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| Engel der Liebe |
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Ein funkelnder Stern
im ewiglichen Dunkel, so ewig wie das Licht des Sternes selbst blickt hinab ins Weltgeschehen grüne Bäume sieht er da und weite Meere, tief und blau unberührte Natur wie schön Doch plötzlich, blitzt etwas auf \'meinesgleichen? Dort unten?\' fragt sich der Stern und geht neugierig näher ran doch, was muss er erblicken! düstre Einöde übersäht mit gefallenen Kriegern der Tod geht um vereint mit seinem Partner, dem Hass zusammen verwüsten sie das Land lassen Brüder einander töten Schwestern, sich gegenseitig hassen entsetzt sieht der Stern zu dachte er doch, seinesgleichen zu finden die, der ewigen Schönheit und Güte gewidmet! und stattdessen fand er das Gegenteil doch plötzlich, beinahe unhörbar im lauten Klirren der Schwerter, im schrecklichen Schreien und Kämpfen, hört er etwas eine ganz sanfte Melodie gepaart mit einer hellen Farbe, die sich mit dem Schwarz, das um sie herrscht, nicht vermischen lässt.. zusammen mit einem Gefühl, das nicht überlagert werden kann vom Hass, der hier vorherrscht Liebe der Stern geht näher, hin zum süsslichen Klang, zum wohlig-warmen Gefühl, näher, folgend, der schönen Farbe und findet zwei kleine Kinder engumschlungen, als eine kleine Insel der Ruhe, mitten im tosenden Sturm sie sind ängstlich, doch nicht allein denn noch kann ihren Kinderseelen der Hass nichts anhaben lächelnd, wendet der Stern sich wieder ab, und zieht sich zurück auf seinen ewigen Platz im ewigen Firnament \'so lange es noch das kleinste bisschen Liebe gibt\' so denkt sich der Stern \'ist die Welt noch nicht verloren\' zufrieden lässt er sich auf seinen alten Platz nieder, und beschliesst, auf die beiden Kinder in Zukunft ein Auge zu haben.. - manchmal sind auch Liebesengel arbeitslos.. ^^ - |
| Heldentat |
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\"Wo ist Mephisto?\"
\"Auf der Erde, Samiel-sama.\" Entgegnete Baal ruhig. \"Nenn mich nicht so. Mein Name ist jetzt Luzifer! Warum ist er schon wieder auf der Erde? Ich hab es ihm doch verboten..\" Luzifer seufzte. Seit ihn Gott zu den gefallenen Engel verstossen hatte, war der kleine Botenjunge des Himmels, Mephistopheles, praktisch arbeitslos, und hatte nach Luzifers Geschmack zuviel freie Zeit. Diese verbrachte der Kleine nämlich vorzugs-, und verbotenerweise am liebsten auf der Erdoberfläche, bei den Menschen. \"Es ist schwer, sich umzugewöhnen, Samiel-sama..\" lächelte Baal. \"Mephisto braucht Nähe und Zuneigung, Ihr wart in den letzten Tagen zu beschäftigt.\" Luzifer sah ihn betroffen an. \"Willst du damit sagen, dass es meine Schuld ist?\" Baal erwiederte nichts. Das war aber auch nicht nötig, denn in diesem Moment rannte ein kleiner, tropfnasser schwarzer Hund um die Ecke und hüpfte direkt in Luzifers Arme. Dort verwandelte er sich in einen etwa zehnjährigen, schwarzhaarigen Jungen, der dem Höllenfürsten zärtlich die Arme um den Hals schlang, und sich an seine Brust kuschelte. \"Ich werds auch nie wieder tun\" murmelte er nicht sehr überzeugend. Luzifer seufzte, und wuschelte dem Kleinen durch die nassen Haare. \"Mephistopheles, wenn ich dir etwas verbiete hat das einen Grund!\" Oh-oh, wenn er so redete hiess das nichts gutes. Luzifer setzte sich hin, und nahm Mephisto auf den Schoss. Der sah auf seine Hände, und machte sich ganz klein mit Hut. Schliesslich wusste er rein theoretisch ja, dass er quasi Ausgangverbot hatte. Aber.. \"Aber ich war doch ganz brav.. Ich hab niemandem gezeigt, wie ich wirklich aussehe, und ich hab ganz doll aufgepasst.. wirklich.. und..\" Schniefend sah er hoch, und blickte in Luzifers Gesicht, das so garnicht wütend aussah. \"Sa.. Luzifer-sama?\" \"Ich bin dir nicht böse, Mephi-chan. Aber ich will, dass du mir in Zukunft sagst, wenn du raufgehst. OK?\" \"Ja!!\" Übers ganze Gesicht strahlend warf Mephisto sich an Luzifer, und knuddelte ihn glücklich. Luzifer konnte nicht anders als zu lächeln. \"Was hast du denn heute angestellt, hm?\" Mephistos bevorzugte Gestalt, die er auf der Erde unter Menschen annahm, war dieser kleine schwarze Hund. Als solcher schlich er sich gern zwischen Menschen, liess sich verhätscheln, und genoss die Aufmerksamkeit. \"Also, erst bin ich einfach auf der Strasse gelaufen\" erzählte der Kleine aufgeregt, währen der Höllenfürst lächelnd über seine Haare strich, und ihm aufmerksam zuhörte. \"Und dann hat mich ein Mädchen gefunden. Es war ganz lieb, und hat mir eine rosa Schleife auf den Kopf gebunden, so..\" er zeigte mit den Händen, wo die Schleife gwesen war. \"..und dann sind wir zusammen spazieren gegangen.\" \"Aha.. aber vom spazierengehen wird man eigentlich nicht so nass, oder?\" \"Neinnein.. Wir waren doch am Fluss spazieren.. und dann ist das Mädchen plötzlich ins Wasser gefallen.. und da musste ich ihr doch wieder raushelfen!\" \"Du bist ihr hinterher und hast sie gerettet?\" \"Ja! Ist das.. schlimm..?\" Mephi war sich da nicht so sicher, schliesslich hatten sie den Menschen nicht viel Gutes zu verdanken. Doch Luzifer lächelte. \"Nein, das hast du gut gemacht. Bin ein richtiger Held..\" \"Wirklich?\" Jetzt strahlte der Kleine wieder. \"dann ist gut.. Guck, das hat sie mir zum Dank geschenkt!\" Eifrig suchte er in seiner Tasche, brachte schliesslich ein schmales Lederband mit Schnalle zum Vorschein, und hielt sie Luzifer hin. \"Ein Halsband.. Das hat sie dir geschenkt?\" Mephisto nickte, und schielte auf seinen Hals runter, als Luzifer ihm das Band umlegte. \"Es steht dir\" meinte der Höllenfürst lächelnd, was Mephisto mit einem Strahlen beantwortete, und sich enger an Luzifer kuschelte. \"Na komm\" sagte er dann, küsste Mephisto kurz, und trug ihn in seine Gemächer. \"Wir trocknen dich erstmal, und dann gehn wir schlafen..\" | |
| Luzifer |
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Samiel hat man früher mich genannt,
Als hellster Stern war ich bekannt. Als Gottes liebstes Kind von allen, wie konnte ich nur so tief fallen? Wir warn einst sechsundzwanzig Seraphim, nur dreiundzwanzig sind geblieben ihm, dem Höchsten, weisen.. dem Verräter!! Denn nicht wir; ER ist der Täter! Der, der sich so heilig nennt, den jeder als lieb und gütig kennt.. In Wahrheit hat er uns betrogen! uns gedehmütigt und nur belogen! Er behandelt uns wie Puppen, Wie ein Herrscher seine Truppen.. Bauern im Schachspiel sind wir nur, Das ist nicht Liebe, sondern Diktatur! |
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| Begegnung mit einem Engel |
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Engel sind immer um uns, wir begegnen ihnen täglich – meist ohne viel davon zu merken. In seltenen Momenten nur wird uns bewusst, dass da eine Präsenz ist, deren Wirkung wir uns nicht entziehen können. In geselliger Runde unter Freunden zum Beispiel kommt es manchmal vor, dass plötzlich für einen kurzen Moment alle Gespräche verstummen. Für eine kurze Zeitspanne herrscht Ruhe, Nachdenklichkeit, ein sich besinnen. Jeder ist in diesem Moment allein, ohne Kommunikation zu den anderen, und doch sind sie alle miteinander verbunden im Schweigen. Man sagt, dieses Schweigen kommt daher, dass in diesem Augenblick ein Engel in dieser Runde weilt.
Diese Momente dauern nie lange, vielleicht nur ein paar Sekunden, dann werden die Gespräche wieder aufgenommen oder neu begonnen, und kaum einer erinnert sich nachher noch daran, dass ein Moment lang in stiller Andacht der Anwesenheit eines höheren Wesens Rechenschaft getragen wurde. Aber auch sonst erinnere ich mich an solche unbewussten Engelbegegnungen. Es gibt ja Tage, an denen alles schief geht: Man hört den Wecker nicht und wacht zu spät und mit Kopfschmerzen auf, merkt dann im Bus, dass man die Geldbörse vergessen hat, und wenn es just nach dem Aussteigen anfängt zu regnen merkt man, dass man den Regenschirm im Bus hat liegenlassen. An solchen Tagen möchte man sich in eine Ecke verkriechen und warten bis alles vorbei ist. Aber manchmal werden diese Tage auch unverhofft gerettet: Vielleicht hat jemand den herrenlosen Regenschirm im Bus bemerkt und trägt ihn einem hinterher – diese Person könnte von einem Engel darauf aufmerksam gemacht worden sein, oder ist es sogar selbst ein Engel in Menschengestalt? Vielleicht fährt man zurück um die Brieftasche zu holen, und stösst dabei dann unversehens auf etwas, was man schon lange gesucht und verloren geglaubt hat. Hatte da vielleicht ein Engel seine Finger im Spiel? Es kann auch sein, dass man einfach an einem wolkenverhangenen Tag mit trüben Gedanken und griesgrämiger Miene im Bus steht – und plötzlich lächelt einen eine völlig fremde Person kurz an. Und man lächelt unwillkürlich zurück. So ein geschenktes Lächeln begleitet einen noch lange nachdem man aus dem Bus ausgestiegen ist, und am besten gibt man es an eine andere Person weiter – eben wie einen Engel, der einen begleitet und einem den Tag versüsst. Auf diese Art bin ich bestimmt schon vielen Engeln begegnet – ohne mir dessen jeweils bewusst zu sein. |
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