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 Mein Haustier
 Gottes Macht

  Engel der Liebe  Engel der Liebe
ich weiß noch genau wie alles angefangen hat:
im park im winter und du hast gesagt
ganz egal was wir tun
die zukunft wird passieren.
ich hatte so viel angst
auch noch dich zu verliern.
ich hoffe immernoch
dass ichs niemals tu
denn ich liebe dich
und ich brauch dich doch!

und das ist ein zehnzeiliges gedicht und hat halt nicht mehr als 52 wörter und auch wenns nicht besonders gut ist!

  Heldentat  Heldentat
IMG
„death is the answer!“, kritzelte Linda auf eine Seite in ihrem Lateinheft, direkt unter einen dicken roten „life is torment!“ Schriftzug. Alle ihre Blätter waren voller Zeichnungen von toten Menschen und Monstern. Lindas Leben war eigentlich okay. Sie hatte Freunde und war in der Schule einigermaßen gut. Und ihre Eltern verdienten auch genügend Geld. Trotzdem hatte sie nur einen Wunsch. Den zu sterben. Warum? Am ehesten wohl aus Sinnmangel hatte sie irgendwann festgestellt. Andere Menschen hatten einen Traum, zum Beispiel Manager zu werden und viel Geld zu verdienen oder Schauspieler oder Mutter von drei Kindern oder was auch immer. Nur Linda fand nie einen Grund zu leben und sich anzustrengen. Wofür denn? Wenn man früher oder später doch stirbt ist es doch egal was man in seinem Leben getan oder erreicht hat. Der einzige Grund, warum sie noch lebte war, dass sie noch nicht genau wusste wie sie sterben wollte. Das hatte sie mittlerweile zwar herausgefunden aber sie wusste nicht, wo sie genügend Heroin für einen goldenen Schuss herbekommen sollte. Außerdem wollte sie sich davor einen Probeschuss setzen weil sie unbedingt wissen wollte wie es ist auf Heroin zu sein. Bedächtig packte sie aus ihrer Schultasche ihren Tabak aus und legte ihn vor sich auf den Schreibtisch. Sie zog ein Paper aus der Verpackung und verteilte den Tabak gleichmäßig darauf. Dann zog sie, auch aus der Tabaktüte, ein Päckchen Gras und verteilte ein paar Brösel von dem Kanten auf der halbfertigen Zigarette. Dann rollte sie das ganze zu einem dünnen Dübel zusammen und stopfte noch den Tabak und das Gras das daneben gefallen war dazu bevor sie ihn zudrehte und anbrannte. Sie nahm den ersten Zug und spürte, wie sich die Wärme in ihrem Körper ausbreitete, die sie so mochte. Völlig entspannt stand sie auf und ging. Sie ging, rauchend, zur U-Bahn und fuhr(der Spliff war mittlerweile zu Ende) in Richtung Park. Von da aus lief sie zum Fluss. Am Ufer angekommen merkte sie, dass sie fror. Sie starrte in das Wasser, dass sich vor ihr kräuselte und in dem sich der Himmel, der zwar Nachthimmel aber wie immer nur braunrot war, spiegelte. Als neben ihr etwas helles auftauchte drehte sie sich um in Erwartung einen Fahrradfahrer oder jemanden vergleichbares zu sehen. Stattdessen stand neben ihr ein Mädchen, das ganz schwarz gekleidet war. Es schien aus sich heraus zu leuchten und seine Haut war schneeweiß. „Keine Angst!“, sagte es und nahm Lindas Hand. Es fing an langsam ins Wasser zu gehen und Linda folgte ihm wie Hypnotisiert. Sie spürte nicht wie kalt der Fluss war und dass die Strömung an ihren Beinen zog. Sie ging immer weiter gerade aus, bis ihre Füße keinen halt mehr fanden.

  Luzifer  Luzifer
ich bin luzifer der gefallene engel
einst war ich stets an gottes seite
doch er hat mich gestürzt
tiefer als ich je geblickt hatte
der himmel ist weiter entfernt als die unendlichkeit
unerreichbar für mich
doch ich will auch hier wo ich jetzt bin
menine macht ausüben, die ich mir selbst schaffe
ich habe macht über alles was schlecht ist
was den menschen verdirbt und von gott entfernt

  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
„…regiones y países que no pueden sobrevivir con…“ „…(langeweile)...“ „hey!“ „…?“ „hallo!“ „…hä? hallo…äh…wo?“ „ich bin hier!“ „…hm?“ „auf deinem block.“ „…was bist’n du? ’ne gute fee?“ „nö, ’n engel.“ „…ähm… geh da weg…oder willst du, dass dich alle seh’n?…und hör auf so komisch rumzuleuchten!“ „wo soll ich denn sonst hin?“ „na, zum beispiel weg von hier oder, wenn’s sein muss, hinter meinen ordner.“ „es kann mich sowieso keiner außer dir sehn. ich muss mit dir sprechen.“ „ja bitte...“ „hmm…ok das war jetzt übertrieben…mir war eigentlich nur langweilig.“ „und was hab ich damit zu tun?“ „na du bist mein schützling.“ „..hä?“ „ich bin dein schutzengel.“ „du bist irgendwie mickrig…wie willst du auf mich aufpassen?“ „ich beeinfluss’ dich halt mehr psychisch als physisch.“ „seit wann?“ „seit deiner geburt.“ „gah…!“ „ja, ich kenn dich besser als jeder andere…vielleicht sogar besser als du dich selbst. ich kenne alle deine gedanken.“ „lass das! keiner hat was in meinen gedanken verloren, vor allem nicht jemand den ich überhaupt nicht kenn. und überhaupt. ich will nicht, dass jemand außer mir selbst mich ohne mein wissen beeinflusst.“ „¡linda, silencio por favor!“ „jaja bin ja schon ruhig“ „¡en español!“ „si,si...” „muy bien...eh...seguimos con el texto(...)”„wenn ich weiter red krieg ich ärger!“ „du brauchst nicht zu reden, ich versteh dich auch so!“ „ich will das aber nicht!!“ „¡LINDA!“ „’tschuldigung“ „…!“ „…perdon“ „du hast keine wahl…“ „(sehr leise)dann ignorier ich dich halt.“ „wenn du lernen würdest würdest du verstehn was der kerl sagt und mir wär nicht so langweilig und dir auch nicht.“ „…(böser blick)“ „wunderst du dich eigentlich überhaupt nicht?“ „(gedacht)…nein…wenn ich mich noch wundern würde würd ich durchdrehn.“ „och, so schlimm ist es doch gar nicht.“ „(wieder gedacht)was?“ „na ja das leben…und so.“ „(immer noch gedacht)kein kommentar. du hörst dich an wie meine mutter. du kannst auf gar keinen fall mein schutzengel sein.“ „mal ernsthaft…warum wunderst du dich nicht. wenn ich du wäre würde ich mich zu tode wundern.“ „(…)du siehst doch dass ich mich nicht wundere.“ „…(das gespräch hört hier noch nicht auf und eine von lindas persönlichkeiten hat sich tatsächlich irgendwann gewundert)“