Der König hatte seit drei Monaten kein einziges Wort zu seinem Sohn mehr gesagt, denn dieser, hatte sich eine solche Frechheit erlaubt. Er hatte es gewagt eine Dienerin zu sich zu nehmen und den Versuch unternommen, diese als Adelige zu tarnen. Er wollte sie doch tatsächlich zu seiner Frau machen. König Saratus war empört. Er schritt in seinem Thronzimmer auf und ab und konnte nicht still sitzen. Morgen hatte sein Sohn Caan Geburtstag, doch konnte er ihn empfangen? Nach dieser Schande die er über sie alle gebracht hatte?
Caan hieb erneut mit der Axt auf dem Baustumpf ein. Warum konnte ihn sein Vater nicht verstehn? Seine Geliebte Armana war schön, gebildet, klug, witzig und fleissig. Keine andere Frau wäre besser für ihn als sie. Morgen hatte er Geburtstag, doch er wollte nicht ins Schloss zurückkehren um ihn mit seiner stumpfsinnigen Familie zu feiern, die ihn doch so beschimpft hatte.
In dieser Nacht hatten beide Männer den selben seltsamen Traum. Ein junges Mädchen mit feuerroten Haaren kam darin vor. Sie war sehr schön, lag auf der Wiese und sang eine schöne Weise. Die Melodie erzählte von Vergebung und Rücksicht, von Feiern, von Liebe und von Familie.
Als Saratus und Caan am nächsten Morgen aufwachten, waren sie der Art motiviert und um gestimmt, wie sie es lange nicht gewesen waren. Caan packte seine Geliebte, schwang sich auf sein Pferd und ritt sofort los. Saratus stand auf und befahl den Untergebenen sofort das größte und schönste Festessen zu servieren um seinem Sohn und deren Verlobte eine sagenhaften Empfang zu bieten.
Hoch oben, verbrogen, sah ein junges Mädchen mit feuerroten Haar hinab auf das Festessen und grinste vor sich hin.
Gebeugt, befallen, gebrochen,
dabei hast du es versprochen.
Komm ruhig zu mir,
denn ich zeig es dir,
Los tanz doch, komm sing eine Melodie,
tu was dir gefällt, erlebe es wie nie.
Dann wirst du sie spühren,
wird sie dich berühren.
Die Motivation,
fühst du sie schon.