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Meine Gedanken sind so wirr,
ich weiß nicht wo ich hingehör,
ich weiß nicht, ob ich mich nur irr
doch Gedanken macht es mir so sehr.

Lebt in mir zu größtem Teil
die Bosheit und die Tötungslust?
Stoßen sie so wie ein Keil,
in meine schmerzerfüllte Brust.

Bin ich böse oder gut,
ein Engel möchte ich doch sein,
fehlt mir dazu noch der Mut?
Ich fühl mich so unendlich klein.

Bin ich mehr des Vaters Kind?
Böse und von Leid durchtrieben,
so wie\'s alle Teufel sind,
oder bin ich rein geblieben?

 
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„Meine Stimme war ein zarter Hauch,
doch ich ließ sie sanft ertönen.
Schon sammelten sich zu meinem Bauch,
die lieben Engel, die Schönen.
Sie hörten mir zu, wie ich sang,
und fanden es schön und herrlich klar.
Sodass ich ihre Herzen gewann,
das war alles so wunderbar!
Und ich sang zu meiner Freude,
und zu ihrer Freude sang ich zudem,
denn mir graut es vor dem Heute,
wenn sie mir nicht mehr zusehn.
Doch sie sehen mir gerne zu,
denn meine Stimme ist hell und schön,
und wenn sie wollen ihre Ruh,
dann können sie auch einfach gehen.
Doch meine Sonne, die liebe ich,
die singe ich stets herbei.
Und wenn sie zeigetet sich,
dann gabs so manche Liebelei.
Ich sang und strahlte und liebte,
ich freute mich so sehr.
Was ich nicht alles liebte,
ich kann schon bald nicht mehr.
Doch ich wollt allen zeigen,
dass ich gut singen kann,
ich tanze meinen Reigen,
so lang ich mich entsann.“
So sprach, ihr lieben Leute,
meine Mutter einst vor langer Zeit,
und ich bin es, die heute,
singt für sie in Ewigkeit.
Bei mir klingt es nicht so gut,
doch ich freue mich trotzdem,
denn ich erkämpfe mir mit Mut,
die Anerkennung zudem.
Ich singe, damit die Sonne scheint,
damit die Menschen die Liebe kreigen,
und wenn einmal der Himmel weint,
will ich ihn mit meiner Stimme besiegen.


 
Die Sonne erstrahlt in schönstem Glanz,
die Sonne scheint wie ein Sternenkranz,
so hell, so heiß, so wunderschön,
ich lass sie auf und untergehn.

Ich überwache mit großem Herzen,
die Leiden und des Menschen Schmerzen,
ich schicke ihnen Liebe sogleich,
sodass es für zehn Jahre reicht.

Mensch und Sonne gehören zusammen,
ich halte sie liebevoll beisammen.
Ich bleibe bei ihnen Tag und Nacht,
bis auch bei ihnen die Sonne lacht.

 
Ein Wesen ist erwacht auf Erden,
es ist blutrünstig und gefährlich.
Sein treuester Gefährte ist das Verderben,
seine Gefühle sind eher spärlich.

Das Wesen verfügt über Wissen,
es beherrscht die Welt eisenhändig.
Intelligenz ist dem Geschöpf nicht zu missen,
sinnlos reißt es Beute ständig.

Die schlimmsten Kriege führt es unter sich,
Blut fließt in Strömen unaufhaltsam,
Hass bei diesem Wesen nicht verwunderlich,
dem Willen der Hoffnung ist es unbeugsam.

Seine Seele ist gehüllt in Finsternis,
die Angst reißt ihn entzwei,
doch die lösende Rettung der Erkenntnis,
varhallt in dem verzwifelten Geschrei.

Luzifer, du hast dem Menschen hassen gelehrt,
dem liebsten Geschöpf des Herrn,
wieso hast du ihm die Liebe verwehrt,
die du vergabst so gern?

 
Mondschein

Laternen sind schwach, schwach nur
Können sie den Weg deuten.
Ich folge der endlosen Spur,
es soll mir die Welt bedeuten.
Denn heute verlor ich mein Licht,
meinen Glanz, wohin nur gehen?
Mir versperrt es die Sicht,
ich kann nur noch die Spur sehen.
Sie führt weiter, weiter mich,
weiter hinein in die Nacht.
Es tummeln auf den Straßen sich,
alle, denen das Schicksal nicht lacht.
Sie begleiten mich auf dem Weg,
der endlosen Spur immer hinterher,
So sehr es mich auch bewegt,
ich fühle mich innerlich leer.
Und so schreite ich voran,
der Bedeutung laufe ich nach,
Ich nehme es, so gut ich es kann,
schwärzer wird mir nun die Nacht.
Ich suche nach des Lebens Sinn,
doch die Spur zeigt mir nicht
wohin, zeigt mir nicht wohin.
Und ich brauche mein Licht.
Die Spur ist der Schatten des Mondscheins,
denn ihr folgen heißt suchen,
nach dem Sinn des ewigen Seins.
Und die, die das Leben verfluchen,
können ihr geborgen sein.


 
In meinen Augen strahlt ein Licht,
es scheint mir hell und klar ins Gesicht.
Es zeigt mir alle Herrlichkeit,
es zeigt mir alle Ewigkeit.

Es ist das Licht des Morgensterns,
des hellsten, klarsten, schönsten Sterns.
Des Sterns der Liebe und des Sein,
voll Pracht erstrahlt und gänzlich rein.

Ich fliege mit meinen Schwingen hinauf,
in den strahlenden Sternenlauf,
dort fange ich die Liebe ein,
so lieblich klar, so schön und rein.

Auf der Erde wird sie verteilt,
wird dort gehalten in Seeligkeit.
Ich fliege zurück zu Azanariel,
von dem ich mir weitere Liebe erstehl. ;-)