch manchmal an sich selbst, genauso wie Menschen. Manchmal geht es ihnen gut und manchmal auch nicht, sie haben glückliche, aber auch schlechte Tage und arbeiten bei einer Aufgabe sehr gründlich und fleißig, bei der anderen lassen sie sich wieder etwas gehen. Auch Engel sind keine vollkommenen Wesen und müssen erst lernen, wie man mit der Macht, die Gott ihnen gegeben hat, umgehen sollte. Unter ihnen gibt es sicherlich auch sehr begabte, die nicht viel überlegen müssen und meist wissen, was sie zu tun haben, während andere wiederum sehr lange brauchen um das Richtige zu tun. Das einzige, was ihnen vielleicht einen großen Vorteil verschafft, gegenüber den Menschen, ist, dass Gott immer hinter ihnen steht und direkt zu ihnen spricht. Im Gegensatz zu den Menschen wissen sie also, dass Gott existiert und werden von ihm motiviert. Sie leben also auf einer ganz anderen Ebene, denn sie müssen nicht „glauben“ sondern sie haben wahres „Wissen“. |
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