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 Mein Haustier
 Gottes Macht

  Engel der Liebe  Engel der Liebe
Ein Englein schaut zum Fenster herein,
das kann nur der Engel der Liebe sein.

Er hat schon ein neues Ziel auserkoren,
all deine Zweifel sind gleich verloren.

Er steht für das liebe Miteinander ein,
auf Ewig untrennbar vereint, so fein.

Ein kleiner Moment, deine Gedanken sind klar,
weißt nicht mehr, wo das Problem noch war.

Und wieder hat er ungefragt zugeschlagen,
ihm zu entkommen, kannst du nicht vagen.

  Heldentat  Heldentat
IMG
Der Engel des Wassers

Es war an einem heißen Augusttag, als Lisa mit ihren Freundinnen an den See zum Sonnen und Baden fuhr. Der Ort war gut besucht, wo auch immer man hin sah, da waren Menschen die zusammensaßen, scherzten und Spaß hatten. Auch Lisa und ihre Freundinnen waren von dem Wetter angetan und machten sich bald an einem freien Fleck auf der Wiese breit, wo sie sich zunächst ausgiebig mit Sonnencreme einschmierten und sich erst einmal räkelten.
„Du meine Güte ist das warm, lasst uns doch mal das Wasser antesten!“ ertönte es aus Marions Richtung. „Na klar, das wird auch Zeit.“ gab Lisa zur Antwort und sprang sofort auf. Die anderen Drei folgten ihr Richtung See, wo sie auch sogleich allesamt einen Bauchplatscher landeten und darauf losschwammen. Lisa blieb etwas zurück, sie konnte nicht ganz so gut schwimmen, gab sich aber Mühe, dran zu bleiben. „Wartet doch!“ rief sie den anderen zu. „Beeil dich mal was!“ lachten die anderen zurück. So schwammen sie noch eine Weile in Richtung anderes Ufer, bis sich Lisas Füße plötzlich in irgendetwas verhedderten. Sie bekam Angst und schrie um Hilfe, wobei sich die anderen umdrehten und ihr nur zuriefen: „Ach Lisa, jetzt lass mal gut sein, den Witz bringst du wirklich jedesmal!“. Doch dieses Mal war es ernst, sie hingt fest und durch die Versuche, sich zu befreien, verhedderte sie sich nur noch weiter in den Fesseln. Es waren Pflanzen, die sie gefangen hielten. In ihrer Panik lies sie sich um Luft ringend nach unten ziehen; sie kämpfte.
Plötzlich erschien ihr aus dem Nichts ein Licht, fassungslos und in Todesangst erblickte sie die Gestalt eines Engels. Er befreite sie aus den Pflanzen und erhob sie zur Oberfläche, um sie anschließend ans andere Ufer zu bringen. Unwirklich schaute sie zum Wasser, sie war noch am keuchen, aber es ging ihr gut. Einige Zeit später kamen die anderen Mädchen an und stutzen bei ihrem Anblick. „Wieso bist du denn vor uns hier?“ Lisa schaute nur weiter auf das Wasser und sagte leise: „Ich weiß es nicht.“

  Luzifer  Luzifer
Ihr Menschen lebt naiv vor euch hin,
für das Leben fehlt euch jedweder Sinn.

Er hatte euch damals einst geschaffen,
nur um sich an eurer Dummheit zu ergaffen.

Ich stehe zwar weit darunter, doch lachend,
euch derweil zu meinen Sklaven machend.

Seht euch doch an, wie jämmerlich ihr seid,
mehr euch zu geben, war er nicht bereit.

Zu meinen Gunsten seid ihr beinflussbar,
meine Folger werden so niemals rar.

Er ist es schuld, bald wird er zerbrechen,
dann dies ist die Zeit, ich werde mich rächen.

Komme nur zu mir, ich locke mit Scharm,
tief in die Hölle, denn dort ist es warm.

  Begegnung mit einem Engel  Begegnung mit einem Engel
Heimtückische Berge

Damals sind wir zum Bergsteigen in die Alpen gefahren, endlich einmal wollten wir hoch hinaus. Wir, das waren Laura, Maria, Claudia und ich. Unser Ziel war, es in drei Tages zu Fuß bis nach oben zu schaffen, und so legten wir die ersten Meter frohen Mutes gleich zurück. Da wir recht spät angekommen sind, schafften wir es an diesem Abend jedoch nicht mehr weit und errichteten bald unser Lager, auf dass wir am nächsten Tag mit größtem Einsatz den Berg erklimmen konnten. Es war eine ruhige Nacht unter einem klaren Sternenhimmel.
Am nächsten Morgen ließen wir uns nicht viel Zeit mit dem Aufbruch und packten nach einem üppigen Frühstück unsere Sachen wieder zusammen und zogen weiter. Der Weg zog sich länger, als wir geahnt hatten, und schnell mussten wir feststellen, dass wir es nicht in drei Tagen schaffen können. „Schaut mal dort drüben, das sieht wie eine Abkürzung aus.“, warf Maria ein. „Das ist doch viel zu steil!“, entgegnete Laura, doch von Claudia und mir wurde sie überstimmt und so bestiegen wie den engen Pfad am Rande des Berges. Der Weg war wesentlich anstrengender. Anfang ging es noch, doch schon bald wurde der Weg immer steiler und enger. „Lasst uns zurück gehen.“, quengelte Laura, doch keiner wollte auf sie hören. Und so ging Maria vor auf den engen Pass, wo wir nach und nach folgten. „Schön langsam. Es ist nur ein kleines Stück.“
Als wir die Hälfte des Engpasses passiert hatten, bröckelten plötzlich einige Felsen unter meinen Füßen weg und ich rutschte aus, als mich die Höhen des Berges sogleich in die Tiefe zogen. Ich wusste nicht, wie mir geschah, hörte noch die Schreie der anderen.
Als ich meine Augen öffnete, erfuhr ich die wohlig warmen Strahlen des Engel des Todes; er lächelte mich an.