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 Mein Haustier
 Gottes Macht
 Abgemaltes Bild

  Engel der Liebe  Engel der Liebe
Meine Harfe klingt,
meine Stimme singt,
mein Wort euch die Liebe bringt,
die Gott euch gibt.

Die Musik erstarb,
dies Krieg und Hass ergab,
der Tod euch erwarb,
Gott euch noch immer im Herzen trag!

Ich bin ein Bote Gottes,
wenn ihr aufhört zu glauben,
seid ihr nur Diebe,
von Gottes Liebe.

  Heldentat  Heldentat
IMG
Michael saß auf seiner Wolke. Er vermisste die Zeit auf der Erde und sah sehnsüchtig herab. Man konnte sich im Paradies zwar auch amüsieren, aber nicht so gut wie dort unten, bei den Menschen, die nicht die Pflicht hatten an Gott zu glauben. Michael hatte die Freiheit damals genossen. Und auch, wenn er die Gefallenen verstehen konnte, die ihren Zorn auf die Menschen hatten, er liebte die sie. Die vielen kleinen Erfindungen, die vielen kleinen Späße und vor allem die Frauen hatten es ihm angetan.
Donnergrollen erklang, Michael sah auf. `Nicht schon wieder Zophael.`dachte er und ging hin zum Throne Gottes.
Dort stand einer der Engel, der schon seit geraumer Zeit Zweifel hegte, ob Gott wirklich das Richtige tat. Aber jeder wusste, Gott ist unfehlbar und Michael hatte nie Zweifel an ihm gehegt.
Zophael stand da, mit Wut im Gesicht.
\"WIE KANNST DU DIE MENSCHEN NUR SO IN SCHUTZ NEHMEN?! SIE SIND NIEDERE AFFEN!!!\"
Gott antwortete auf seine Weise, er schwieg.
Der Wiedersacher bebte vor Wut. \"WARUM ANTWORTEST DU MIR NICHT MEHR?!!! ABER IHNEN ANTWORTEN TUST DU?! DIESEN AFFEN?!\"
\"Schrei nicht so, Zophael. Selbst Lucifer hätte dich eben hören können.\"
Er wandte sich um. Michael hatte gesprochen und sah ihn väterlich an.
\"Ausgerechnet du sagst das! Wie kannst du dich ihm nur so unterwerfen!?\"
\"Weil es unsere Natur ist, Zophael. Wir sind nicht frei, dafür haben wir aber unsere Flügel.\" Michael legte eine Hand auf die Schulter Zophaels.
\"Bitte vertrau Gott ... ansonsten endest du wie alle anderen. Ich bitte dich, wir sind so schon wenig genug...\"
\"Nenn mir einen einzigen Grund!\" Mürrisch sah Zophael Michael an.
\"Weißt du ...\" Michael schmunzelte und zog Zophael zum Rande der Wolke.
\"Dort unten habe ich einst für geraume Zeit meinen Spaß gehabt. Und es ist auch so schön, ihnen zuzusehen. Die Menschen haben sich ihr eigenes Paradies entwickelt. Es ist wie, wenn man einen Säugling aufwachsen gesehen hat und dieser dann in vollendeter stattlicher Form auszieht um selbst zu lernen. Und sie sind nun keine Kinder mehr. Sie sind sehr weit... und einige glauben immernoch.\"
Zophael schwieg ...
Michael klopfte ihm auf die Schulter, ging dann fort und spielte ein wenig mit den Wolken zu seinen Füßen.
\"Entschuldige ...\" sagte Zophael zu Gott.


  Luzifer  Luzifer
Ein warmes Licht,
ein Feuerstrahl wie Feuerschwert,
es umgibt mich,
es mir einen heißen Ort beschert.

Lucifer werde ich genannt,
einst ein großer schöner Engel,
nun verbannt.

Wer wagt es zu sagen,
dass dies mein Verschulden sei,
denn die Menschen doch verzagen,
an ihrer eigenen Regelei.

Als Lucifer wurde ich verbannt,
einst ein angesehener Schönling,
nun verhasst.

Die Menschen geben doch sich selbst die Schuld,
was sollen diese Märchen?
Sie selbst ergeben sich diesem Kult,
dass sie nicht werden zu Schäfchen.

Ich brenne,
ich fühle,
ich leide,
ich hasse ....

Menschen, seid gewarnt ...
Ihr gebt mir die Schuld,
für eure Tat!


  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
Beruht auf einer wahren Begebenheit ...
(Namen geändert)

Es war wieder so ein Tag, der mich an meine Grundschulzeit erinnerte. Eigentlich erinnerte mich das gesammte achte Schuljahr daran.
Mein Name ist Sally und ich bin ein Mobbingopfer.
Das klingt, als wenn ich zu einem Alkoholikertreffen gehen würde ... aber so ist es nicht. Der einzige, der mich in dieser Zeit auf so eine Weise stärkt ist Sebastian, der Leiter vom Jugendfreizeitheim, das mit der Schule zusammenarbeitet.
Natürlich unterstützen mich auch meine Eltern! Andererseits geht es meiner Mutter nicht gut. Sie hat ständig telefonische Auseinandersetzungen mit meiner Großmutter und das bringt sie dazu zu tief ins Glas zu sehen.
Es ist tragisch es fast jeden Tag mitanzusehen.
Kommen wir zurück zu dem Tag, andem es passierte. Ein kleines Wunder, von dem ich glaube, dass es Engel gibt und sie die menschlichen Engel zur richtigen Zeit zum richtigen Ort lenken.
Ich weiß nicht mehr, welcher Zeitpunkt es war, ob nach einer Mathestunde mit Frau Kunze oder nach einer Deutschstunde mit unserer Klassenlehrerin Frau Edelgardt. Es hatte zur Pause geklingelt, ich ging den anderen Schülern der umliegenden Klassenräumen nach. Ich glaube, damals wollte ich zu unserer Bücherei.
Eigentlich mochte ich Christian aus meiner Klasse, aber dass er mich immer so ärgern musste auf eine so dämliche Weise, das mochte ich nicht! Und das wusste er und versuchte es immer und immer wieder. Fast die ganze Klasse hatte mich als Spießerin abgetan, Hauptauslöser war wohl Lena gewesen, die neu hinzugekommen war ...
Christian lief also in der Pause auf dem Gang hinter mir her und auf der Treppe die ins Erdgesschoss führte passierte es.
Ich wusste, er war hinter mir und stellte irgendwelche intime Fragen um mich damit in die Enge zu drängen. Ich antwortete nicht, weil ihn das nichts anging und das solle er sich gefälligst merken.
Ich ging also die Treppe hinunter ... und er schubbste mich.
Ich konnte von Glück reden, dass ich immer nahe am Treppengeländer ging.
Und in meinem Herumgestolper und dem Lachen von den Schülern umher, da nahm ich etwas Blitzschnelles aus den Augenwinkeln wahr. Und es war weiß.
Ich schaute zurück, zum Ansatz der Treppe.
Dort oben stand Herr Eichenberg, hinter Christian und hatte alles miterlebt.
Mit aller Kraft packte er meinen Klassenkameraden am Kragen und presste ihn an die Wand.
„Mach das nicht nochmal! Denn es ist ganz schlimm dabei erwischt zu werden!“
Herr Eichenberg war unser Geschichtslehrer, ein wundervoller Lehrer. Jeder mochte ihn, bzw. fast alle Mädchen unserer Realschule mochte ihn, denn er war sehr modebewusst. Die Jungs mochten ihn eher nicht und niemand wusste genau, ob es wegen der schwärmenden Mädchen war oder weil Herr Eichenberg immer sehr streng war, wenn es darum ging, wenn man zu spät kam.
Über fünf Ecken habe ich von Sebastian mitbekommen, dass Herr Eichenberg mich sehr gerne hat. Ich geb zu, Geschichte bei ihm hat mir immer am meisten Spaß gemacht.
Seit diesem Ereignis, da weiß ich, dass es gute Menschen, menschliche Engel gibt und ich glaube, dass es Engel gibt, die sich für Leidende einsetzen.
Es hat mir Mut gegeben, für die Zukunft. Dass diese für mich einen Weg vorbestimmt hat.


  Parabel des Elements  Parabel des Elements
Der König saß auf seinem Thron, hoch über allen von seinen schützenden Wachen um ihn herum und er rief:
„Erscheint, ihr fünf Boten!“
Und sie kamen, die fünf Boten.
Der König sprach: „Einer von euch soll gen Norden reiten.“
Der olivgrüne Bote trat hervor. „Das übernehme ich.“
Der König nickte. „Die Königin aus dem Norden wird ein Kind empfangen. Du hast die Aufgabe, es ihr mitzuteilen ... Beeile dich!“
Der grüne Bote nickte und zog von dannen.
Der König sah ihm freundlich nach, dann sprach er: „Einer von euch soll gen Osten reiten.“
Der goldgelbe Bote trat hervor. „Das übernehme ich.“
Der König nickte. „Ein Wanderer in meinem Lande hat vergessen, wo mein Schloss liegt und wessen Bürger er ist. Du hast die Aufgabe, es ihm mitzuteilen. Eile, die Zeit ist knapp!“
Der goldgelbe Bote nickte und zog von dannen.
Der König sah ihm liebevoll nach, dann sprach er: „Einer von euch soll gen Süden reiten.“
Der feuerrrote Bote trat hervor. „Das übernehme ich.“
Der König nickte. „Im Land des neuen Morgen hat der Krieg noch kein Ende gefunden und das Volk sehnt sich nach dem ordnungschaffendem Frieden. Du hast die Aufgabe, ihnen den Frieden mitzuteilen.“
Der feuerrote Bote nickte und zog von dannen.
Der König sah ihm stolz nach, dann sprach er: „Einer von euch soll gen Westen reiten.“
Der meeresblaue Bote trat hervor. „Das übernehme ich.“ Er ließ den letzten nicht zu Worte kommen.
Der König nickte. „Das Königspaar des Westen hat vergessen, wie schön es ist geliebt zu werden und hört mit seiner eigenen Liebe auf. Du hast die Aufgabe, ihnen die Liebe in Erinnerung zu rufen.“
Der meeresblaue Bote nickte und zog von dannen.
Der König sah ihm mit friedlichem Blick nach, dann wandte er sich an den Letzten.
„Bote des Morgenstern, für dich ist es jeden Tag die Aufgabe, den Morgen auszurufen, das herrliche Licht der Sonne, damit die Bürger meines Landes nicht zu lange den Tag versäumen.“
Zum ersten Male war Trotz in den Augen des Boten vom Morgenstern.
„Nein.“
Der König brauchte einen Moment.
„Was meinst du damit?“
„Oh, eure königliche Herrlichkeit! Ihr versteckt euch seit Jahren hinter euren Wachen und sitzt nur auf eurem einzigem Platze! Warum spielt Ihr euch immer so auf!? Vielleicht seid Ihr gar nicht so ein starkes Wesen!“ Vorwurfsvoll sah er den König an.
„Ebenso könnte ich an eurer Stelle dort sitzen! Vielleicht wäre ich ebenso ein guter König!“
„Schweig, du weißt nicht, was du da sagst!“
„Da haben wir es ja wieder ... Schweigen ... sobald man seinen eigenen Zweifel aussprechen möchte!!! Ihr Quält euer eigenes Volk!
Und deswegen bin ich ein besserer König! Ich werde hoch anerkannt werden, weil ich allen ihre Freiheit gebe! Höher... viel höher! Dann bin ich allein derjenige, der herrscht und all die Arbeit tätigt! Höher als Ihr es jemals wart! HÖHER!!! VIEL HÖHER!!!!!“
Ein Fingerzeig, ein böser Blick des Herrschers und die Wachen packten den Boten.
„Du dummer Morgenstern ... du weißt nicht, wovon du redest ... die Macht über all das Land kann einen auch selbst zum Leiden bringen.“
Ein hasserfülltes Gesicht des Boten war auf den König hinauf gerichtet.
„Ich könnte höher stehen als Ihr!“
„Fängst du wieder an?“
„JA! Und ich meine es so!“
Die Wachen sahen sich ratlos an.
„Werft ihn hinaus, aus dem Schlosse! Ihr alle wisst, sobald der König fällt, ist das Land in höchster Gefahr.“
„FEIGLING!!!!!“ rief der Morgenstern. „Du versteckst dich! VERSTECKST DICH!!!“
„Ein König wie ich, der kämpft nicht.“ Sagte er.
Der König sah ihm traurig nach.
„Oh, mein kleiner Mephisto. Ich hätte mich mehr um dich kümmern sollen ...“
Man warf den Morgenstern aus dem Schlosse und so fiel er, immer tiefer in seinem Stande und wohnte irgendwann unter den schrecklichsten Verhältnissen.
Er bekam falsche Freunde, falsche Gesellen an seine Seite und er kam nicht umhin, seine Geschichte zu erzählen. Und niemand von den Freunden und Gesellen nahm es ihm übel ...
Und so wurden die nächsten Pläne geschmiedet, für eine noch größere und viel schrecklichere Revolution.





  Krieg der Engel
Was so natürlich war,
jetzt nur Schutt.
Es wird nicht anders aufzuhalten sein.
Was so friedlich war,
davor sind wir auf der Flucht.

Wir sind Rebellen,
Rebellen des Himmels.
Und wir lassen uns nichts mehr sagen,
aufhören sollen zu fragen.
Nein, wir hassen sie, diese Menschen.

Wir sind Gottes Engel,
Hüter des Paradieses.
Wir sind den Menschen treu,
lieben und leben ihr Leben, ohne Scheu.
Nein, wir mögen sie, diese Menschen.

Auch Engel können schreien,
es ist das schlimmste Schreien, was je gehört.
Der Himmel in blutrot getaucht,
so kann auch ein Engel fallen, im Scheinen
der hoffnungsspendenden, immer strahlenden Sonne.