Engel der Sternschnuppen Engel der Sternschnuppen
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Letzter Besuch 08.04.2011 12:32 Uhr
 
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Ich bin der Engel der Sternschnuppen. Zum Glück gibt es da nicht viel zu tun. Ab und an schupse ich ein paar abenteuerlustige Sterne auf die Erde und lausche den unzähligen Wünschen all dieser treuen Menschenseelen und manchmal kümmer ich mich dann auch darum einige dieser Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen.

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  Aufstiege und Zauber

Strahlendes Gestein in meiner Hand
hier oben strahlt ihr tausendfach
dort unten seid ihr mir verbrannt
durch meine Tränen neugeboren milionenfach


  Als ich zum Engel wurde...  Als ich zum Engel wurde...
Ja, wie wurde ich zu dem Engel der ich bin? Das ist lange her und im Endeffekt ist alles Merves Schuld. Merve und ich lernten uns in der Engelschule kennen. Wir hatten ein paar Kurse zusammen, aber da sie ein wenig älter ist als ich, war für sie die Frage, was für ein Engel sie wird eher da als für mich. Irgendwann kam sie zu mir und meinte, Helios, dem Zeitgott und einem Mondgeist dazu auserkoren worden über das Spektakel der Sonnenfinsternis zu wachen. Ich wunderte mich doch sehr, denn eine Sonnenfinsternis kannte ich bis zu dem Augenblick nicht einmal. Es sollte sich dann auch recht schnell herausstellen, dass das Wort auserkoren etwas zu hoch gegriffen war. Bald sollte sich nämlich herausstellen, das Merve mal wieder keine hausaufgaben hatte und schlicht nicht wusste was für ein Engel sie werden sollte. Also ging sie als einzige in der ganzen Klasse ohne Berufung nach Hause und aus lauter frust trat sie so heftig gegen einen \"Stein\" der sich dann als Mond entpuppte, dass sie damit die Umalufbahn durcheinanderbrachte und auf der Erde brach ein riesiges Chaos aus. Naja jedenfalls war das samals so oder so ähnlich. Aber darum ging es ja gar nicht, naja doch weil dieses Ereignis bedingt zwangsläufig meine Geschichte. Merve hatte also so ihre Aufgabe gefunden und bei mir rückte die Zeit auch immer näher heran. Ich grübelte und grübelte und mir wollte einfach nichts einfallen. Eines Abends war ich wieder oben bei Merve und betrachtete trübsinnig den Mond. Merve erschien neben mir und meinte, ich solle doch mal Flipper mit den Sternen spielen, das vertreibe bei ihr meist die Langeweile und bei mir die Trübsinnigkeit. Habt ihr schonmal einen Stein über das Wasser flippen lassen? Es macht wirklich großen Spaß und mit einem Stern noch viel mehr, denn die Sterne quieken dabei immer so unterhaltsam. Jedenfalls kam es, wie es kommen musste, in meinem Eifer flippte ich einen Stern und dieser Stern kam nicht zurück, er hatte die Ozonschicht durchbrochen und segelte einfach immer weiter auf die Erde zu. Voller Panik flog ich dem Stern hinterher und wollte ihn wieder einfangen, aber er war einfach zu schnell. Als ich auf der Erde angekommen war, hielt ich lediglich einen kalten Stern in meinen Händen, welcher ehemals ein strahlend schöner Stern gewesen war. Bekümmert weinte ich und konnte mein Unglück kaum fassen. Auf einmal hörte ich eine Stimme, aber nicht wie normalerweise über die Ohren, nein, ich hörte diese Stimme in meinem Kopf. Zum allerersten mal in meinem Leben, hörte ich einen Gedanken und dieser Gedanke war so schön, dass es mir das Herz erwärmte. Es war ein kleines Mädchen, das den fallenden Stern sah und darin ein Zeichen Gottes sah und sich aus ganzem Herzen wünschte, man möge ihr doch ihre Puppe zurück bringen die sie während der Feldarbeit verloren hatte. Mein tränenreicher Blick fiel auf den erkalteten Stern und ich fasste mein Vorhaben recht schnell. Ich musste diese Puppe finden und zurückbringen. Das tat ich dann auch und flog zurück zu Merve. Als ich gerade die Ebene zwischen realer Erde und unserer Welt durchschritt, begann meine Tasche zu glühen und ganz warm zu werden. Forsichtig griff ich hinein und holte den Stern heraus, der vor ein paar Stunden noch ein alter Stern war und auf der Erde ein erkaltetes Gesteinsgebilde und nun hielt ich in den Händen einen ganz jungen Stern, fast noch ein Kind und es quieckte so glückseelig und erfrischend. Helios kam herangesaust und brüllte los: \"Ihr seid wie dick und doof. Noch nie in meinem ganzen Götterleben hatte ich zwei so anstrengende Engel wie ihr sie seid. Nichts als Unfug im Sinn und mir alles zerstören, was ich aufgebaut habe und dann auch noch die Menschen zu Tode ängstigen.\" Ganz klein stannd ich da und wagte nichts zu sagen, aber das tat der kleine Stern für mich. Er berichtete von dem Umfall und wie ich ihm hinterher flog und auch von dem kleinen Mädchen mit der Puppe. Als Helios alles gehört hatte pfiff er mich zu sich heran und sprach: \"Eigentlich ist deine Zeit als Engel noch nicht gekommen und dennoch will ich dir bereits jetzt deine Aufgabe zuteilen. Du wirst den Engeln dabei helfen zu sterben und wiedergeboren zu werden, beides in deinen Händen und solltest du dabei wieder solch Gedanken vernehmen, ist es deine Aufgabe herauszufinden welche Seele es wert ist ihr ihren Wunsch zu erfüllen.\"
Überglücklich strahlte ich meinen kleinen Stern an und kreischend kam Merve angehüpft, die das natürlich alles heimlich mit angehört hatte und gemeinsam freuten wir uns über meinen Erfolg.
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  Persönliches Statement  Persönliches Statement
Ja ich glaube an Engel, aber nicht an kleine Babys mit weißen Flügeln. Ich glaube viel mehr, dass jeder Mensch eine Seele hat und diese Seele besteht aus Energie und diese Enegie lebt weiterhin. Diese Enegie, also die Seele eines Menschen, macht ihn zu lebzeiten schon zu einem Engel, oder nach seinem Tode wird diese Energie die Hinterbliebenen immer begleiten. Das ist meine Definition von einem Engel. Ich stelle mir auch gerne vor, dass es wirklich Menschen, Wesen gibt, wunderschön und rein, mit weißen oder grauen Flügeln und wenn irgendwo auf der Welt ein Baby weint oder irgendein Mensch, dann kommen diese Engel und trocknen diese Tränen und all diese Tränen werden zu wunderschönen Kristallen und für die Ewigkeit aufbewahrt. Allerdings ist mir diese Vorstellung selbst zu abstrakt, sie ist schön und ich gebe mich ihr gerne hin, doch ich kann nicht so wirklich daran glauben. Aber das jeder Mensch eine Seele hat, die ihn zu einem Engel machen kann, daran glaube ich ganz fest.

Ein Leben als Engel ist wie ein Leben als Mensch, denn ich glaube, das Engelswesen schlummert in den Menschen. Sie leben also ganz normal, wie Menschen eben und sie leben natürlich auf der Erde. Ganz gleich ob Berln oder Florida. Es ist das was sie tun, erleben, fühlen, was sie zu Engeln macht. Ein Mensch, der in der heutigen zeit noch seine Hilfsbereitschaft auslebt ist ein Engel. Jemand der nicht erst fragt, was ihm das bringt bevor er etwas tut, das ist ein Engel. Ein Mensch, der von ganzem Herzen liebt, ohne Bedingung und ohne Zweifel, das ist ein Engel. Engel sein könnte so leicht sein und die ganze Welt könnte aus Engeln bestehen, nur leider ist das in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so leicht zu sehen. Wenn man für seine Hilfe nur ausgenutzt wird, für seine liebe nur geschändigt wird, dann vergeht das Engelswesen in einem und macht diese menschen kapput. Engel sterben täglich hier auf dieser Erde. Sie sterben an der Bosheit der übrigen und alles was übrig bleibt ist ein gebrochenes Gefäß, weil das Wesen, die seele dieses Menschen, der Engel in ihm jämmerlich verkümmert ist.
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